Einfach mal analog bleiben: Brettspiele-Abend

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Als ich noch klein war, wollte ich bei „Mensch ärgere Dich nicht“ immer eine Sechs Würfeln. Manchmal hab ich auch ganz schön gemogelt und jeder hat es mir abgekauft, als die Sechs urplötzlich da war. Eine Sechs bei dem wahrscheinlich bekanntesten aller Brettspiele heißt nämlich, dass man

1. noch einmal würfeln darf und

2. den nächsten Mann ins Spiel bringen kann.

Je schneller die Spielfiguren draußen sind, desto fixer geht es auch ins Ziel. Natürlich hatte ich ganz zufällig viele Sechsen hintereinander und der Sieg war in trockenen Tüchern. So ist das halt als Kind. Inzwischen lässt man mich allerdings nicht mehr gewinnen und ich muss wieder ehrliche Sechsen würfeln.

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Heute sieht das alles anders aus: Anstatt auf das Spielebrett zu schauen, starren wir viel zu häufig auf unsere Smartphones und spielen Quizduell mit Menschen, die vielleicht sogar am anderen Ende der Erde sitzen. Wir sind vernetzt. Das neue Jugendwort 2015 heißt übrigens auch: Smombie. Das heißt so viel wie Smartphone und Zombie. Klingt irgendwie traurig. Ein Grund mehr, mal wieder zu einem analogen Brettspiele-Abend einzuladen. Zusammen zu sitzen und einfach nur zu spielen, hat so etwas Besinnliches und passt zur Zeit zwischen den Jahren.

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Die Gesellschaftsspiele sind inzwischen auf dem Dachboden meiner Eltern in staubigen Kisten verstaut: von Monopoly über Siedler von Catan bis hin zu Mühle und natürlich Schach. Oje, Schach. Notgedrungen erkenne ich noch die einzelnen Spielfiguren, geht es allerdings um die Spielregeln, bin ich schachmatt.

Zum analogen Brettspiele-Abend geht die Einladung natürlich digital raus. Geht einfach schneller und so ganz kann man sich dem digitalen Zeitalter ja nicht entziehen. Fünf Minuten später kommt auch schon die erste Antwort auf meine Einladung: „Soll ich meine Wii mitbringen? Wir könnten Tennis im Wohnzimmer spielen.“

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Wii-freie Zone 

Tatsächlich war das die einzig fragwürdige Antwort, der Rest hatte den Inhalt meiner Einladung verstanden und mein Wohnzimmer wurde nicht zum Tennisplatz. Spieleabende sind unkompliziert, vor allem, wenn sich die Beteiligten vielleicht noch nicht so gut kennen. Kommuniziert wird durch das Spiel, der Small-Talk fällt weg und das Gespräch wird durch die Spielregeln abgesteckt. Und über das Spiel lernt man sich besser kennen: Charakterzüge lassen sich nur schwer verstecken, wenn man erst einmal im Spielefieber ist und man unbedingt gewinnen möchte. Und plötzlich eröffnen sich ungeahnt interessante Gespräche. Denn wer beim Monopoly erst einmal die Parkallee gekauft hat, kommt schnell ins Schwärmen. Mal ehrlich: Wie wäre es, eine ganze Straße zu besitzen und dann auch noch den Walk of Fame?

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So, jetzt kann es eigentlich auch schon losgehen. Die Getränke sind kalt gestellt und die Häppchen sind auch schon fertig. Brettspiele für einen schönen Abend gibt es übrigens auch hier:

Collage_Brettspiele

Das verrückte Labyrinth // Malefiz // Holzsteckspiel // Bezzerwizzer // Sagaland

Green Christmas: Eco-Geschenketipps für Weihnachten

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Weihnachten. Das Fest des Konsums. Das Fest der Geschenkeberge und das Fest der Papierberge nach den Geschenkebergen. Und wie wurden die Geschenkeberge überhaupt produziert? Wer hat die Pullis und Taschen und Socken und Krawatten und Spielzeugautos und Parfums unter welchen Bedingungen hergestellt? Das alles fragt sich Frau gerade angesichts der nahenden Weihnachtszeit.

Die Recherche kann viel Zeit kosten, die man gerade um Weihnachten herum oft nicht hat. Daher habe ich euch meine liebsten Geschenketipps für nachhaltige, ökologische und faire Präsente zum Fest zusammengestellt.

Seit Jahren versuche ich immer mehr, meinen Lebensstil ökologisch zu gestalten. Das fängt damit an, dass ich schon lange…

Hallöchen, ich bin Christina. Ich wollte schon von klein auf die Welt retten. Und zwar die ganze. Zugegeben, das grenzt an Größenwahnsinn. Als ich älter wurde, beschloss ich, erstmal bei...

Zum Autor

Donnerstag, 8. September 2016, 14:33 Uhr

In letzter Zeit kommt es in unserem Freunden- und Bekanntenkreis auch wieder öfter zu einem Spieleabend!
Es tut einfach gut mal ohne Elektronik und großes pipapo den Abend zu verbringen. (Handys müssen weggelegt oder ausgemacht werden)
Ein sehr guter und aktueller Artikel!

lg Thorsten

Schach
Mittwoch, 17. Februar 2016, 15:51 Uhr

Cooler Artikel!

Dienstag, 19. Januar 2016, 11:47 Uhr

Hallo liebes Otto-Blogger-Team,

wir würden euch gerne auf eine schöne Sache aufmerksam machen. Locafox hat eine Blogparade ins Leben gerufen, die wirklich Sinn macht. Unter dem Hashtag #SpielenBloggenSpenden rufen wir alle Blogs auf, ein Brett- oder Gesellschaftsspiel vorzustellen. Das beschriebene Spiel kann der jeweilige Blogger dann an eine gemeinnützige Organisation, eine Kita oder einen Hort verschenken. Wir kaufen das Spiel und kümmern uns um die Zustellung (natürlich alles mit Nachweis).

Es wäre toll, wenn ihr euch beteiligen würdest oder zumindest den Aufruf zur Blogparade teilen könntest. Hier geht’s zum Startbeitrag:

https://www.locafox.de/magazin/blogparade-gesellschaftsspiele-fuer-die-familie/

Bloggen und dabei etwas Gutes tun… ich hoffe, du bist dabei.

Liebe Grüße, Mirko.