Kaufberatung Dreiradscooter
Mobilität und Körpertraining in einem
Es ist schönes Wetter und du beschließt, einen Wochenendspaziergang im Park zu machen. Während du dir deine Jacke anziehst, holt dein Sohn begeistert seinen Dreiradscooter aus dem Flur. Seitdem er regelmäßig damit fährt, hat sich sein Gleichgewichtsgefühl deutlich gebessert. Kurze Zeit später düst er schon im Slalom um die Mülleimer im Park, fährt kleine Hügel hinauf und wieder herunter und zieht seine Kreise. Was Kinder mit Dreiradscootern noch alles lernen und wie du das passende Modell findest, liest du hier.
Inhaltsverzeichnis
> Mit Spaß und Körpereinsatz unterwegs
> Unterschiede auf drei Rädern: Diese Varianten gibt es
> Darauf solltest du beim Kauf von Dreiradrollern achten
> So findest du den passenden Dreiradscooter
> Fazit: Gleichgewichtstraining und Spaß mit drei Rädern
Mit Spaß und Körpereinsatz unterwegs
Kinder sind gerne auf Rädern unterwegs. Nach dem Bobbycar kann ein Laufrad oder der Dreiradscooter die nächste Stufe sein. Im Vergleich zu einem Cityroller für Kinder hat ein Dreiradscooter ein Rad mehr. Gerade kleinen Kindern fällt es deswegen mit dem Scooter leichter, das Gleichgewicht zu halten. Kinder mit Gleichgewichtsstörungen können mit den dreirädrigen Kinderrollern spielerisch ihren Gleichgewichtssinn trainieren. Durch die drei Räder kippen sie nicht so leicht und können den gleichen Fahrspaß genießen wie andere Kinder.
Unterschiede auf drei Rädern: Diese Varianten gibt es
Dreiradscooter gibt es in verschiedenen Varianten. Wir stellen dir hier zwei gängige und sehr beliebte Modelle vor.
Kinderscooter
Kinderscooter sind im Grunde Cityroller mit drei Rädern. Weil sie etwas stabiler stehen und weniger kippanfällig sind, sind sie für Kinder gedacht, die nicht oder noch nicht so gut das Gleichgewicht halten können. Damit sind Dreiradscooter gute Einstiegsgeräte. Die meisten Kinderscooter sind schön farbenfroh oder haben sogar tolle Lichteffekte. Da die Roller oft aus sehr leichtem Aluminium sind, können schon Kinder ab drei Jahren mit ihnen umgehen. Beachte dabei die Herstellerangaben. Die direkte Aufsicht von Erwachsenen und das Tragen von Fahrradhelm und Protektoren sind bei jedem Alter Voraussetzung.
Sitzscooter
Sitzscooter, auch Drifter, Hovercarts oder Hover-Gokarts genannt, sind dreirädrige Fahrzeuge für Kinder ab vier Jahren und für Erwachsene. Du sitzt in einem bequemen Planensitz, stellst zum Fahren deine Füße auf die Lenkstange und winkelst dabei die Knie leicht an. Du fährst und lenkst mit deinen Füßen und der Verlagerung des Körpergewichts, wodurch sich das dritte Rad in einem kleinen Halbkreis bewegt und dir Schwung gibt. Wegen ihres niedrigen Schwerpunkts können diese Modelle kaum kippen, was sie sehr sicher macht. Weil du damit aber Geschwindigkeiten über 20 km/h erreichen kannst, solltest du auch hier Schutzkleidung tragen.
Darauf solltest du beim Kauf von Dreiradrollern achten
Dreiradroller unterscheiden sich in einigen Details. Welche das sind und auf was du bei deiner Auswahl achten solltest, liest du hier.
Das Kugellager
Die Qualität der Rollen wird von vielen Herstellern mit der ABEC-Norm definiert. Je höher die ABEC-Zahl, desto besser ist das Kugellager der Rollen und desto leichtgängiger sind die Räder. Mit guten Kugellagern fährst du mit weniger Kraftaufwand und rollst leichtgängiger. Wir empfehlen mindestens ein ABEC-5-Kugellager.
Tipp: Bei den Rollen handelt es sich meistens um PU-Rollen, also pflegeleichte, robuste Kunststoffrollen.
Eigengewicht und Transport
Das Eigengewicht der Roller sollte möglichst gering sein. So kannst du ihn einfacher tragen. Viele Modelle unter den klassischen Dreiradrollern haben einen praktischen Klappmechanismus. So kannst du sie leichter tragen, wegstellen oder in den Kofferraum packen. Einfache Dreiradscooter wiegen zwischen 3 und 4 kg, Sitzscooter sind etwa 1 kg schwerer.
Belastbarkeit
Das zulässige Höchstgewicht des Fahrers gibt an, für welche Personen der Scooter geeignet ist. Kinderroller haben meistens ein zulässiges Höchstgewicht von 60 kg, bei Sitzrollern liegt es bei 75 kg oder mehr. Ein überladener Dreiradscooter fährt weniger gut, belastet die Rollen und ist nicht mehr sicher.
Handgriffe und Lenker
Um auch im Sommer und mit schwitzigen Händen einen guten Grip zu haben, solltest du auf gummierte Griffe achten. Eine gute Alternative sind Griffe aus Silikon, die oft etwas weicher und sehr angenehm zu umfassen sind. Damit dein Kind lange Freude an seinem Roller hat, sollte der Lenker höhenverstellbar sein. Auf diese Weise wächst er mit. Der Lenker sollte sich etwa auf Hüfthöhe befinden. Sitzscooter kannst du grundsätzlich für deine Größe passend einstellen.
Spezielle Effekte
Manche Kinderscooter haben ansprechende Lichteffekte. Dreiradscooter mit LEDs laden sich in der Regel durch die Bewegung der Räder selbst auf und leuchten dann in RGB-Farben. Kinder freuen sich über dieses schicke Extra und es sorgt außerdem dafür, dass das Kind gut gesehen wird, zum Beispiel auf dem Schulweg.
So findest du den passenden Dreiradscooter
Die Auswahl unter den Dreiradscootern ist groß. Damit du dennoch ganz einfach den Scooter findest, der zu deinen Bedürfnissen passt, gibt es hier ein paar Empfehlungen.
Für kleine Kinder ab drei Jahren
Mit einem recht guten Gleichgewichtssinn und unter Aufsicht eines Erwachsenen können Kinder ab drei Jahren einen Dreiradscooter ausprobieren. Es gibt aber auch spezielle Sitzroller im Kleinformat, die extra für dieses Alter gedacht sind. Dank verstellbarer Lenkstange wachsen solche Sitzscooter mit. Dreiradscooter kosten zwischen 70 und 80 €, Sitzscooter für dieses Alter liegen bei etwa 90 €.
Für Kinder mit Gleichgewichtseinschränkungen
Hat dein Kind aufgrund einer Behinderung oder Entwicklungsverzögerung Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten, oder nicht so viel Kraft in den Beinen, kann es Spaß an einem Sitzscooter haben. Damit kann es Koordination und Muskeln trainieren und braucht lediglich selbstständig zu sitzen. Diese Modelle kosten um die 130 €.
Für sportliche Erwachsene
Für Kinder ab sieben Jahren und für sportliche Erwachsene, die gerne Tempo machen und enge Kurven nehmen wollen, sind spezielle Sitzscooter gedacht. Drifter sind wendig und erlauben dank stark beweglicher Hinterachse auch gewagtere Lenkmanöver. Das Fahren mit einem solchen Scooter ist ein tolles Ganzkörpertraining und fördert die Geschicklichkeit. Preislich liegen die meisten Modelle bei 140 € oder etwas mehr.
Fazit: Gleichgewichtstraining und Spaß mit drei Rädern
Dreiradscooter sind Cityroller oder Drifter mit drei Rädern. Sie erfordern weniger Gleichgewichtssinn vom Fahrer, bringen aber genauso viel Spaß.
- Für kleine Kinder ab drei Jahren sind bunte Dreiradscooter oder altersgerechte Sitzscooter geeignet. Sie kosten zwischen 70 und 90 €.
- Für Kinder mit Gleichgewichtsschwierigkeiten empfehlen wir Sitzscooter. Preislich liegen diese bei etwa 130 €.
- Für sportliche Erwachsene und Kinder ab sieben Jahren gibt es sportliche Drifter. Damit kannst du auch Kurven enger nehmen. Kostenpunkt: etwa 140 €.