Taille vs. Tunika

14. April 2017 | von

Taille versus Tunika: Ich habe meine Figur wiedergefunden!

Ich war immer schon ein bisschen rund geraten. Als Kind. Als Teenager. Als Erwachsene. Immer fand ich mich viel zu dick. Heute mit dem Abstand meiner 51 Jahre denke ich: Was für ein Unsinn! Ich hatte eine richtige gute Figur.

Vor allen Dingen hatte ich eine Taille.

Dann kamen ein, zwei, drei Kinder. Danach die beginnenden Wechseljahre. Plus ein paar Pfunde extra. Und plötzlich hatte ich statt Taille Bauchspeck. Über den Rand der Jeans rollten sich kleine – oder eher größere – Fettpölsterchen und machten das Tragen von engen oder auch nur anliegenden Tops schier unmöglich. Oder zumindest wenig vorteilhaft. Beim Bücken war da plötzlich ein Bauch und die Silhouette in schmalen Kleidern … ach, lassen wir das.

Plus-Size-Taille

Es war ein Trauerspiel. Und es wurde dadurch noch trauriger, dass ich in die Tunika-Falle tappte. Ich wählte „figurumspielende“ Outfits, sehr lose Oberteile, kastenartige Tuniken, weite Zelte – um das zu überdecken, was mir abhanden gekommen war: meine Taille. Doch damit geriet ich nur vom Regen in die Traufe. Mehr Figur? Pustekuchen! Eher sah ich aus wie ein wandelndes Beduinenzelt mit schlechter Laune.

Bis mich eine befreundete Modebloggerin zur Seite nahm. Warum ich mich denn immer in Tuniken verstecken und nicht mehr von meiner Figur zeigen würde!? Wäre doch alles da: Busen, Hüften, ja, auch Bauch – aber doch auch eine Taille! Vielleicht nicht mehr ganz die der Sanduhrfigur meiner Zwanziger und Dreißiger. Aber doch immer noch sehr erkennbar.

Erst traute ich mich nicht, zu sehr hatte ich mich schon ans Verstecken gewöhnt … aber dann siegte doch der Widerspruchsgeist in mir. Viel zu lange hatte ich mir von diesem Bauch mein Leben und meine Mode diktieren lassen! Pah, dann hatte ich halt Bauch! So, what?

Lieber ein paar Pölsterchen zeigen, als die nächsten 30 Jahre in unsäglichen Walleklamotten durch die Gegend zu laufen!

Taille einer Plus-Size-Frau

Natürlich musste ich dafür meine Komfortzone verlassen. Es kostete mich durchaus Mut, die wallenden Tunikazelte beiseite zu räumen. Und es gibt immer noch genug Tage und Gelegenheiten, in denen ich mich lieber in einer weiten Bluse verstecke. Aber immer häufiger blitzt meine Taille durch und gibt mir ein ganz anderes, bewusstes und sogar stolzes Körpergefühl. Es fühlt sich einfach gut an, sich nicht zu verstecken, sondern zu sich selbst zu stehen!

Vielleicht ist das ja auch für Dich eine Idee? Probier’s doch einfach mal aus!

Fotos © Anette Mayerhofer

Letzte Kommentare (4)

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Senta
Mittwoch, 20. Dezember 2017, 9:36 Uhr

Grundsätzlich Zustimmung, die Rocklänge ist auch gut gewählt. Allerdings empfinde ich auf den Bildern mit der weißen Bluse und dem dunkelblauen Rock den Oberkörper etwas kurz. Der Gesamteindruck bekommt dadurch etwas gedrungenes. Mein Vorschlag wäre, ein ebenso langes, figurbetontes Kleid in einer Farbe und dazu einen breiten, etwas tiefer sitzenden Hüftgürtel, der auch gerne auffällig sein darf und ebenfalls den Blick auf die Taille lenkt, allerdings ohne diese einzuschnüren. https://i.pinimg.com/736x/c3/ac/68/c3ac689d02719398d5c97adaa04e65ff.jpg

Der Werkstatter
Montag, 4. Dezember 2017, 15:00 Uhr

Ich sehe nur eine wunderschöne Frau mit einer Traumfigur…. Ein Fest für meine Augen!

lola
Freitag, 24. November 2017, 7:56 Uhr

wenn ich auf das Outfit (Rock) klicke bekomme ich leider einen Plissee Rock. Wo kann man den dunkelblauen Rock auf dem Bild denn kaufen

Sonntag, 16. April 2017, 10:42 Uhr

Ganz wunderbar Susi!
Ein tolles Outfit!
LG
Anja