Nachhaltige Vorsätze und wie wir sie einhalten können

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Mit den Vorsätzen fürs neue Jahr ist es ja immer so eine Sache. Da kommt der Jahreswech­sel und man nimmt sich alles Mögliche vor. Mehr Sport, gesün­der essen, mit dem Rauchen aufhören, weniger Müll pro­duzieren und so weit­er. Den Jan­u­ar über sind dann auch alle ganz angestrengt und fol­gen ihren neuen Grund­sätzen: Aloe-Vera-Drink statt Bier, Yoga-Kurs statt Berghain und sel­ber kochen statt Burg­er essen gehen. Doch spätestens nach einem Monat begin­nen die Vorsätze sich zu lock­ern und sind bis zur Jahresmitte längst in Vergessen­heit ger­at­en. Ob das Ganze so also etwas gebracht hat, ist zu bezweifeln. Wie also kön­nen wir Vorsätze so fassen, dass sie zu Lebens­mod­ellen wer­den, die uns leicht von der Hand gehen? Ein paar Ideen für euch:

Mehr Bewegung im Alltag

Nimm dir am besten nicht mehr vor, als du schaf­fen kannst. Wenn es utopisch ist, auf Dauer vier Mal die Woche zum Sport zu gehen, dann nimm dir bess­er zweimal wöchentlich vor und schaffe das auch.

Am besten ist es, wenn du den Sport in deinen All­t­ag inte­gri­eren kannst. Es gibt bes­timmt ein tolles Yoga-Studio auf dem Weg zum Büro für ein Morning-Yoga. Oder eine Crossfit-Gruppe, die sich zum Feier­abend um die Ecke trifft. Wer noch einen Arbeit­skol­le­gen oder einen Fre­und ani­mieren kann, mitzukom­men, tut Gutes: So kön­nt ihr euch gegen­seit­ig motivieren und anstacheln. Ob hier das kleine Stu­dio, ein Fitness-Center oder eine Crossfit-Box das richtige für dich sind, musst du ein­fach aus­pro­bieren. Schnup­per­stun­den wer­den über­all angeboten.

Denk darüber nach, was du isst

Hier hil­ft es gewiss, erst ein­mal zu schauen, wie du dich aktuell ernährst und an welchen Stellen Verbesserungs­be­darf beste­ht. Ist dein Ziel, weniger Kalo­rien zu dir zu nehmen oder regionaler und saisonaler zu leben? Je nach­dem sind die Anforderun­gen ganz unter­schiedlich. In jedem Fall ist es gut, mehr selb­st zu kochen. Hier­für sind Biok­isten sehr motivierend. Die Abon­nen­ten bekom­men ein­mal die Woche eine Kiste mit regionalem und saisonalem Obst und Gemüse, das es dann zuzu­bere­it­en gilt. So kommt manch­mal auch Gemüse ins Haus, das man noch gar nicht so ken­nt und erweit­ern den eige­nen (Koch-)Horizont. Zum Abnehmen eignen sich die meis­ten Diäten nicht langfristig. Ich würde behaupten, dass FdH (= Friss die Hälfte) am besten funk­tion­iert. Iss, worauf du Lust hast, aber in Maßen.

Weniger Plastik benutzten

Die Bilder von mit Plas­tik über­schwemmten Gegen­den gehen sich­er den meis­ten Lesern des re:BLOGs nahe. Was wir hier dage­gen tun kön­nen, sagt sich ganz ein­fach: unseren Plas­tikkon­sum deut­lich reduzieren. Es gibt ein­fache Dinge, wie zum Beispiel immer zwei, drei Jute­beu­tel in der Tasche zu haben und keine Plas­tik­tüten mehr zu kaufen. Um auf euren Kaf­fee auf dem Weg zur Arbeit nicht verzicht­en zu müssen, gibt es eine Alter­na­tive zu Coffee-to-go-Bechern. Und Blog­gerin Mia gibt Tipps, wie ihr Plas­tik im Badez­im­mer reduzieren kön­nt. Aber auch an anderen Stellen kann rel­a­tiv gut Plas­tik einges­part werden.

Es gibt mit­tler­weile einige Unverpackt-Läden in Deutsch­land, z. B. in Kiel und in Berlin, in denen Lebens­mit­tel und Haushalts­dinge ohne Ver­pack­ung gekauft wer­den kön­nen. Wie früher. Mit etwas Mühe lassen sich auch in nor­malen Super­märk­ten viele Lebens­mit­tel ohne Ver­pack­ung find­en. Ger­ade in der Obst- und Gemüse-Abteilung sind die Augen offen zu hal­ten. Auch Online-Shops beschäfti­gen sich mit dem The­ma. Unter anderem bei monomeer kön­nen eine Menge plas­tik­freier Nüt­zlichkeit­en bestellt wer­den. Ganz wichtig: Nicht alles, was man bis­lang aus Plas­tik genutzt hat, soll­tet ihr nun ein­fach weg­w­er­fen und durch eine plas­tik­freie Alter­na­tive erset­zen – so entste­ht nur noch mehr Müll.

Mit dem Rauchen aufhören

Ich habe es geschafft. Vor zwei Jahren und ganz ohne Neu­jahr. Ich denke, hier muss jed­er seinen eige­nen Weg find­en. Und ich bin überzeugt: Wenn du es wirk­lich willst, schaffst du es auch! Stelle dir eine Spar­dose auf, in die du all das Geld tust, das du son­st für Zigaret­ten aus­gegeben hättest und gönn dir was beson­ders Tolles dafür. Oder denk daran, wie sehr sich dein Kör­p­er über das Nich­trauchen freuen wird. Er wird dir mit besser­er Haut und mehr Puste danken.

weniger Alkohol trinken

Es ist schon irre, wie sehr Alko­hol in den All­t­ag gehört. Hier ein Feier­abend­bier, da ein Sek­temp­fang, dort eine wilde Sause. Hier ist Selb­st­diszi­plin gefragt. Mit­tler­weile gibt es glück­licher­weise einige wirk­lich leckere Soft­drinks, mit denen man auch einen her­rlichen Abend begießen kann und so nach dem ersten Sekt zum Anstoßen ein­fach ab und an auf anti-alkoholische Getränke wech­seln kann. Prost!

Sei nicht zu hart zu dir selbst

Nun, mit diesen Ideen kommst du vielle­icht schon ein ganzes Stück weit­er. Sei nicht zu hart zu dir – an all diesen Stellschrauben gle­ichzeit­ig zu drehen ist sich­er ein­fach ein wenig zu viel. Nimm dir nach und nach neue The­men vor und du wirst sehen, wie du dich langsam und sich­er in die für dich richtige Rich­tung veränderst.
Fro­hes Neues!

Miau auf Bio: Tipps für eine nachhaltige Katzenhaltung

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Katzen sind clever, sie sind intelligent und verschmust. Sie sind hochsozial und flauschig. Sie sind individuell und sie sind Charaktertiere. Katzen haben ihren eigenen Kopf. Man sagt zu Recht, dass Menschen ihre Hunde erziehen und Katzen ihre Menschen. Das muss Frau sowieso wissen, wenn sie sich Katzen als fellige Mitbewohner sucht. Die Wohnung gehört dann der Katze. Wie? Ihr zahlt doch Miete? Ihr habt zuerst dort gewohnt? Na, entschuldigt bitte! Das ist der Katze ziemlich egal. Die Wohnung ist ab ihrem Einzug ihr Revier. Das flauschigste Sofakissen? Gehört dann der Katze! Wann ihr aufsteht? Bestimmt die Katze! Was es zu…

Seit 2011 blogge ich auf Green Friday über alle Facetten des nachhaltigen Großstadtlebens. Mein Herz schlägt für Ideen, die die Welt ein bisschen besser machen. Deshalb interviewe ich junge Macher...

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Dienstag, 12. Januar 2016, 14:59 Uhr

Sehr schön­er Artikel!