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Garten winterfest machen: So schützt du Terrasse, Pflanzen und Gartenmöbel

Im Winter bekommt dein Garten seine wohlverdiente Pause: Blumen, Stauden und Sträucher ziehen sich zurück, bis die Temperaturen wieder steigen. Einige Pflanzen brauchen allerdings ein bisschen Zuwendung, damit sie die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen. Und auch Terrasse und Gartenmöbel bleiben länger schön, wenn du sie richtig auf den Winterschlaf vorbereitest: Wir verraten dir, wie du deinen Garten winterfest machst.

1. Warum den Garten winterfest machen

Warum ist es überhaupt notwendig, den Garten winterfest zu machen – in der freien Natur überstehen die Pflanzen die kalte Jahreszeit doch schließlich auch? Viele Gewächse in deinem Garten kommen tatsächlich problemlos ohne Extrapflege durch den Winter: Der Rasen, die meisten Bäume und viele winterharte Stauden stören sich nicht an Schnee und Minusgraden. Anders verhält es sich mit Pflanzen, die bei uns nicht heimisch sind, wie zum Beispiel Hortensien oder Oleander. Aber auch winterharte Pflanzen freuen sich, wenn du ihnen vor dem Winter etwas Aufmerksamkeit schenkst: So wachsen sie im nächsten Jahr umso kräftiger.

Was sind winterharte Pflanzen?

Als „winterhart“ bezeichnet man alle Gewächse, die Bodenfrost unbeschadet überstehen, um dann im nächsten Frühling erneut auszutreiben. Das gilt für fast alle heimischen Gewächse, nicht aber für mediterrane oder subtropische Pflanzen. Eine Ausnahme sind auch die sogenannten einjährigen Pflanzen wie Stiefmütterchen oder Hornveilchen. Sie kommen zwar mit Frost zurecht, sterben aber nach der Blüte komplett ab und treiben im nächsten Frühling nicht wieder aus.

2. Beete in den Winterschlaf schicken

Am besten machst du deine Beete winterfest, bevor der erste Frost kommt. Ende Oktober ist ein guter Zeitpunkt – dann sind Stauden und Blumen verblüht, aber noch nicht vom Laub der Bäume bedeckt. Blumenzwiebeln von Begonien, Gladiolen und Dahlien solltest du jetzt aus den Beeten ausgraben und einlagern, da sie keinen Frost vertragen.

Schubkarre mit Grünschnitt und Zweigen im Garten
Im Herbst kannst du ruhig beherzt mit der Heckenschere zu Werk gehen: Sträucher, Stauden und Obstbäume profitieren davon, wenn sie vor dem Frost ordentlich zurückgeschnitten werden. Den Grünschnitt kannst du häckseln und als Beetabdeckung verwenden – oder du schichtest ihn als Winterschlafplatz für Igel auf.

Mehrjährige Pflanzen zurückschneiden

Schneide von deinen Stauden alle verblühten Pflanzenteile ab, damit die abgestorbenen Blätter und Stängel im Winter nicht faulen. Die meisten Stauden wie Stockrosen, Astern oder Margeriten kannst du auf eine bis zwei Handbreit über dem Boden kürzen. Anfangs kostet der Rückschnitt ein bisschen Überwindung – tatsächlich aber hilft er den Pflanzen: So können sie ihre gesamte Energie in der Wurzel speichern und im nächsten Jahr gesund und kräftig austreiben.

Ausrufezeichen
Wenn dir die winterlichen Beete zu kahl sind, kannst du die Blütenstände einiger Stauden einfach stehenlassen. Mit Schnee und Frost überzogen sehen die schlanken Stauden wunderschön aus.

Blumenzwiebeln einsetzen

Möchtest du schon im Herbst für den Frühling vorsorgen? Dann setze vor dem ersten Frost neue Blumenzwiebeln in deine Beete. Krokusse, Hyazinthen, Narzissen und Tulpen wurzeln über die kalte Jahreszeit in der Erde an und kommen im nächsten Jahr ganz von allein mit ihren bunten Blüten aus der Erde. Wenn du keine Beetmarker hast, sei besonders vorsichtig beim Einsetzen der Blumenzwiebeln, damit du mit der Pflanzschaufel nicht die Wurzeln älterer Beetpflanzen beschädigst.

Blumenzwiebeln auf Holztablett mit Gartengeräten auf Kiesweg vor Blumenbeet
Frühlingszeit ist Pflanzzeit? Nicht immer – die Blumenzwiebeln von Frühlingsblühern wie Narzissen, Krokussen und Tulpen kannst du schon im Herbst in den Boden setzen. Besonders hübsch sieht es aus, wenn du sie in kleinen 3er- oder 4er-Gruppen einpflanzt.

Beete abdecken

Schütze deine Beetpflanzen vor Schnee und Bodenfrost, indem du sie mit einer dämmenden Schicht aus Laub oder Tannenzweigen abdeckst. Achte darauf, nur Laub und Grünschnitt von gesunden Bäumen zu verwenden. Durch das Laub brechen die Pflanzentriebe im Frühling wieder hindurch, Zweige solltest du rechtzeitig von den Beeten entfernen, damit die neuen Pflänzchen genug Luft bekommen.

Empfindliche Pflanzen einpacken:

Rosen-Hochstämmchen und Hortensien, einzelne Buchsbäume und junge Obstgehölze benötigen im Winter einen zusätzlichen Kälteschutz. Schichte Laub, Reisig oder Rindenmulch rund um den Wurzelbelbereich auf und umwickle die Stämme mit Jute oder einer Kokosmatte. Die Kronen kannst du mit Gartenvlies umhüllen oder einen Jutesack darüberstülpen. Binde den Stoff unterhalb der Krone fest zusammen, damit der Pflanzenschutz dem Wind standhält.

3. Sträucher winterfest machen

Auch deine Sträucher gehören dazu, wenn du deinen Garten winterfest machst. Genau wie bei den Beeten gilt hier: Nur nicht schüchtern sein mit der Gartenschere.

Zurückschneiden: Laubgehölze und Ziersträucher kannst du vor dem Winter noch einmal kräftig stutzen. So können die Sträucher ihre ganze Energie in die Wurzeln ziehen und überstehen die Kälte besser. Kranke oder vertrocknete Zweige solltest du direkt am Stamm abschneiden. Den Grünschnitt kannst du häckseln und als Beetschutz verwenden – einen elektrischen Häcksler gibt es gegen eine Mietgebühr in den meisten Baumärkten.

Erde rund um den Stamm abdecken: Schütze den Bereich rund um die Wurzeln, indem du die Erde mit Laub, Reisig oder Häckseln abdeckst. Herbstlaub wirkt wie ein organischer Dünger: Es versorgt den Boden mit neuen Nährstoffen – allerdings kann es auch Samen enthalten, die im Frühjahr das Unkraut im Garten sprießen lassen.

Immergrüne Sträucher auch im Winter gießen: Immergrüne Sträucher wie Buchs, Liguster, Rhododendron und Kirschlorbeer fahren bei Minusgraden zwar ihren Stoffwechsel herunter, betreiben aber weiterhin Photosynthese. Daher solltest du sie auch im Winter regelmäßig gießen. Nutze die Gelegenheit, wenn es ein paar frostfreie Tage gibt und wässere den gesamten Wurzelbereich deiner immergrünen Sträucher und Heckenpflanzen.

Gartengeräte und Zubehör, um deinen Garten winterfest zu machen:
GARDENA Heckenschere »Classic«
NOOR Frostschutzsack , Größe L, Ø 40 x 35 cm, 2 Stück
GARDENA Combi-Verstellbesen »combisystem«, 35 - 52 cm Arbeitsbreite
GARDENA Pflanzer , für Blumenzwiebeln, mit Auslöseautomatik
GARDENA Strauchpflegehandschuhe
NEUDORFF Pflanzenerde »NeudoHum«, 40 l
FISKARS Spaten »M«, 108 cm Gesamtlänge
GARDENA Rechenbesen »combisystem«, 45 cm Arbeitsbreite, mit 130 cm Holzstiel
Genius Grill-Bürste XL, BBQ

4. Kübelpflanzen winterfest machen

Kübelpflanzen lassen sich bewegen. So kannst du alle Pflanzen, die keinen Frost vertragen, im Winter einlagern. Aber auch winterharte Balkon- und Terrassenpflanzen freuen sich über ein bisschen Aufmerksamkeit, bevor es kalt wird.

Große Pflanzen umtopfen: Je mehr Blumenerde im Pflanzkübel ist, desto geringer die Gefahr, dass die Wurzeln deiner Pflanzen durchfrieren. Die letzten warmen Tage kannst du daher nutzen, um große Kübelpflanzen umzutopfen und sie eventuell in einen größeren Topf zu setzen. Mit der frischen Erde haben die Pflanzen gleichzeitig ausreichend Nährstoffe für die kalte Jahreszeit.

Winterharte Kübelpflanzen gegen Kälte isolieren: Stelle die Pflanzgefäße auf Styroporplatten oder auf gefaltete Kokosmatten, damit die Kälte nicht von unten in den Kübel ziehen kann. Auch den Pflanzkübel selbst kannst du mit einer Kokosmatte oder einem Pflanzenvlies umwickeln. Decke die Blumenerde ggf. mit Tannenzweigen ab und umwickele die Krone mit einem stabilen Pflanzenschutz aus Jute oder Gartenvlies.

Große Kübelpflanze mit Abdeckhaube neben Gartenbox auf verschneiter Terrasse
Kleine Kübelpflanzen kannst du ohne Probleme im Keller oder in der Garage überwintern. Große Pflanztöpfe sind nur schwer zu bewegen – sie lässt du am besten mit einer festen Winterschutzhaube im Freien stehen (Winterschutzhaube XXXL von Noor bei OTTO).

Nicht winterharte Kübelpflanzen einlagern: Mediterrane und subtropische Pflanzen solltest du auch mit Pflanzenschutz nicht im Freien überwintern. Sie sollten frostfrei im Keller, in einem Gewächshaus oder einer ungeheizten Abstellkammer eingelagert werden. Bei Temperaturen um die 5 Grad fahren die Pflanzen ihren Stoffwechsel soweit herunter, dass sie auch mit wenig Licht auskommen.

5. Balkon und Terrasse auf den Winter vorbereiten

Wenn du deine Holzterrasse regelmäßig reinigst und das Holz ölst, kann ihr der Winter eigentlich nicht viel anhaben. Wichtig ist, dass du schon im Herbst das Laub und andere Pflanzenreste regelmäßig abfegst, damit sie nicht faulen und braune Flecken auf dem Holz hinterlassen. Eine gute Idee ist es zudem, die Kübelpflanzen auf der Terrasse vor dem Winter einmal umzustellen oder sie ganz von der Terrasse herunterzunehmen. So verhinderst du, dass sich auf Dauer Feuchtigkeit unter den Pflanzkübeln staut.

Auf gepflasterten Terrassen solltest du vor dem Winter noch einmal gründlich Moos und Unkraut aus den Fugen entfernen. So reduzierst du die Rutschgefahr durch abgestorbene Pflanzenteile im Winter. Gleichzeitig verhinderst du, dass sich Unkrautsamen und Moos über den Winter festsetzen und im Frühling umso kräftiger sprießen.

6. Gartenmöbel winterfest machen

Kälte, Wind und Feuchtigkeit setzen nicht den Pflanzen, sondern auch deinen Gartenmöbeln zu – und das über mehrere Monate hinweg. Es lohnt sich also, die Gartenmöbel winterfest zu machen, denn das erhöht ihre Lebensdauer beträchtlich.

Rattan-Gartensessel mit Tisch im verschneiten Garten
Mit Schnee bedeckte Gartenmöbel sehen malerisch aus – die meisten Naturmaterialien wie Holz, Korb oder Rattan vertragen die anhaltende Feuchtigkeit aber nicht gut. Wenn du deine Natur-Gartenmöbel über den Winter einlagerst, hast du länger etwas von ihnen.

Gartenmöbel aus Holz

Einlagern – ja oder nein? Holz ist ein Naturmaterial – und alle Hölzer sind verschieden. Gartenmöbel aus weichen Hölzern wie Fichte, Kiefer oder Lärche solltest du im Winter in den Keller oder in die Garage stellen. Stühle und Tische aus festen Hölzern wie Teak, Robinie, Eukalyptus und Akazie sind wesentlich feuchtigkeitsbeständiger. Sie können ebenfalls eingelagert werden, nehmen aber auch unter einer Schutzhülle im Freien keinen Schaden.

Holzmöbel für den Winter vorbereiten: Nach der letzten Nutzung solltest du deine Holzmöbel mit etwas Seifenlauge abbürsten und an der Luft trocknen lassen. Öle Scharniere und Metallteile und bessere eventuelle Risse im Lack aus, bevor du die Gartenmöbel in den Winterschlaf schickst.

Gartenmöbel aus Polyrattan

Einlagern – ja oder nein? Polyrattan ist wasserfest, schmutzabweisend und unempfindlich gegen Frost oder UV-Strahlen. Gartenmöbel aus Polyrattan können also problemlos im Freien überwintern. Eine Schutzhülle hält Schmutz, Staub und herumfliegende Pflanzenteile ab.

Polyrattanmöbel für den Winter vorbereiten: Bevor Gartenmöbel unter der Abdeckhaube verschwinden, solltest du Schmutz und Staub aus dem Polyrattangeflecht entfernen. Das geht zum Beispiel mit dem Staubsauber, aber auch mit Seifenwasser und einer weichen Bürste. Lass die Gartenmöbel gut trocknen, bevor du sie für den Winter abdeckst oder einlagerst.

Metall-Gartenstühle und Gartentisch, teilweise mit Laub bedeckt, auf laubbedeckter Terrasse
Gartenmöbel aus Metall kommen mit Schnee und Kälte gut zurecht. Nasses Laub und Zweige solltest du aber trotzdem regelmäßig von den Möbeln entfernen. So verhinderst du Rostbildung und dunkle Flecken, die durch die Gerbsäure in den Blättern entstehen können.

Gartenmöbel aus Metall

Einlagern – ja oder nein? Verschneite Metallstühle und -bänke im Garten sehen sehr dekorativ aus – und tatsächlich macht ihnen das kalte Wetter kaum etwas aus. Stelle deine Gartenmöbel aus Metall einfach in eine windgeschützte Ecke der Terrasse oder an die Hauswand. Gartenmöbel mit einer Tischplatte oder Sitzflächen aus Holz solltest du mit einer Gartenhaube abdecken, um das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen.

Metallmöbel für den Winter vorbereiten: Prüfe das Metall auf Haarrisse, Rost oder beschädigte Schweißnähte. Solche Schäden können sich bei Dauerfrost verstärken. Wenn du die Schäden nicht beheben kannst, lagerst du die Metallmöbel besser drinnen. Abgeplatzte Lackstellen solltest du vor dem Winter ebenfalls ausbessern.

Zubehör, mit denen du Pflanzen und Gartenmöbel schützt:
PRIMA GARDEN Abdeckhaube für Sonnenliegen
NOOR Winterschutzhaube , Größe XL, Ø180 x 120 cm, 2 Stück
RÖSLE Abdeckhaube No 1 Sport F60
PRIMA GARDEN Abdeckhaube für Gartenstühle
ENDERS Schutzhülle »STYLE black«, für Gasflasche 11 kg
Schutzhülle , BxLxH: 61x96x118 cm
PRIMA GARDEN Wasserdichte Gartenmöbelabdeckhaube
KONIFERA Schutzhülle »Florenz«, Gartenmöbelset, (Ø): ca. 245 cm

7. 5 Tipps, bevor der Winter kommt

Du hast deinen Garten und deine Gartenmöbel winterfest gemacht? Dann fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, damit du bestens auf die kalte Jahreszeit vorbereitet bist.

Streusand bereitstellen: Sand ist umweltfreundlicher und auf vereisten Flächen meist ohnehin effektiver als Streusalz. Am besten legst du einen Streusand-Vorrat in einer Box neben dem Hauseingang oder im Gartenschuppen an.

Vogelfutterstelle einrichten: Heimische Wildvögel freuen sich über etwas Unterstützung im Winter. Ein Vogelhaus, eine Futterstation oder klassische Meisenknödel bringen auch bei Eis und Schnee Leben in deinen Garten.

Gartenwasserhahn abstellen und Regentonnen ausleeren: Wenn sich Frost ankündigt, solltest du den Außenwasserhahn abstellen und Wasserreste aus dem Gartenschlauch entfernen. Auch die Regentonne kannst du leeren, um Frostschäden zu vermeiden.

Gartenteich auf den Frost vorbereiten: Entferne die Pumpe aus deinem Gartenteich oder Gartenbrunnen. Wenn du Fische im Teich hältst, kannst du auch einen Eisfreihalter einsetzen.

Gartengeräte und Gartengrill säubern: Reinige Rasenmäher, Gartengrill, Heckenschere und andere Gartengeräte gründlich, bevor du sie für den Winter einlagerst. So verhinderst du, dass Pflanzenreste, Fett und Schmutz auf den Geräten zu schimmeln anfangen.