Terrasse und Balkon winterfest machen – So schützt Ihr Gartenmöbel und Pflanzen

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rattangartenmöbel set auf grüner wiese

Klirrende Kälte, glitzernde Schneedecken und diese wunderbare Stille… himmlisch. In der Winterzeit kommt die Natur zur Ruhe und erholt sich von den warmen Sommermonaten. Neben den Pflanzen freuen sich auch die Gartenmöbel über eine kleine Verschnaufpause.

Winterpause für den Garten

Kälte, Feuchtigkeit, Schnee und Eis können Gartenmöbeln und den Pflanzen ganz schön zusetzen – und das über mehrere Monate hinweg. Hier erfahrt Ihr, wie Ihr Eure Möbel richtig einlagert und was bei winterharten Pflanzen beachtet werden sollte.

 

Tipps zum Überwintern: So bleiben Gartenmöbel lange schön

Damit die Gartenmöbel und Pflanzen auch im nächsten Frühjahr genauso schön sind und Ihr keine bösen Überraschungen in Form von Schimmelbildung und Fäulnis erlebt, solltet Ihr beim Einlagern auf folgende Dinge achten:

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  • Der Lagerraum sollte trocken, kühl, gut belüftet und frostfrei sein. Vermeidet zu viel Wärme.
  • UV-Strahlung lässt Materialien schneller „altern“. Schnee verstärkt die Sonneneinstrahlung zudem noch. Stellt die Möbel also lieber in sonnengeschützte Bereiche.
  • Abdeckplanen und Hüllen sollten genügend Luft an die Möbel lassen, da diese sonst „schwitzen“ und somit Pilzwuchs begünstigt wird. Dazu die Plane an den Füßen eng zusammenbinden und zum Boden hin etwas Platz lassen. So kann die Luft zirkulieren.
  • Für Möbel wie auch Pflanzen gilt: je enger sie beisammen stehen, desto weniger Angriffsfläche bieten sie für Wind und Wetter.
  • Vor dem Einlagern sollten die Möbel gründlich gereinigt werden. Nur trockene Möbel in den Keller oder die Garage stellen.

 

Mit diesem Zubehör kann der Winter kommen:

 

Gartenmöbel aus Holz: Auf die Holzsorte kommt es an

Bei Holzmöbeln kommt es auf das Holz an – manche Sorten sind wetterfest, andere sollten wiederum in Schuppen, Garage oder Keller verstaut werden.

gartenmöbel set auf der terrasse

Diese Holzarten kommen in Keller und Co.

Generell gilt: sind die Holzmöbel lackiert, sollten sie in geschützten Räumen verstaut werden. Bei Kälte zieht sich das Holz zusammen, die Folge sind Risse im Lack. Dadurch haben Schädlinge leichten Zugang zum Holz. Besonders Möbel aus Buche, Fichte und Lärche sollten drinnen und in kühlen Räumen gelagert werden.

Diese Holzmöbel können draußen bleiben

Anders sieht es bei festen Hölzern wie Teak, Robinie, Eukalyptus und Akazie aus. Diese Hölzer besitzen eine so feste Struktur, dass keine Feuchtigkeit ins Innere des Holzes dringen kann. Sie können im Winter in windstillen- und sonnengeschützten Bereichen im Garten oder auf der Terrasse bleiben. Wer will, kann sie zusätzlich unter eine Schutzhülle stellen.

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Die Wintermonate im Freien gehen nicht spurlos an den Möbeln vorbei: das Holz erscheint im Frühling oft grauer als zuvor. Nach der letzten Nutzung sollten Holzmöbel gründlich gereinigt werden, damit Schmutz und Ablagerungen entfernt werden. Schrubbt die Möbel in Richtung der Maserung mit Kernseife und lauwarmen Wasser ab. Im Frühjahr steht dann die Behandlung mit Pflegeöl an.

 

Gartenmöbel aus Kunststoff: Gut geschützt bei Wind und Wetter

Gartenmöbel aus hochwertigem Kunststoff können im Winter draußen bleiben. Eine Schutzhülle ist dennoch ratsam, damit die Sonne die Farben nicht ausbleicht und das Material vor äußeren Einflüssen geschützt ist. Staub und Schmutz setzen sich dann nur auf der abwaschbaren Hülle ab, nicht aber auf den Gartenmöbeln.

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Draußen ist gut, drinnen ist besser

Bei Kunststoff besteht die Gefahr, dass sich aufgrund von Kälte und Frost kleine Risse im Material bilden und sich darin Schmutz festsetzen kann – die Möbel sehen dann älter aus, als sie sind. Die schöne Optik bleibt lange erhalten, wenn die Möbel eingelagert werden oder mit einer Abdeckung an einem wind- und sonnengeschützten Ort stehen.

Abdeckplanen gibt es in verschiedenen Größen, damit einzelne Stühle, Bänke oder auch ganze Sitzgruppen optimal abgedeckt werden können. Ein Kordel- oder Gummizug hält die Plane an Ort und Stelle, damit auch bei herbst- und winterlichen Brisen nichts verrutscht.

Polyrattan kann draußen bleiben

Das Kunststoffgeflecht ist schmutzabweisend und trotzt Wind und Wetter. Auch UV-Strahlen können dem Material so gut wie nichts anhaben, weswegen Möbel aus Polyrattan problemlos im Freien überwintern können.

Tipp: Eine Abdeckplane schadet nie – so sind die Möbel zusätzlich geschützt.

Reinigung: Sanfte Putzmittel verwenden

Eine Reinigung mit Wasser und Spülmittel reicht völlig aus, um die Möbel sauber zu kriegen. Alles, was die Oberfläche des Materials aufrauen könnte, sollte vermieden werden. Dazu zählen chemische Reiniger, Schleifpartikel, harte Putzschwämme sowie Fette und Öle. Vor dem Winter und zu Beginn des Frühlings sollten Kunststoffmöbel grundgereinigt werden.

 

Gartenmöbel aus Metall: Bleiben im Winter draußen

Gartenmöbel aus Metall machen auch im Winter eine gute Figur im Freien und lassen sich mit etwas Deko schön in Szene setzen – so bewahren Balkon und Terrasse auch in der kalten Jahreszeit einen stimmungsvollen Eindruck.

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Metallmöbel können draußen bleiben

Möbel aus Aluminium oder Edelstahl können den Winter auf Balkon, Terrasse und im Garten verbringen. Vorher sollten die Möbel allerdings auf kleine Risse und Schäden überprüft werden – sind welche vorhanden, heißt es auch für Metallmöbel ab in den Schuppen oder den Keller. Die bessere Wahl: Offene Stellen mit Lack bearbeiten und wieder versiegeln. So wird Rostbildung vorgebeugt.

Reinigung: Seife lässt Metalle glänzen

Milde Seifenlauge entfernt Schmutz und Ablagerungen und bringt Metalle wieder zum Strahlen. Anschließend sollten die Möbel trocken nachgewischt werden, um die Restfeuchte zu entfernen.

Tipp: Metallmöbel vertragen kein Salz – wenn die Terrasse oder der Eingangsbereich mit Streusalz versehen werden, sollten die Möbel davon unberührt bleiben.

 

Pflanzen winterfest machen

Im Winter macht es zwar den Anschein, dass alles eine Spur ruhiger und langsamer verläuft, aber in der Erde, unter der Schneedecke und an der frischen Luft wird fleißig gearbeitet, denn jetzt bereitet sich die Natur auf den nächsten Frühling vor.

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Was sind winterharte Blumen und Balkonpflanzen?

Die Bezeichnung „winterhart“ sagt aus, dass die Pflanze oder Blume den Winter bei verschiedensten Bedingungen wie Schneefall, Frost und Temperaturschwankungen übersteht. Winterfeste Balkonpflanzen brauchen dagegen bestimmte Bedingungen, die dem jeweiligen Blumenetikett entnommen werden können.

Zu den winterharten Balkonpflanzen zählen unter anderem Lavendel, Rosen, Hortensien, Buchsbaum, Schleierkraut, Heidekraut und Efeu.

Zu den winterharten Pflanzen für den Garten zählen insbesondere viele verschiedene Stauden-Arten, Christrosen, Schneeball, Zaubernuss und Rhododendron. Für Hecken sind zum Beispiel Brombeere, Himbeere, Zwergmandel und Sanddorn eine gute Wahl.

6 Tipps zum Überwintern von Pflanzen

Der Winter kann kommen, denn mit diesen Tipps könnt Ihr Eure Pflanzen winterfest machen und sie vor äußeren Einflüssen schützen.

  • Zurückschneiden: Bäume, Hecken und Sträucher sollten von alten und schadhaften Ästen befreit werden. Gesunde Äste sollten dagegen zurückgeschnitten und somit das Wachstum der Triebe unterstützt werden.
  • Abdecken: Gartenbeete mit winterharten Pflanzen können mit einer Schicht aus Stroh oder Reisig bedeckt werden, gerade so viel, dass noch genügend Luft an den Boden gelangt.
  • Kübelpflanzen: Gartenvlies schützt vor Kälte und Wind. Die Kübel damit ummanteln und zusätzlich auf eine Styropor- oder Holzplatte stellen, damit sie auch von unten geschützt sind. Kübelpflanzen dicht und nah beisammen an eine Hauswand oder einem anderen geschützten Bereich stellen.
  • Rosen winterfest machen: Den Strauch nicht beschneiden, sondern lediglich alte Blätter entfernen. Ein Jutesack über der Rosenkrone bewahrt vor Frost und lässt noch genügend Luft durch. Ist die Rose eingetopft, zusätzlich eine Bastmatte um den Kübel legen.
  • Hochstamm-Gewächse: Neben Rosen bietet sich Jute auch bei anderen Pflanzenkronen, wie beispielsweise Rhododendron, Olivenbaum und Buchsbaum, an. Als Faustregel gilt: behält eine Pflanze im Winter ihre Blätter, sollte sie beim ersten Frost mit einem locker sitzenden Jutesack abgedeckt werden.
  • Gießen: Auch im Winter benötigen die Pflanzen Wasser. Alle drei Wochen und bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt gießen.

 

Terrasse winterfest machen

Oft wird im Winter die Terrasse weiterhin genutzt. Damit sie vor Schnee und Nässe geschützt ist, seht Ihr hier einige Tipps, mit denen sich die Dielen winterfest machen lassen. Ein trockener Herbsttag ist ideal, um sich dem Bodenbelag zu widmen.

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  • Terrasse reinigen: Auf einer sauberen Terrasse bilden sich weniger Algen und Moos. Damit es im Winter nicht rutschig wird, sollten die Dielen gründlich gereinigt werden, zum Beispiel mit einem Hochdruckreiniger oder einem Besen.
  • Lasur auftragen: Eine Behandlung mit Holzöl schützt vor Feuchtigkeit, da die Poren des Holzes somit versiegelt werden. Eiche, Birke, Fichte und Lärche sollten mit einem Imprägnierschutz versehene werden. Harthölzer wie Douglasie und Bangkirai benötigen keinen Auftrag.
  • Frühjahr: Nach dem Winter sollte die Terrasse grundgereinigt werden, damit die Spuren des Winters beseitigt werden.

Das waren Tipps und Tricks, wie Ihr Eure Gartenmöbel einlagert, was Ihr bei winterharten Pflanzen beachten müsst und wie Ihr Eure Terrasse auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

Jetzt kann der Winter kommen!