Herbstdeko

Blumen pressen: Pflanzen trocknen mit Blumenpresse und Büchern

Hast du dir beim Anblick von blühenden Sommerblumen oder leuchtend buntem Herbstlaub auch schon mal gewünscht, du könntest diese Farbenpracht bewahren? Dann haben wir gute Neuigkeiten: Viele Pflanzen lassen sich durch Pressen haltbar machen. Wir zeigen dir zwei einfache Methoden, wie du Blätter und Blumen pressen kannst.

1. Pflanzen pressen mit der Blumenpresse

Mit einer Blumenpresse trocknest du Blätter und Pflanzen besonders effektiv. Das Prinzip der Presse ist ganz einfach: Sie besteht aus zwei stabilen Holzplatten und mehreren Lagen Karton und Pergamentpapier, die mit vier Flügelschrauben zusammengedrückt werden.

Blumenpresse
Blumenpresse von Pebaro bei OTTO.

Durch den gleichmäßigen Druck der Holzplatten wird die Feuchtigkeit aus den Blumen gepresst und vom Pergament aufgenommen. So behalten Blätter und Blumen ihre natürlichen Farben und werden gleichzeitig schön flach – ideal zum Basteln.

Folgende Materialien benötigst du:

  • Blumenpresse, z. B. hier
  • Pergamentpapier oder Backpapier
  • Blumen oder Blätter zum Pressen
Aufsicht auf drei verschiedene gepresste Herbstblätter auf Kartonlage in geöffneter Blumenpresse

Und so funktioniert es:

  1. Lege die Kartonböden aus der Blumenpresse vor dich hin und bedecke sie jeweils mit zwei Lagen Pergamentpapier. So verhinderst du, dass die Pflanzen später am Karton festkleben.
  2. Verteile deine gesammelten Blätter oder Blüten auf den Kartonböden. Achte darauf, dass die Blätter sich gegenseitig nicht berühren – sonst lassen sie sich später nur schwer voneinander trennen.
  3. Bedecke die Blätter mit zwei weiteren Lagen Pergamentpapier. Dann stapelst du alle Kartonböden so in der Blumenpresse, dass die Kanten bündig übereinanderliegen.
  4. Drehe die Schrauben so weit zu, dass die Kartonlagen fest zusammengepresst werden. Stelle die Blumenpresse anschließend an einen trockenen, warmen Ort, damit deine Pflanzen schneller trocknen.
  5. Lass Blätter und Blumen für 6-10 Tage in der Blumenpresse trocknen. Nach drei bis vier Tagen kannst du die jeweils obere Lage Pergamentpapier gegen ein neues Papier austauschen.
  6. Deine Blumen und Blätter sind vollständig getrocknet, wenn sie sich nicht mehr biegen lassen und nicht mehr am Pergamentpapier festkleben.
Hand hält ein großes und ein kleines gepresstes Blatt, Blumenpresse im Hintergrund

2. Blumen pressen mit Büchern

Du hast keine Blumenpresse zuhause? Kein Problem – deine gesammelten Blumen und Blätter kannst du auch einfach in einem Buch trocknen. Am besten geht das mit schweren, großformatigen Büchern, zum Beispiel mit deinem alten Schulatlas.

Folgende Materialien benötigst du:

  • Blätter oder Blumen
  • Pergamentpapier oder Backpapier
  • Ein dickes Buch
  • Dinge zum Beschweren, z. B. große Konservendosen
Lila Blüten zwischen zwei Lagen Pergamentpapier

Und so funktioniert es:

  1. Öffne das Buch an einer Stelle im vorderen Bereich, lege zwei Bögen Pergamentpapier auf die linke Buchseite und verteile die Pflanzen zum Trocknen darauf. Achte darauf, dass sich Blätter und Blumen nicht berühren.
  2. Bedecke die Blätter und Blumen mit einer weiteren Lage Pergament. Wenn du weitere Pflanzen pressen willst, blättere ein paar Seiten weiter und wiederhole den Vorgang.
  3. Schließe das Buch und lege es an einen warmen, trockenen Ort, zum Beispiel auf die Fensterbank. Beschwere das Buch mit weiteren Büchern, Konservendosen oder anderen schweren Dingen.
  4. Lass die Pflanzen mindestens eine Woche trocknen. Besonders schön werden deine gepressten Blätter, wenn du die zweite Lage Pergamentpapier alle paar Tage auswechselst – so entziehst du dem Buch und den Pflanzen die Feuchtigkeit.

Wenn du keine Zeit zum Blumenpressen hast, kannst du fertig gepresste Blätter und Blüten auch online kaufen. Auch Blumenhändler oder Bastelläden bieten manchmal getrocknete Blätter an.

3. So bleiben gepresste Blumen lange schön

Blumen und Blätter trocknen unterschiedlich schnell. Je dicker sie sind und je mehr Feuchtigkeit sie enthalten, desto länger dauert es, bis die Pflanze vollständig getrocknet ist. Bei frischen Blüten, zum Beispiel Flieder oder Rosen, kann das bis zu zwei Wochen dauern. Herbstlaub, das ohnehin schon ziemlich trocken ist, benötigt meist nur eine Woche in der Blumenpresse.

Strauß mit gepressten Kräutern

Am besten funktioniert das Blumenpressen mit jungen, relativ frischen Blättern oder Blüten, die noch viel Feuchtigkeit enthalten. Sie sind weich und lassen sich schön flach pressen. Dabei lohnt es sich, ein bisschen Geduld zu haben: Erst wenn Blättern und Blüten alle Feuchtigkeit entzogen ist, sind die schönen Farben konserviert und verblassen nicht mehr. Und keine Angst vor kleinen Makeln in den Blättern: Risse oder Löcher sehen später, wenn die Pflanze gepresst ist, oft richtig toll aus.

Keine Zeit zum Blumenpressen? Diese Bilder mit Pflanzenmotiven verschönern dein Zuhause: