Tag der Wassermelone: So baut ihr sie selbst an

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Tadaaa!! Endlich ist er da. Der Tag. DER Tag! Ja, welch­er denn? Genau, der Tag der Wasser­mel­one! Gibt’s ja nicht, war der erste Gedanke. Doch, gibt es.

Klug gewählt, fällt der Ter­min für den Tag der Wasser­mel­one direkt in den Som­mer. Denn im Som­mer ist es natür­lich aus­nahm­s­los immer heiß. Tiefe­nentspan­nt aalt man sich auf einem Lieges­tuhl im Halb­schat­ten, die Son­nen­brille auf der Nase und einen schö­nen Schmök­er in der Hand. Was fehlt da noch? Natür­lich ein läs­siges Stück Wasser­mel­one – ein­mal reinge­bis­sen und schon durch­flutet ein wohliger Schauer unsere erhitzten Kör­p­er.

Wassermelone selber anbauen – so geht´s:

Da blitzt mir als re:BLOGGER natür­lich der Gedanke auf: Muss eine Wasser­mel­one eigentlich immer importiert wer­den und einen lan­gen Weg zurück­le­gen, bis sie bei mir auf meinem Lieges­tuhl und anschließend in meinem Mund lan­det? Nein. Muss sie nicht. Ihr kön­nt sie auch selb­st anbauen und deswe­gen haben wir hier ein paar Tipps für euch, was ihr dabei beacht­en müsst. Und so baut ihr Wasser­mel­o­nen selb­st an:

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© Foto­lia – wiz­da­ta

Das Saatgut

Wichtig ist natür­lich qual­i­ta­tiv hochw­er­tiges Saatgut. Aus Sven­das Beitrag über Bohnen wis­sen wir, dass man Bio-Samen zum Beispiel auch online bei Dreschflegel bestellen kann. Und siehe da, dort gibt es auch Wasser­mel­o­nen­samen. Natür­lich kön­nt ihr auch die Kerne aus ein­er Wasser­mel­one nehmen, die ihr selb­st ver­speisen wollt. Ein­fach raus­friemeln, gut trock­nen lassen und bis zur Aus­saat trock­en lagern. Ver­schim­melte Samen sind näm­lich nicht mehr keim­fähig.

Vorziehen

Bevor man die Mel­o­nenpflanze in die Frei­heit oder ins Gewächshaus entlässt, zieht man sie am besten in einem Topf in warmer Umge­bung vier Wochen lang vor. Ein­fach die Samen ca. ein bis zwei Zen­time­ter tief in Anzuch­ter­de drück­en und mit lauwar­men Wass­er begießen. Klar­sicht­folie drüber und ab an einen hellen und war­men Ort. Tipp: Die Boden­tem­per­atur ist bei dem Anpflanzen von Mel­o­nen wichtiger als die Raumtem­per­atur und sollte auch nachts nicht unter 18 Grad fall­en. Stellt das Töpfchen z. B. auf die Heizung. Die Erde muss nun immer feucht gehal­ten wer­den. Ver­mei­det aber unbe­d­ingt Staunässe!

Wenn nach ca. zehn Tagen die Mel­o­nenkeim­linge sicht­bar wer­den, kön­nt ihr die Folie ent­fer­nen.

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© Foto­lia – nop

Ab in die Freiheit

Sind die kleinen Pflänzchen kräftig genug, ab mit ihnen in die Frei­heit. Die Wurzeln sind ziem­lich empfind­lich, seid also ganz vor­sichtig. Wenn ihr die Mel­o­nen im Som­mer einpflanzt, ist der Boden warm genug, anson­sten bleibt euch nur das Gewächshaus. Im Frei­land müsst ihr darauf acht­en, die Pflanzen nicht sofort der prallen Sonne auszuset­zen. Damit das Wass­er gut ablaufen kann, sollte der Boden schön lock­er sein, und leicht sauer. Ein ide­al­er pH-Wert liegt zwis­chen 6,2 und 6,5. Dün­gen kön­nt ihr die Pflanzen mit Kom­post.

Beim Gießen müsst ihr auf­passen, dass ihr kein zu kaltes Wass­er benutzt – fangt z. B. Regen­wass­er auf und lasst es in der Sonne ste­hen, dann ist es schnell mal lauwarm. Achtet auch hier wieder darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Wenn ihr eure Mel­o­nen im Gewächshaus anpflanzt, müsst ihr während der Blütezeit das Fen­ster oft und lange geöffnet lassen, damit die fleißi­gen Bienen ihrer Arbeit nachge­hen kön­nen.

And … Action!

Klopf, klopf. Das Klopfgeräusch ver­rät, ob eure Mel­one reif für die Ernte ist. Je tiefer der Sound, desto höher die Fruchtreife. Und fruchtig duften sollte sie natür­lich auch schon! Lasst bei der Ernte den Fruch­tansatz (Sten­gel) an der Mel­one, dann hält sie sich länger.

Salat mit Melone, Fetakäse und Rucola

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© Foto­lia – Africa Stu­dio

Und wenn ihr nicht so lange warten wollt, bis eure Wasser­mel­one endlich reif ist, haben wir hier noch einen kleinen Rezeptvorschlag, den ihr auch jet­zt schon aus­pro­bieren kön­nt.

Für ca. vier Portionen erfrischenden Sommersalat braucht ihr: 

  • 600 Gramm Frucht­fleisch von ein­er roten Wasser­mel­one (am besten gut gekühlt)
  • 300 Gramm Rucola-Salat
  • 300 Gramm Feta-Käse
  • ein paar Cherry-Tomaten
  • frische Kräuter, z. B. Oregano oder Thymi­an
  • geröstete Son­nen­blu­menkerne
  • schwarzen Pfef­fer und etwas Salz
  • etwas Olivenöl und Essig

Ent­fer­nt die Kerne aus dem Frucht­fleisch der Mel­one. Schnei­det das Frucht­fleisch und den Schaf­skäse in mundgerechte Wür­fel. Den Rucola-Salat und die Tomat­en gründlich waschen, die Tomat­en anschließend hal­bieren. Richtet alles zusam­men auf einem Teller an und streut die Kräuter und gerösteten Son­nen­blu­menkerne darü­ber. Pfef­fer, Salz, Olivenöl und Essig dazu und fer­tig.

Tipp: Ganz beson­ders frisch wird es, wenn ihr noch ein paar Minzblät­ter hinzufügt. Guten Appetit! Und ein Hoch auf den Tag der Wasser­mel­one.

Noch mehr leckere Som­m­er­salate gibt´s übri­gens hier.

Titel­bild © Foto­lia – Lolo Stock

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Selbstversuch: Ein Monat ohne Plastik

| von 
„Wir sind Kinder des Plastik-Zeitalters.”
Werner Boote
Werner Boote spricht im Dokumentarfilm Plastic Planet von der Plastikzeit als Nachfolger der Stein-, Bronze- und Eisenzeit.  Plastik – eine Art von Kunststoff, die heutzutage allgegenwärtig in unserer Umwelt und selbstverständlich in unserem Alltag geworden ist. Es wird häufig mit Hygiene in Verbindung gebracht. Lebensmittel und Produkte sind in Plastik eingeschweißt oder Einwegartikel sind aus diesem Material. Dabei ist Plastik ganz schön schmutzig. Es wird aus Erdöl gewonnen, ein immer knapper werdender, fossiler Rohstoff. Bei dessen Förderung, Transport und Verwendung wird die Umwelt häufig verschmutzt. Dazu kommt, dass Plastik eine immense Halbwertzeit mitbringt: Bis zu…

Hallöchen, ich bin Christina. Ich wollte schon von klein auf die Welt retten. Und zwar die ganze. Zugegeben, das grenzt an Größenwahnsinn. Als ich älter wurde, beschloss ich, erstmal bei...

Zum Autor

Dienstag, 18. August 2015, 13:21 Uhr

Eine eigene Mel­one anbauen. Das ist der Hit. Wird den Kids bes­timmt die Sprache ver­schla­gen 🙂 Wie schnell wächst so eine Mel­one denn? Da ich kein Gewächshaus haben möchte, muss ich bedenken, wann ich die Saat einpflanze. Vielle­icht bess­er auf näch­sten Som­mer warten? LG Isa

    reblog2
    Donnerstag, 20. August 2015, 10:56 Uhr

    Liebe Isa,
    Mel­o­nen soll­ten unbe­d­ingt vorge­zo­gen wer­den. Am besten geeignet dafür ist zwar ein Gewächshaus; aber auch in einem Zim­mer ist dies möglich solange für eine aus­re­ichende Beleuch­tung und Wärme gesorgt wird. Mit der Anzucht begin­nt man ca. 4 Wochen vor dem Auspflanzen. Falls du noch mehr Infos brauchst wie man so eine Mel­one pflanzt, dann folge doch mal diesem Link. Dort find­est du noch mehr umfassende Tipps für den Anbau von Wasser­mel­o­nen.
    Liebe Grüße,
    das reBLOG- Team.

Mathias
Sonntag, 9. August 2015, 17:40 Uhr

Hal­lo, ich habe Wasser­mel­o­nen im Gewächshaus. Es bilden sich langsam auch kleine Früchte, allerd­ings bin ich am Über­legen ob ich die Pflanze – durch einkürzen der Triebe – an dem extremen aus­bre­it­en hin­tern kann.

Der Wasser­mel­one gehört mit­tler­weile fast das kom­plette Gewächshaus, alles andere muss langsam darunter lei­den 😉

    reblog2
    Donnerstag, 20. August 2015, 10:53 Uhr

    Hal­lo Math­ias,
    nor­maler­weise soll­test du die Triebe der Wasser­mel­one prob­lem­los einkürzen kön­nen.
    Wir selb­st haben zu dieser „Anbau-Frage“ die „Nieder­säch­sis­che Garte­nakademie“ kon­tak­tiert; Sie bietet einen Beratungs-Service – das soge­nan­nte „Gar­ten­tele­fon“ an. Soll­test du in Zukun­ft eventuell erneut Hobbygärtner-Tipps benöti­gen, find­est du HIER den Kon­takt. Ich hoffe das hil­ft dir bei dein­er Mel­o­nen­zucht weit­er.
    Liebe Grüße,
    Amelie aus dem reBLOG-Team.