Modulhäuser: Das flexible und mobile Eigenheim

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Mittlerweile sind die mobilen, aus Holz gebauten, Tiny Houses in aller Munde. Aus den USA ist diese „Kleiner-Wohnen-Welle“ immer mehr zu uns herüber geschwappt und hat viele Anhänger gefunden. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Wohnraum immer knapper wird und die Mieten immer weiter steigen. Doch das Wohnen auf wenigen Quadratmetern ist nicht jedermanns Sache. Für diejenigen, die sich zwar verkleinern möchten, aber trotzdem nicht in ein Tiny House ziehen wollen, könnten flexible und mobile Modulhäuser die Lösung sein.

Flexible Moderne Haeuser
© Wikkelhouse / Yvonne Witte

Wir haben nämlich auch festgestellt: Ein Tiny House ist dann doch etwas zu „tiny“. Mit einem Modulhaus kämen wir eher klar. Mit diesen Häusern ist man nämlich super flexibel und kann, ganz nach dem Baukastenprinzip, sein eigenes Haus zusammenstellen und die Größe selbst bestimmen. Außerdem sind Modulhäuser auch mobil. Bei einem Ortswechsel lässt es sich wieder in kleinere Teile zerlegen und kann anschließend mit einem Containerfahrzeug zu einem anderen Wohnort gebracht werden. Natürlich ist das etwas aufwändiger als der Umzug mit einem Tiny House – dafür bieten Modulhäuser aber auch mehr Komfort.

Aktueller Stand Modulhäuser

Der Markt für Modulhäuser wird immer größer und die Nachfrage steigt permanent. Kein Wunder, denn diese Häuser sind ideal, um sie der aktuellen Lebenssituation anzupassen. Dafür werden im Modulhaus-Bereich immer mehr innovative Ideen realisiert. Es gibt zum Beispiel das sogenannte Wikkelhouse, das seinen Namen nicht ohne Grund trägt: Die einzelnen Module werden dabei tatsächlich zu einer Hausform „gewickelt“. Und zwar aus Pappe.

Wikkelhouse Modulhaus Pappe
© Wikkelhouse / Yvonne Witte

Dabei besteht jedes Hausmodul aus 24 Schichten Pappe und hat eine Grundfläche von 5 Quadratmetern. Um diese vor Witterungseinflüssen zu schützen, werden sie mit einer wasserabweisenden Holzverkleidung versehen. Die einzelnen Wikkelhouse-Teile werden vorgefertigt und auf Wunsch mit Bad, Küche und/oder Dusche geliefert. Vor Ort werden die Komponenten nur noch zusammengesteckt und benötigen dafür noch nicht mal ein richtiges Fundament.

Komponenten Wikkelhouse
© Wikkelhouse / Yvonne Witte

Aktuell bekommt man die robusten, wetterfesten und recycelbaren Module in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Deutschland, England und in Dänemark. Auch andere Modulhausanbieter wie z.B. CUBIG und Smarthouse setzen beim Bau und der Materialwahl auf Nachhaltigkeit.

„Sie möchten beim Bau ihrer Module einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.”

Benötigt man eine Baugenehmigung?

Letztendlich ist es genauso wie beim Bau eines klassischen Massivhauses: Man ist dazu verpflichtet, bei der jeweiligen örtlichen Gemeinde einen Bauantrag zu stellen. Dann werden im Vorfeld technische Einrichtungen und bauliche Ausführungen des Modulhauses geprüft und im besten Fall natürlich genehmigt. Oftmals wird dieses Genehmigungsverfahren vom Modulhausanbieter übernommen und meistens bekommt man dort auch ein „Rundum-Sorglos-Paket“.

Vorteile von Modulhäusern

Welche Vorteile haben also Modulhäuser, die von ihrer Größe her zwischen einem Tiny House und einem klassischen Einfamilienhaus liegen?

Modulhaus Am See
© Wikkelhouse / Yvonne Witte
  • Flexible und individuelle Gestaltung
  • Zeit- und Kostenersparnis beim Bau
  • Möglichkeit zur flexiblen Erweiterung
  • Mobilität
  • Geringer ökologischer Fußabdruck
  • Nachhaltige, recycelbare Baumaterialien
  • Niedrigere Baukosten
  • Weniger Flächenversiegelung, da meist Streifenfundamente ausreichen
  • Geringere Bauplatzgröße

Also für uns wäre so ein Modulhaus genau das Richtige. Wir werden uns in Zukunft intensiv damit beschäftigen und ganz sicher auch die ein oder andere Baufirma besuchen, um uns direkt vor Ort einen Eindruck davon zu machen.

So einfach:
Waschmittel aus Kastanien selber machen

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Eines ist klar: Wäsche waschen, belastet bis zu einem gewissen Punkt immer die Umwelt. Der Verbrauch von Energie und Wasser lässt sich zugegebenermaßen nur schwer vermeiden. Dazu kommt, dass die meisten herkömmlichen Waschmittel Stoffe enthalten, die biologisch nicht abbaubar sind, somit die Umwelt belasten und sich auch fragwürdig auf unseren eigenen Organismus auswirken können. Substanzen wie Tenside, Enzyme oder Duftstoffe sind nicht selten Auslöser für Allergien. Wer lieber auf die ganze Chemie verzichten und gleichzeitig die Umwelt schonen möchte, kann sein Waschmittel ganz einfach selbst herstellen – und zwar aus Kastanien. Das klingt vielleicht etwas verrückt, aber funktioniert tatsächlich und…

Wir sind Sig und Sven und schreiben seit 2009 auf unserem Blog wohn-blogger.de über nachhaltige und alternative Wohnkonzepte gemixt mit DIY- und Upcycling-Ideen. Tiny Houses, umgebaute Schiffscontainer und Earthships haben...

Zum Autor

RBW
Montag, 31. Dezember 2018, 11:08 Uhr

Tolle Vision: Kolonien von Wanderhausern, Wanderarbeitern…
Alles für die Industrie! Der Pro Quadratmeter Preis ist auch noch teurer, wenn die Leute sich mit wenig zufrieden geben.
Offen gestanden, ich bekomme einen Brechreiz, wenn ich sehe wie hier eine Art Verarmung und Verspannung als LifeStile versucht wird zu verkaufen.