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Für mehr Sicherheit: unser Chemikalien-Management

Wir alle kaufen uns gerne mal etwas Neues zum Anziehen. Doch wie entsteht eigentlich das leuchtende Rot deiner Bluse? Oder der wasserabweisende Stoff deiner Regenjacke? Die Antwort lautet: durch Chemikalien. Sie spielen für Herstellungsprozesse eine wichtige Rolle, denn zum Beispiel beim Färben, Waschen oder Bedrucken kommen viele unterschiedliche Arten von Chemikalien zum Einsatz. Einige können jedoch, z.B. bei nicht fachgerechter Handhabung, Lagerung oder Entsorgung, zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden. Durch verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung des Chemikalien-Management möchten wir und die gesamte Otto Group die Natur und die Fabrikarbeiter*innen schützen. Wie? Das erfährst du hier.

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Transparenz in der Lieferkette 
Trainings vor Ort
Verbot gefährlicher Chemikalien
Gemeinsam mehr erreichen

Transparenz in der Lieferkette

Wie viele andere Handelsunternehmen auch verfügen wir über keine eigenen Produktionsstätten. Die Wertschöpfungskette von Textilien ist jedoch oft komplex und reicht über mehrere Kontinente. Umso wichtiger, dass wir mit unseren Geschäftspartnern eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen, um einen maximalen Einblick in die gesamte Lieferkette zu bekommen und zu wissen, mit welchen Fabriken sie genau zusammenarbeiten. Denn bei der Verarbeitung und Fertigung von Vorprodukten insbesondere bei der Nassveredelung (Färben, Waschen oder Bedrucken) findet der größte Chemikalieneinsatz statt. Durch vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen erhöhen wir auch unseren Einfluss auf die Arbeitsweisen in den Fabriken. Wir möchten das Verständnis bei unseren Geschäftspartnern – insbesondere bei den Fabriken mit Nassveredelungsprozessen – für Risiken im Umgang mit Chemikalien schärfen.

Trainings vor Ort

Mit unserem Qualifizierungsprogramm »EMPact detox« unterstützen wir unsere Geschäftspartner und Fabriken kostenlos vor Ort. Das Programm hat zwei Schwerpunkte: In mehrtägigen Schulungen lernen die Arbeiter*innen und das Fabrikmanagement die Grundlagen eines guten Chemikalien-Managements und schärfen ihr Bewusstsein über die Auswirkungen dessen. Wir vermitteln, dass ein richtiger Umgang mit Chemikalien und ein systematisches Management eine positive Wirkung für die Umwelt und die Gesundheit der Arbeiter*innen hat und es dadurch z.B. zu weniger Arbeitsunfällen oder Zusatzkosten durch Wasseraufbereitung kommt.

Ebenso wird das Know-how für sinnvolle Verbesserungsmaßnahmen ausgebaut, wie z. B. eine sichere Lagerung, Handhabung und ein umweltfreundlicheres Abfallmanagement. Dabei gehen wir bei Trainings vor Ort immer auf die spezifischen, lokalen Begebenheiten ein.  Mit Hilfe von Analyse-Tools haben wir einen guten Überblick, welche Fabriken an unseren Trainings bereits teilgenommen und was sie verbessert haben. So können potenzielle Quellen gefährlicher Chemikalien identifiziert und die Einhaltung unserer Anforderungen überprüft werden.

Schau dir in diesem Video an, welche Fortschritte die Fabriken in Pakistan mit Hilfe von »EMPact detox» gemacht haben:

 

Verbot gefährlicher Chemikalien

Gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien sind gesetzlich verboten und dürfen weder verwendet noch in unseren Produkten enthalten sein.

Durch chemische Produktions- und Produktvorgaben für unsere Lieferanten sowie systematische Produktprüfungen stellen wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicher und probieren bereits im Produktionsprozess auf schädliche Chemikalien zu verzichten.

Seit Januar 2020 verbieten wir zusätzlich den Einsatz von Per- und Polyfluorierte Chemikalien (PFC) in textilen Accessoires und in der Bekleidung unserer Eigen- und Lizenzmarken. Sie werden hauptsächlich bei Sport- und Outdoorbekleidung genutzt, um Stoffe wasser-, schmutz- und ölabweisend zu machen. Das Problem: Die Chemikalien können von Organismen wie dem menschlichen Körper aufgenommen werden und sich in den Organen anreichern mit teilweise schädlichen Auswirkungen. 

Die Herausforderung lag für uns darin, PFC-freie Stoffe zu finden, die nicht schädlich für die Umwelt und Gesundheit sind, jedoch den gleichen Anspruch an Funktionalität mitbringen. Das ist uns gelungen!

Gemeinsam mehr erreichen

Der Einfluss eines einzelnen Unternehmens reicht oft nicht aus, um Veränderungen zielgerichtet anzustoßen. Als Mitglied des Bündnis für nachhaltige Textilien, das von der deutschen Bundesregierung initiiert wurde, setzen wir uns gemeinsam mit anderen Mitgliedern für eine Verbesserung des Chemikalien-Managements in der Textilindustrie ein. Durch einheitliche Standards, eine gemeinsame Sprache und ein geschlossenes Auftreten in den Produktionsländern können wir eine größere Wirkung erzielen als allein. Wir haben den Anspruch, tragfähige Branchenlösungen zu entwickeln, die von den Textilunternehmen, der Politik und Nicht-Regierungsorganisationen gleichermaßen getragen werden.

Mach auch du mit und achte bei deinem Kauf auf das Siegel »Made in Green by Öko-Tex«. Es kennzeichnet Produkte aus schadstoffgeprüften Materialien, die in umweltfreundlichen Betrieben sowie unter sicheren und sozialverträglichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Anhand der eindeutigen Produkt-ID kannst du die Herstellung des Produktes sogar über die gesamte Produktionskette zurückverfolgen.  

Weiterhin kannst du Chemikalien wie PFC vermeiden, indem du unter anderem auf das Siegel »Bionic Finish Eco« achtest und dir vor dem Kauf einer Funktionsjacke überlegst, wofür du diese einsetzen möchtest. Leichte Jacken mit einer sogenannten Wassersäule von 1300 mm sind laut EU-Norm für Schutzkleidung bei Regen bereits wasserdicht. Gelegentliche Freizeitwanderer benötigen keine teuren Jacken mit hoher Wassersäule. Hier reichen schon 3000 mm völlig aus. Und das Risiko, dass schädliche PFC enthalten sind, sinkt.   
  
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