Nachhaltig umziehen: 9 Tipps

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Umzüge sind aufre­gend, aber auch anstren­gend und am lieb­sten ist man damit ganz schnell durch. Wir haben neun Tipps, wie du ressourcens­parend und nach­haltig Umziehen kannst.

Nachhaltigen Umzug planen

Umziehen ist immer eine stres­sige Angele­gen­heit, egal ob man nur ein Zim­mer ein­pack­en, oder gle­ich den Haushalt ein­er ganzen Woh­nung umziehen muss. Deshalb greifen hier viele zu kom­fort­ablen, ein­fachen und gle­ichzeit­ig oft­mals nicht nach­halti­gen Vari­anten, um die Aus­nahme­si­t­u­a­tion ein­fach­er zu gestal­ten: Es wer­den schnell neue Kar­tons aus dem Bau­markt geholt, zur bil­lig­sten Farbe gegrif­f­en und radikal aus­gemis­tet, um weniger Bal­last zu besitzen. Mit ein paar ein­fachen Alter­na­tiv­en und Tipps lässt sich aber auch das The­ma Umziehen nach­haltiger, acht­samer und auch kostengün­stiger gestal­ten.

Nachhaltig ausmisten

Sperrmuell bestellen

Umzugszeit ist meist auch die per­fek­te Zeit zum Aus­mis­ten. Doch alles Ungeliebte ein­fach auf den Müll zu wer­fen, ist eine große Ressourcenver­schwen­dung. Vieles lan­det außer­dem im Rest­müll und wird nur sel­ten sorgfältig auf dem Recy­cling­hof sortiert. Plane am besten genü­gend Zeit vorm Umzug ein, damit du in Ruhe alles prüfen und kor­rekt entsor­gen kannst. Bevor die Sachen aber auf dem Müll lan­den, gibt es noch ein paar weit­ere Optio­nen. Vieles an Möbeln, Deko­ra­tion, Klei­dung, Schuhen und Küchen­zube­hör lässt sich wun­der­bar ver­schenken, spenden oder verkaufen. Dafür eignen sich fol­gende Por­tale:

  • Fairwertung.de oder altkleiderspenden.de für die bewusste und nach­haltige Klei­der­spende
  • Flohmärk­te
  • Kleinanzeigen-Portale im Inter­net – hier kommt Einiges weg, auch Teile, für die man sel­ber eigentlich keine Ver­wen­dung mehr sieht
  • Online-Marktplätze wie Face­book Mar­ket­place
  • Gebraucht­waren­häuser oder kar­i­ta­tive Ein­rich­tun­gen in der jew­eili­gen Stadt

Ein weit­er­er Tipp: Frag vorm Umzug direkt Nach­barn, Fre­unde und Fam­i­lie, ob sie sich über deine aus­sortierten Teile freuen wür­den. So wer­den Möbel und Acces­soires weit­ergegeben, ohne dass sie auf dem Müll lan­den. Gegen­stände, die ein­fach zu kaputt sind, soll­ten den­noch nicht ein­fach wegge­wor­fen, son­dern kor­rekt entsorgt wer­den, zum Beispiel über eine Sper­rmül­lan­mel­dung oder eben direkt auf dem Recy­cling­hof. Informiere dich dafür am besten auf der jew­eili­gen Seite der Stadtreini­gung, denn in jed­er Gemeinde gibt es andere Optio­nen oder Regeln.

Verpackungsmaterial sammeln

nachhaltiges Verpackungsmaterial
Umzugskartons Alternativen

Wenn du deinen nach­halti­gen Umzug einige Wochen oder sog­ar Monate im Voraus planst, kannst du ganz ein­fach Ver­pack­ungs­ma­te­r­i­al sam­meln und recyceln und musst keine Luft­pol­ster­folie oder neues Papi­er extra für den Umzug kaufen. Ver­pack­un­gen von Online-Bestellungen, Geschenken, altes Zeitungspa­pi­er, Sty­ro­porver­pack­ung von gekaufter Elek­tron­ik, Sei­den­pa­pi­er von Einkäufen und vieles mehr kann man ganz ein­fach sam­meln und dann beim Ein­pack­en pri­ma wiederver­wen­den. So sparst du nicht nur Ressourcen, son­dern auch Geld!

Nachhaltig Renovieren

Im neuen Heim wün­schen sich viele direkt einen frischen Anstrich. Auch hier gibt es ökol­o­gis­che Vari­anten: Nach­haltige Wand­far­ben find­et man zum Beispiel mit dem Öko-Siegel “Der Blaue Engel”. Weit­ere Optio­nen sind Lehm­far­ben, Kalk­far­ben und Silikat­far­ben ohne Schad­stoffe. Diese tun nicht nur der Umwelt gut, son­dern kom­men auch ohne giftige Dämpfe aus, die Kopf­schmerzen oder Allergien aus­lösen kön­nen. Die Maler-Utensilien lassen sich bei sorgfältiger Ver­wen­dung und Reini­gung mehrmals ver­wen­den. Als Unter­lage emp­fiehlt es sich, Malervlies auszule­gen, um Einweg-Plastikfolien einzus­paren.

Gebrauchte Kartons

Richtig Packen fuer den Umzug

Ein großer Mül­lverur­sach­er beim Umziehen: die unzäh­li­gen Umzugskar­tons. Auch wenn sie mehrmals wiederver­wen­det wer­den kön­nen, greifen den­noch viele zur neuen Vari­ante aus dem Bau­markt. Selb­st wenn sie aus Recy­cling­pa­pi­er beste­hen, benöti­gen neue Pro­duk­te ein­fach immer Ressourcen, die auch smart einges­part wer­den kön­nten. Hör’ dich ein­fach rechtzeit­ig in der Nach­barschaft oder bei deinen Fre­un­den um, ob jemand Kar­tons abgeben kön­nte. In Online-Kleinanzeigen wer­den auch regelmäßig gebrauchte Box­en ange­boten.

Vorhandene Kartons und Boxen umfunktionieren

Umzug organisieren

Was auch viele unter­schätzen: Wir haben meist bere­its einiges an Uten­silien zuhause, um ohne neues Zube­hör unser Hab und Gut ein­pack­en zu kön­nen. Mülleimer lassen sich ganz ein­fach auswaschen und mit zer­brech­lichen Stück­en voll­pack­en. Box­en aus dem Bücher- oder Klei­der­schrank lassen sich eben­falls schnell umfunk­tion­ieren. Wein- oder Apfelk­isten eignen sich ins­beson­dere für schwere Teile, da sie beson­ders sta­bil sind und sich gut greifen lassen.

Nachhaltiges Packband und Packschnüre

Nachhaltige Verpackungen beim Umzug

Die meis­ten Kar­tons lassen sich durch ein bes­timmtes Falt­sys­tem ein­fach ver­schließen. Den­noch gibt es Box­en, die gut ver­schlossen wer­den müssen. Statt zum nor­malen Pack­band mit Plas­tikbeschich­tung zu greifen, empfehlen wir die nach­haltige Vari­ante: Pack­band aus Papi­er mit Kle­ber auf Naturkautschuk-Basis. Dieses find­est du in Unver­pack­tlä­den oder online in Plastikfrei-Shops wie monomeer. Eine weit­ere Vari­ante ist Packschnur aus Natur­ma­te­ri­alien.

Decken statt Luftpolsterfolie

Die wertvollen, einger­ahmten Bilder, Spiegel und Vasen brauchen beson­dere Aufmerk­samkeit beim Ver­pack­en. Schließlich soll nichts zu Bruch gehen. Natür­lich ist Luft­pol­ster­folie hier die sich­er­ste und schnell­ste Vari­ante. Wenn sie jedoch neu gekauft und nur sel­ten wiederver­wen­det wird, ist sie gle­ichzeit­ig auch eine große Plastik-Verschwendung. Aus Erfahrung reichen meist auch Deck­en, Handtüch­er und größere Schals, um die zer­brech­lich­sten Gegen­stände einzu­pack­en. Mit etwas Paket­band und Paketschnur lässt sich auch alles sich­er ein­wick­eln.

Kartons und Packmaterial weitergeben

Upcycling von Umzugskartons

Häu­fig stellt sich nach dem Umzug die Frage: Wohin mit den Umzugskar­tons und dem Ver­pack­ungs­ma­te­r­i­al? Statt es im Müll zu entsor­gen, soll­test du die geliehenen Sachen ein­fach wieder an ihren Besitzer zurück­geben. Eine andere Möglichkeit – sollte der ursprüngliche Besitzer kein Inter­esse mehr daran haben – ist, Kar­tons und Co. ein­fach an den Näch­sten weit­erzugeben. Es find­en sich im Inter­net oder im Bekan­ntenkreis immer Men­schen, denen der Umzug noch bevorste­ht. Die dritte Alter­na­tive wäre das Upcy­cling. Du kannst aus den Kar­tons etc. nach­haltige Wand­deko basteln oder ein Spiel­haus für die Kleinen.

Strom- und Gasanbieter wechseln

Ein Umzug ist auch der per­fek­te Zeit­punkt, um zu einem nach­halti­gen Strom- und Gasan­bi­eter zu wech­seln. Damit unter­stützt du direkt regen­er­a­tive Quellen und hil­f­st dabei mit, die Energiewende voranzutreiben. Mehr dazu kannst du auch in unseren Tipps zum Energies­paren nach­le­sen.

Fazit nachhaltig Umziehen

Umzugskartons leihen

Alles in allem ist der beste Tipp für einen nach­halti­gen Umzug: Zeit nehmen! Dies macht die ganze Sache nicht nur stress­freier und acht­samer, son­dern sorgt auch dafür, dass wir genug Möglichkeit­en haben, uns nach ökol­o­gis­chen Optio­nen umzuschauen, nach­haltig auszu­mis­ten und umwelt­fre­undliche Alter­na­tiv­en zu ver­wen­den. Du brauchst beispiel­sweise keine neuen Umzugskar­tons, son­dern kannst dir im Freundes- und Bekan­ntenkreis oder auf unter­schiedlichen Online-Portalen gebrauchte Kar­tons lei­hen. Auch Mülleimer, Körbe und Box­en lassen sich pri­ma zu Umzugskar­tons umfunk­tion­ieren. Der Vorteil: Du schmeißt sie hin­ter­her nicht weg.

Meal Prep: Rezepte zum Vorkochen!

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Beim Meal Prepping geht es darum, Essen vorzukochen, um sich auch im hektischen Alltag gesund und bewusst zu ernähren. Wir haben drei vegane Meal-Prep-Rezepte für dich zusammengestellt.

Meal-Prep-Rezepte zum Mitnehmen
Was zu Omas Zeiten das “Vorkochen” war, wird jetzt ganz cool “Meal Prep” genannt und liegt voll im Trend. Die Idee, die dahintersteckt, ist nichts Neues, aber schlichtweg genial: Einmal Kochen und einfach mehrere Gerichte für mehrere Tage gleichzeitig vorbereiten. Mit einem guten Meal-Prep-Wochenplan hat man nicht nur jeden Tag ein gesundes, frisches Mittagessen parat, sondern spart auch jede Menge Geld und Zeit. Alles, was du brauchst, ist eine gute Vorbereitung und etwas Übung. Das Schöne: Auch die Umwelt freut sich über diesen Foodtrend. Denn wer sein Essen selbst kocht, kann erstens auf nachhaltige Zutaten achten, greift zweitens weniger zu in Plastik verpackten Fertiggerichten und tut drittens auch aktiv…

Ich heiße Mia und bin Bloggerin, PR Beraterin, Psychologin, Sport- und Food-Vernarrte aus Berlin. Ich habe meinen Blog 2010, inspiriert von der New York Fashion Week, in den USA gestartet,...

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