Beleuchtung

Flurbeleuchtung – Tipps für einladendes Licht im Flur

Herzlich willkommen! Der Flur ist meistens das Erste, was wir sehen, wenn wir unser Zuhause betreten. Ausgestattet mit dem richtigen Licht, heißt er dich und deine Gäste gebührend willkommen.

1. Schmale, lange Flure beleuchten

Skandinavischer Einrichtungsstil Minimaltisch Clean
Helles Licht und helle Farben lassen einen schmalen Flur gleich breiter wirken.

Herausforderung:
Schmale Flure wirken oft langgezogen und schlauchförmig – und damit wenig wohnlich. Mit ein paar einfachen Tricks bei der Beleuchtung schaffst du es jedoch, diesem Effekt entgegenzuwirken.

Lösung:
Widerstehe der Versuchung, Lichtschienen und längliche Leuchten in Laufrichtung des schmalen Flurs auszurichten. Das unterstreicht zusätzlich seine Länge. Besser: Quer angebrachte Deckenleuchten durchbrechen die Schlauchform und lassen deinen Flur breiter wirken.

Mehrere Wandleuchten, die horizontal auf einer Linie angebracht sind, betonen die Flucht des Raumes zusätzlich und ziehen ihn optisch in die Länge. Besser: Die Leuchten auf mehreren Ebenen anbringen. Einzelne Lichtquellen auf verschiedenen Höhen – etwa an der Garderobe, auf einem kleinen Beistelltisch und dem Boden – durchbrechen die Fluchtperspektive und stauchen den Raum optisch.

Ausrufezeichen
Statte deine Leuchten im Flur mit Leuchtmitteln in unterschiedlicher Helligkeit aus. Dadurch verleihst du deinem Flur Struktur und verstärkst den Eindruck der Räumlichkeit.
Deckenleuchten für einladendes Licht im Flur:

2. Einen verwinkelten Flur beleuchten

Grau Weiß Holz Flur
Mit der passenden Beleuchtung wirkt auch ein L-förmiger Flur hell und einladend.

Herausforderung:
In verwinkelten und L-förmigen Dielen wirft das Licht schnell Schatten und es entstehen dunkle Winkel, die den Flur optisch verkleinern.

Lösung:
Achte bei einem verwinkelten Grundriss darauf, dass kein Teil im Flur unbeleuchtet bleibt. Wenn du nicht genug Anschlüsse für mehrere Deckenleuchten hast, entscheide dich stattdessen für ein flexibles Seilsystem. Es lässt sich einfach um die Winkel herumführen und individuell ausrichten. Richte die einzelnen Strahler so aus, dass sie einzelne Bereiche hervorheben und jede Ecke erfassen.

Ein großer Spiegel kann ein wahres Raumwunder sein. Einerseits erweitert er optisch den Raum. Andererseits bringt er, richtig ausgerichtet, auch in dunkle Ecken Licht. Wenn du ihn gegenüber einer Tür oder neben einer Wandleuchte aufhängst, schafft allein die Reflexion Helligkeit – und das ganz ohne zusätzliche Leuchtmittel.

3. Die Treppe beleuchten

Flur mit Treppenaufgang, offenen Wandboards und Spots an der Seite
Wandspots am Treppenaufgang spenden nicht nur schönes Licht, sie sorgen auch für Sicherheit.

Herausforderung:
Damit du auf deiner Treppe nicht ins Stolpern kommst, ist eine ausreichende Beleuchtung besonders wichtig. Entscheide dich neben der allgemeinen Deckenbeleuchtung noch für zusätzliche Lichtquellen an der Treppe. Sie weisen dir vor allem nachts den Weg.

Lösung:
Wenn die Treppe direkt an einer Wand liegt, greifst zu Wandleuchten und Spots. Nach unten ausgerichtet erfassen die Strahler gleich mehrere Stufen auf einmal. Eine dezentere Lösung sind Wandeinbauleuchten, die du auf Stufenhöhe entlang der Treppe montierst. Sie erhellen den Trittbereich, ohne dabei zu blenden – perfekt, wenn du in der Nacht nicht so viel Licht machen willst. Für eine gute Strukturierung der Treppe setzt du die Leuchten in einem Abstand von fünf Stufen – mindestens aber am Anfang und am Ende der Treppe.

Für frei stehende Treppen eignen sich LED-Lichtleisten, die du quer an der Unterkante der Stufen anbringst. Mit ihnen beleuchtest du jede einzelne Stufe und setzt deine Treppe auch noch toll in Szene. Die LED-besetzten Stripes lassen sich einfach kürzen, du kaufst sie mit einem Netzteil. Per Fernbedienung schaltest du sie immer dann an, wenn du das Licht an der Treppe brauchst.

Wandleuchten, Spots und LEDs für den Flur:

4. Praktische Beleuchtungstipps für jeden Flur

Warmweiße Lichtquellen machen deinen Flur einladend und gemütlich.
  • Ausreichend Lichtquellen: Wie in jedem anderen Raum gilt auch im Flur: je größer, desto mehr Lichtquellen. Orientiere dich an der Faustregel: ca. 100 Lumen pro Quadratmeter. Eine 40-W-Glühbirne hat etwa 415 lm und reicht damit für ca. 4 m² Flur.
  • Mehrere Lichtschalter: Idealerweise befindet sich neben jeder Tür im Flur ein Lichtschalter an der Wand. Wenn nötig, ergänze Leuchten mit einem eigenen Kippschalter. So hast du immer ein Licht zur Hand.
  • Bewegungsmelder: Noch einfacher geht es, wenn sich das Licht ganz automatisch anschaltet. Viele Bewegungsmelder lassen sich mit deinen Leuchten und LEDs im Flur kombinieren. Es gibt aber auch batteriebetriebene LED Nachtleuchten mit Bewegungsmelder und solche, die du einfach in die Steckdose steckst.
  • LEDs: Da das Licht im Flur häufig an- und ausgeschaltet wird und vielleicht auch mal etwas länger brennt, nutze energiesparende LED-Technik. LEDs haben darüber hinaus den Vorteil, dass sie sofort mit voller Helligkeit strahlen und nicht wie Energiesparlampen erst ihre volle Leuchtleistung aufbauen müssen.
  • Lichtfarbe: Neben der Helligkeit eines Leuchtmittels (Lumen), kannst du auch noch die Lichtfarbe wählen. Eine warmweiße Lichtfarbe entspricht etwa 2700 bis 3000 Kelvin.