Wandgestaltung

Bilder aufhängen, auch ohne Bohren: Tipps & Tricks

Du möchtest deine Bilder aufhängen und suchst nach einer unkomplizierten Alternative zum Bohren? Ob gerahmtes Bild, Foto oder Leinwand – mit unseren Tipps und Tricks bringst du deine Lieblingsbilder im Handumdrehen an die Wand.

1. Bilder aufhängen ohne Bohren: Bilderhaken, Nägel, Nylonfäden

Wenn du keine Löcher in die Wand bohren möchtest oder darfst, hast du mehrere Möglichkeiten, deine Bilderrahmen aufzuhängen.

Bilder aufhängen mit Bilderhaken

Grafik für Bilder aufhängen mit Bilderhaken

Bilderhaken bestehen aus festem Metall und werden mit ein oder zwei Nägeln an der Wand befestigt – ganz ohne Bohren. Der Clou dabei: Die Haken sind so konstruiert, dass du die Nägel automatisch im 45-Grad-Winkel in die Wand schlägst, was die Stabilität der Aufhängung verstärkt. Deinen Bilderrahmen hängst du dann an einer nach oben gebogenen Lasche auf. Bilderhaken sind durch ihre hohe Stabilität besonders bei großen und schweren Bildern eine gute Wahl.

Bilder aufhängen mit Nägeln

Grafik für Bilder aufhängen mit Nägeln
Messe den Abstand zwischen deinen Bilderhaken aus und markiere die Stellen mit einem Bleistift an der Wand. Prüfe mit der Wasserwaage, ob sich beide Punkte auf einer Höhe befinden und schlage anschließend deine Nägel in die Wand.

Kleine Bilderrahmen haben in der Regel bereits einen mittig befestigten Bilderhaken, sodass du sie problemlos mit einem Nagel an der Wand aufhängen kannst. Für größere Bilderrahmen mit mehr Gewicht nutzt du am besten mehrere Nägel. Markiere mit Wasserwaage, Maßband und Bleistift die Stellen für die Nägel an der Wand, damit das Bild nachher auch gerade hängt.

Ausrufezeichen
Halte beim Einschlagen den Nagel mit einer Wäscheklammer an der gewünschten Stelle fest – das schützt deine Finger.

Bilder aufhängen mit Nylonfäden

Grafik für Bilder aufhängen mit Nylonfäden

Du kannst deine Bilder auch einfach mit einem Nylonfaden aufhängen. Entweder befestigst du einen einzelnen Faden mittig am Haken auf der Rückseite oder du nimmst jeweils ein Ende des Nylonfadens und bringst ihn an den oberen Kanten des Rahmens an, sodass der Faden ein umgedrehtes V bildet. Dann kannst du den Bilderrahmen ganz leicht an dem Nagel aufhängen und zurechtrücken.

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Nylonfäden sind dir zu unscheinbar? Dann kannst du auch zu dünnen Metallketten oder bunten Bändern greifen.

2. Bilder aufhängen ohne Rahmen: Klebeband und Magnetfarbe

Poster, Fotos oder andere ungerahmte Bilder kannst du ganz unkompliziert an die Wand bringen. Damit du sie beim Aufhängen nicht beschädigst, solltest du am besten keine Nägel verwenden. Schau dir an, wie du dabei am besten vorgehst.

Bilder aufhängen mit Klebeband

Grafik für Bilder aufhängen mit Klebeband

Die einfachste Möglichkeit, um deine Bilder ohne Nagel aufzuhängen, ist Klebeband. Verwende am besten spezielles Klebeband zum Bilderbefestigen, denn das bekommst du ohne Rückstände von den Wänden ab. Du kannst die Bilder unsichtbar mit mehreren Klebestreifen auf der Rückseite an der Wand befestigen. Etwas auffälliger ist buntes Washi-Tape, das du über die Ecken deiner Bilder klebst. Das Tape hinterlässt, genauso wie Malerkrepp, keinen Klebefilm und lässt sich leicht von Papieroberflächen abziehen.

Bilder aufhängen mit Magnetfarbe

Grafik für Bilder aufhängen mit Magnetfarbe

Für alle, die gerne umgestalten und sich nicht festlegen möchten, ist Magnetfarbe eine super Lösung. Ruckzuck aufgetragen, kannst du Poster, Drucke, Postkarten und Fotos einfach mit Magneten anbringen. Trage die Farbe direkt auf einen Bereich an der Wand auf oder male ein großes Holzbrett an, das du an die Wand lehnst.

Wenn dir graue Magnetfarbe nicht gefällt, überstreiche sie in deiner Lieblingsfarbe – das gibt deiner Fotowand einen individuellen Look. Oder schmücke die Wand einfach mit individuellen Magneten.

Wie du goldene Magnete in angesagter Monsterablatt-Optik bastelst, erfährst du in unserem Beitrag Tropical Island: Monstera-Magnete selber machen.

Alles, was du zum Aufhängen deiner Bilder brauchst:

3. Bilderleisten aufhängen

Ein bisschen Bohren ist hier schon notwendig, aber wenn du die Bilderleiste erst einmal angebracht hast, kannst du auf den schmalen Leisten mehrere Bilder flexibel arrangieren.

Zwei untereinander angebrachte Bilderleisten mit verschiedenen gerahmten Bildern

Für eine Gallery Wall befestigst du am besten gleich mehrere Leisten übereinander an deiner Wand. Die Motive deiner Bilderwand kannst du so nach Belieben austauschen und neu sortieren, ohne dafür neue Nägel in die Wand zu schlagen.

Wenn du lieber die Breite des Raumes betonen möchtest, bringe mehrere Leisten auf gleicher Höhe nebeneinander an. Besonders schön wirkt das in schlauchartigen Fluren oder über einem langen Sofa. Eine weitere Variante: eine unscheinbare Bilderleiste direkt unter der Decke befestigen, an der du dann deine Bilderrahmen an dünnen Nylonfäden einhängst.

4. Leinwände aufhängen

Du malst gerne auf Leinwänden und willst deine selbstgemalten Kunstwerke aufhängen? Mit diesen Tricks bringst du deine Leinwände im Handumdrehen an die Wand.

Charles Eames Schaukelstuhl in Weiß vor Wand mit verschiedenen aufgehängten Bildern

Leinwände aufhängen mit Nägeln

Wenn es unkompliziert und schnell gehen muss, hängst du deine Leinwand am besten an langen Nägeln auf. Nimm dir hier wieder deine Wasserwaage zur Hilfe und markierte die Stellen mit einem Bleistift. Sind die Nägel erst einmal in der Wand, kannst du dein Bild an der oberen Kante des Keilrahmes aufhängen.

Leinwände aufhängen mit Bildaufhängern

Eine weitere Variante sind Bildaufhänger, die du an der Rückseite des Rahmens anschraubst oder mit Nägeln befestigst. An den kleinen Metallplatten rasten die Nägel an der Wand ein und sitzen mit den Nagelköpfen fest, sodass deine Bilder nicht herunterrutschen oder wackeln.

Selbstklebende Keilrahmenaufhänger

Wenn du auf Bohrer und Nägel verzichten möchtest, greifst du am besten zu selbstklebenden Keilrahmenaufhängern. Klebe sie auf die zuvor gesäuberten Stellen an der Wand und lege den Keilrahmen dann auf der schmalen Fläche ab.

5. Bilder anbringen an weichen Wänden und Leichtbauwänden

Deine Wände wollen einfach nicht wie du? Weiche Wände können eine Herausforderung sein. Bevor das Loch immer größer wird und du zu Spachtelmasse greifen musst, erfährst du hier, was es bei unterschiedlichen Untergründen zu beachten gibt.

  • Wand auf Leitungen überprüfen: Leitungen verlaufen in Altbauten oft kreuz und quer. Wenn du zum Bohrer greifen musst, solltest du vorher mit einem Detektor prüfen, ob an den Stellen Leitungen verlaufen.
  • Mehrere Nägel verwenden: Je mehr Nägel du vorsichtig in die Wand schlägst, desto besser verteilt sich das Gewicht des Bilderrahmens.
  • Wände aus Gipskarton: Oft sind Zwischenwände aus dünnerem Gipskarton gefertigt, in denen Nägel schlecht halten. Hier lieber harte und längere Stahlnägel (mind. 3 cm) verwenden, die für mehr Stabilität sorgen.
  • Wände aus Gipsputz: Du kannst auch gleich zur klebenden Variante greifen, damit dein Nagel die eh schon poröse Schicht nicht aufbricht.

6. Bilder an Dachschrägen anbringen

Eine Dachwohnung ist herrlich gemütlich – und du musst nicht auf tolle Wanddeko verzichten. Hier erfährst du, wie deine Poster und Bilder auch an schrägen Wänden halten.

  • Bilder ohne Rahmen: Leichte Bilder wie Poster oder Drucke kannst du meist schon mit ein paar Stecknadeln an der Tapete befestigen. Damit die Poster nicht durchhängen, setze pro Seite mehrere Nadeln ein. Oder du befestigst an der Rückseite der Poster ein paar Streifen doppelseitiges Klebeband.
  • Bilder mit Rahmen: Speziell für Dachschrägen gibt es Bilderhaken-Sets, die mit Spezialschlüsseln, Zacken- und Wandaufhängern sowie Sicherungsplatten ausgestattet sind. Damit lassen sich auch schwerere Bilderrahmen an schrägen Wänden sicher und fest montieren.
  • Bilderleisten: Mit zwei parallel angebrachten Bilderleisten schaffst du eine Halterung, in die du passgenaue Bilderrahmen einfach einschieben kannst. Bei dieser Variante kommst du allerdings kaum am Griff zur Bohrmaschine vorbei.

7. Tipps für Höhe, Anordnung und Gewicht deiner Bilder

  • Gewicht: Je schwerer das Bild, desto stärker muss die Halterung ausfallen. Wenn du mehrere Nägel verwendest, verteilt sich das Gewicht gleichmäßiger. Bilder ohne Rahmen halten meist auch schon mit Klebeband. Bei mehr als 10 kg Gewicht solltest du die Bilderrahmen mit Bohrlöchern und Schrauben aufhängen.
  • Höhe: Überlege, aus welcher Position du die Bilder am häufigsten anschaust. Das bestimmt die ideale Höhe beim Aufhängen. Wenn du deine Bilder vom Sofa aus betrachtest, müssen sie deutlich niedriger hängen, als im Flur. Auf Augenhöhe ist in den meisten Fällen ideal.
  • Viele Hände, schnelles Ende: Zu zweit arbeitet es sich besonders bei großen und schweren Bildern besser und auch sicherer.
  • Bilderleuchten einsetzen: Mit Bilderleuchten kannst du deine Bilder effektvoll beleuchten. Dabei müssen es nicht nur die großen Bilder sein, auch kleinere Modelle kommen mit etwas Licht ganz groß raus.