Schluss mit Multitasking – für mehr Gelassenheit

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In diesem Artikel ver­rate ich, wie Du es schaffst, Stress zu reduzieren, pro­duk­tiv­er zu arbeit­en und mehr Zeit zu haben. Dafür musst Du Dich „nur“ daran gewöh­nen, Mul­ti­task­ing zu ver­mei­den! Unter Mul­ti­task­ing ver­ste­ht man das gle­ichzeit­ige Ver­richt­en mehrerer Auf­gaben.

Weniger Multitasking, mehr Gelassenheit

Alles verlangt nach Aufmerksamkeit

Wir sind in der Lage, zwei Dinge zur gle­ichen Zeit zu tun, solange eines davon im Hin­ter­grund passiert: Atmen und schlafen, Pop­corn essen und einen Film schauen, bügeln und Musik hören, gehen und reden. Doch längst ver­suchen wir auf der Arbeit wie auch in der Freizeit zwei oder mehrere kom­plexe Auf­gaben auf ein­mal zu erledi­gen. Kein Wun­der: Alles und jed­er ver­langt nach unser­er Aufmerk­samkeit: Smart­phones, Tele­fone, Com­put­er, Fernse­her, Kol­le­gen, Meet­ings, Kon­feren­zen, Fre­unde, Verabre­dun­gen und die 10.000 Gegen­stände, die jed­er Bun­des­bürg­er im Schnitt besitzt. Dieser „way of life“ ist nicht der einzige Grund, warum wir das tun und uns das antun. Wir denken, dass wir mit Mul­ti­task­ing effizien­ter und effek­tiv­er leben. Und wir hof­fen, dass wir damit unsere Angst, etwas zu ver­passen, eindäm­men kön­nen.

„Way of life“ und „way of lie“

Genau betra­chtet ist Mul­ti­task­ing nicht nur unser „way of life“, son­dern auch ein „way of lie“. Es ist näm­lich wed­er effizient noch effek­tiv. Was wir für echt­es Mul­ti­task­ing hal­ten, ist nur ein Wech­sel zwis­chen den ver­schiede­nen Auf­gaben. Unser Gehirn ist nicht darauf aus­gelegt, sich gle­ichzeit­ig auf mehrere Dinge zu konzen­tri­eren. Unsere Aufmerk­samkeit wird geteilt oder auf eine der bei­den Auf­gaben ver­lagert. Eine Studie im psy­chol­o­gis­chen Insti­tut der Uni­ver­si­ty of Utah hat gezeigt, dass das Unfall­risiko um das vier­fache steigt, wenn man während des Aut­o­fahrens tele­foniert. Die Reak­tions­fähigkeit entspricht dann der eines Angetrunk­e­nen mit 0,8 Promille Blutalko­hol.

Je kom­plex­er zwei Auf­gaben sind, desto schwieriger ist es, zwis­chen diesen hin und her zu sprin­gen. Wir ver­lieren nicht nur Zeit beim Wech­seln zwis­chen den Auf­gaben, son­dern auch weil wir uns jedes mal neu ori­en­tieren und rein­denken müssen. Laut Stu­di­en sind das bis zu 25 % mehr Zeit bei ein­fachen und bis zu über 100 % bei kom­plex­en Auf­gaben. Darü­ber hin­aus machen wir mehr Fehler, weil unser Gehirn der Dop­pel­be­las­tung nicht gewach­sen ist. Ich habe fest­gestellt, dass ich einen Artikel in der Hälfte der Zeit fer­tig bekomme, wenn ich ihn nicht im Multitasking-Modus ver­fasse. Selb­st wenn ich danach noch sequen­tiell E-Mails und WhatsApp-Nachrichten beant­worte, Tele­fonate führe, meine Social-Media-Kanäle bedi­ene und Nachricht­en aus aller Welt lese, kann ich rund zwei Stunden früher Feier­abend machen.

Was du gewinnst, wenn du Aufgaben nacheinander erledigst

„Wenn jed­er Men­sch in Deutsch­land eine Stunde am Tag ohne Unter­brechung dur­char­beit­en würde, bekä­men wir den größten Inno­va­tion­ss­chub aller Zeit­en“, hat der deutsche Psy­chologe Ernst Pöp­pel gesagt. Das scheint zu stim­men, wenn man betra­chtet, welche Vorteile es hat, Auf­gaben nacheinan­der zu erledi­gen:

  • Mehr Zeit, da die Auf­gaben ein Vier­tel bis ein Drit­tel schneller erledigt wer­den
  • Bessere Qual­ität
  • Weniger unerledigte Auf­gaben, denn je öfter man zwis­chen Auf­gaben wech­selt, desto eher schließt man welche nicht ab
  • Mehr Gelassen­heit und weniger Stress, was das Leben ver­längern kann
  • Bessere Beziehun­gen zu Kol­le­gen, Fre­un­den und zum Part­ner, da man mit diesen acht­samer umge­ht

5 Tipps, wie du dir das Multitasking abgewöhnst

Ich habe mich in den let­zten Monat­en eingeste­hend damit beschäftigt, wie man das Ver­hal­tens­muster Mul­ti­task­ing able­gen kann. Die fol­gen­den Tipps führen am schnell­sten zum Ziel:

  1. Bau Dir einen Bunker. Halte Dich von Ablenkung und Störung fern. Wenn Du ein eigenes Büro hast, hänge einen „Bitte nicht stören“-Zettel an die Tür. Im Großraum­büro kann ein Sichtschutz für etwas Ruhe sor­gen.
  2. Hole Dir Unter­stützung. Erk­läre Deinen Kol­le­gen, Deinen Fre­un­den und Dein­er Fam­i­lie, warum Du wie lange nicht erre­ich­bar bist. Sie wer­den vielle­icht zunächst nicht begeis­tert sein. Sobald sie mit­bekom­men, dass Du bess­er arbeitest, zufrieden­er bist und im      Anschluss mehr Zeit für sie hast, bist Du ihrer Unter­stützung sich­er.
  3. Gehe mit allen Geräten offline, die Du nicht zur Erledi­gung der Auf­gabe brauchst.
  4. Habe alles griff­bere­it, was Du benötigst, z. B. eine Kanne Tee, Stift und Zettel. So ver­mei­dest Du, dass Du Deinen Bunker ver­lassen musst.
  5. Zwinge Dich, nicht in das alte Multitasking-Muster zu ver­fall­en. Nur durch ständi­ge Wieder­hol­ung wird eine neues Ver­hal­ten zur Gewohn­heit. Nach ein­er Studie von Phillip­pa Lal­ly vom Uni­ver­si­ty Col­lege in Lon­don dauert das im Schnitt 66 Tage.

Ich freue mich über Deine Mei­n­ung zum The­ma Mul­ti­task­ing. Dieses all­ge­gen­wär­tige Ver­hal­ten möglichst zu ver­mei­den, halte ich für einen der ein­fach­sten Wege, Zeit und Gelassen­heit zu gewin­nen und acht­samer mit Dir umzuge­hen. Dadurch kön­nen wir uns mehr den schö­nen Din­gen des Lebens zuwen­den – sei es unseren Lieben oder unseren Lei­den­schaften.

Griechischer Frühling auf Euböa

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Jetzt ist der Winter lang genug. Höchste Zeit für etwas Frühlingsluft. In Griechenland grünt und blüht es schon, etwa auf der Insel Euböa. Sie ist noch ein Geheimtipp. Es dampft und raucht aus den Felsen und sogar den Gullis. Dunstschwaden ziehen über die Straße. Hier müssen sie also sein. Im Norden hat die Insel Euböa einen besonderen Schatz – heiße Quellen treten aus der Erde und sorgen für Badevergnügen bei fast jedem Wetter. Gut, dass ich den Bikini dabeihabe. Schnell hinein in den natürlichen Felsenpool, das Wasser soll zudem bei Hautkrankheiten und Gelenkproblemen heilsam wirken. Herrlich warm ist es, es…

Hallo, ich heiße Christof und schreibe auf meinem Blog über Minimalismus und Nachhaltigkeit. Ohne materiellen Überfluss, negative Beziehungen und unnötige Verpflichtungen zu leben, führt zu persönlichem Glück und gesellschaftlichem Gewinn....

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