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Skateboard

 

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Skateboards

Die Surfer erobern die Straßen Kaliforniens – in etwa so ließe sich die Entstehung des Skateboards in einem einzigen Satz erläutern. Heute ist Skaten weltweit verbreitet und liegt durchgehend im Trend. Für ihr unermüdliches Tüfteln an Tricks, ihre draufgängerische Art und ihr koordinatives Geschick sind die Sportler dieser Szene bekannt. Leidenschaftliche Skater und ihr Brett mit den vier Rollen sind selten voneinander zu trennen.

- Skateboarden – ein Sport für sich

- Alle Mann an Deck!

- Lass rollen!

- Und was ist mit den Achsen?

- Welche Größe passt zu mir?

- Equipment für Skater

- Streicheleinheiten für Deck und Kugellager

- Der Asphalt ruft!

 

Skateboarden – ein Sport für sich

Wer skatet, bleibt nicht lange beim einfachen Geradeausfahren. Wenn Bremsen und Kurvenfahren sitzen, werden die ersten Tricks mit dem Brett geübt, zum Beispiel kleine Sprünge. Mit jedem gelernten Trick wächst das Selbstvertrauen, und neue Herausforderungen werden gesucht. Das stundenlange Austoben auf dem Skateplatz geht früher oder später ans Material, und neue Schuhe oder ein neues Board müssen her. Dafür macht das Fahren mit dem Brett auf vier Rollen endlos viel Spaß, ist eine äußerst sportliche Art der Fortbewegung und gleichzeitig eine prima Möglichkeit, sich auszupowern und sein koordinatives Können unter Beweis zu stellen.

Heutzutage hat das Skateboard mit einigen Konkurrenten zu kämpfen. Wer einfach nur ein Brett für kurze Strecken sucht, ist mit einem Cruiser bestens bedient. Die kleinen Fahrgeräte mit den Kunststoffdecks gibt es in knalligen Farben und sie überzeugen mit ihrer kompakten Gestalt. Wer die Tricks lieber auf anstatt mit dem Brett machen, lange Strecken zurücklegen und Berge hinunterheizen will, schaut sich am besten bei den Longboards um. Koordinativ anspruchsvoll, aber dennoch leicht zu erlernen ist das Fahren mit dem Waveboard.

Skateboards gelten unter allen Brettern als diejenigen, für deren Beherrschung es die meiste Übung braucht. Dafür sind der Kreativität, was die künstlerischen Bewegungsformen angeht, mit dem Skateboard keinerlei Grenzen gesetzt. Skateboards sind als Complete-Boards erhältlich, also als komplette Boards inklusive Achsen und Rollen, oder können frei nach Geschmack zusammengestellt werden. Eine Auseinandersetzung mit den einzelnen Teilen ist also der beste Weg, um am Ende die für sich passenden Komponenten zusammenzufügen.

 

Alle Mann an Deck!

Die Standfläche von Skateboards nennt sich Deck. Sie besteht aus mehreren Schichten Holz. Bewährt hat sich Ahornholz. Auf der oberen Seite befindet sich das Griptape, auf das kein Skater verzichten will. Schließlich sorgt der an Schmirgelpapier erinnernde Deckbelag dafür, dass Sie sicher auf dem Brett stehen. Selbst die Unterseite des Decks kann beim Skateboard zum Hingucker werden: Mit coolen Designs oder auffälligen Motiven zieht sie – wenn sie denn einmal zu sehen ist – die Blicke auf sich. Manche Skater gestalten sie am liebsten selbst.

Wenn Sie sich das Deck von vorn genau anschauen, stellen Sie fest, dass es nicht ganz platt, sondern etwas nach oben gewölbt ist. Diese Krümmung nennt sich Concave. Eine große Wölbung nach oben, die High-Concave, erleichtert erfahrenen Skatern das Flippen, das Springen mit gleichzeitiger Drehung des Bretts unter den Füßen. Einsteiger stehen sicherer auf einer Mellow-Concave, einem flacheren Deck. Dazwischen gibt es noch Decks mit Standard-Concave oder Medium-Concave. Was auf keinem Deck fehlen darf, ist das Griptape.

 

Lass rollen!

Je nach Einsatzgebiet und Vorliebe kommen Rollen, sogenannte Wheels, in unterschiedlichen Größen und Härten zum Einsatz. 

Große Rollen: Rollen mit einem Durchmesser von 59 mm und mehr sind fürs schnelle Cruisen gemacht.

Mittelgroße Rollen: Wheels mit einem Durchmesser von 53 bis 58 mm decken ein großes Einsatzspektrum ab und werden daher gern gewählt, vor allem von Vert- und Parkskatern. Vertskaten meint das Fahren in der Vertikalen, wie zum Beispiel in der Halfpipe.

Kleine Rollen: Rollen mit einem Durchmesser von 52 mm und weniger sind langsamer und bieten die nötige Kontrolle für die gängigen Tricks des Streetskatens, wie Grindes und Flips. Mit Grinden ist das Rutschen mit der Unterseite des Decks über Kanten und Geländer gemeint. Flips sind Sprünge, bei denen sich das Brett unter dem Fahrer dreht.

Der Härtegrad wird in A angegeben. Als weich gelten Rollen bis 90 A. Sie sind zwar schneller abgenutzt, bieten aber besseren Grip bei Unebenheiten. Mit harten Rollen über 98 A können Sie schnell fahren und in der Halfpipe Gas geben. Dazwischen liegen die Rollen mit mittlerem Härtegrad, die Allrounder unter den Wheels.

 

Und was ist mit den Achsen?

Zwischen Deck und Rollen ist natürlich die Achse das wichtige Element. Die Achsenbreite richtet sich nach der Breite des Bretts. Da die verschiedenen Hersteller zum Teil unterschiedliche Größenbezeichnungen haben, kann nur schwer eine klare Zuordnung von Brettbreite und Achsengröße ausgesprochen werden. Ein Beispiel zur Orientierung: Zu einer Brettbreite von bis zu 7,75 Inch passt eine Achse von 5,0 Inch.

Achsen teilen sich außerdem entsprechend ihrer Höhe in Low-, Mid- und High-Modelle auf. Passend zu den kleinen Wheels fahren Streetskater gern mit der Low-Variante, während Cruiser ihre großen Rollen eher an High-Achsen schrauben. Die Medium-Ausführung bevorzugen Vert-, Street- und Parkskater.

  

Welche Größe passt zu mir?

Die verschiedenen Decks unterscheiden sich in ihrer Größe und ihrer Form, auch Shape genannt. Die Längen bewegen sich dabei zwischen 28 und 33 Inch, was etwa 70 bis 80 cm entspricht. Die Breiten liegen zwischen 7,5 und 8,5 Inch, das sind etwa 19 bis 21,5 cm. Lange Bretter laufen ruhiger, was für längere Wege und Abfahrten wichtig ist. Kurze Bretter sind wendiger und daher zum Tricksen besser geeignet. Flippen gelingt mit schmalen Boards besser, die größere Standfläche von breiten Boards ist beim Vert- und Rampenfahren hilfreich. Wenn Sie also durch die City cruisen wollen, tun Sie das am besten mit einem breiten, längeren Board. Wenn Sie sich im Skatepark zu Hause fühlen und an Ihren Trick-Fähigkeiten feilen möchten, werden Sie mit einem schmalen und kleineren Modell glücklich.

Für Kinder gibt es extrakleine Skateboards mit einer Breite von 6,5 bis 7,5 Inch und einer Länge unter 28 Inch.

 

Equipment für Skater

Ihrem neuen Skateboard sind Sie jetzt zum Greifen nah. Richtig losgehen kann es jedoch erst, wenn auch die passende Ausrüstung am Start ist. Ein Helm sowie Protektoren für Ellenbogen, Knie und Handgelenke stehen beim Equipment von Skatern an erster Stelle. Sie sind auch im Set erhältlich. Lässige Skaterschuhe sind das robuste und flexible Schuhwerk, das Sie zum Skaten brauchen. Welche Kleidung Sie tragen, ist mehr oder weniger egal. Mit einem coolen Shirt oder Kapuzenpulli sowie einer bequemen Hose, in der Sie sich gut bewegen können, bringen Sie jedoch neben Ihrem Können auch den typischen Style aufs Brett.

 

Streicheleinheiten für Deck und Kugellager

Zeigen Sie Ihrem Brett, wie gern Sie es haben, und schenken Sie ihm mit der richtigen Pflege regelmäßig etwas Aufmerksamkeit. Damit es lange und einwandfrei rollt, entfernen Sie nach jeder Fahrt den Dreck, Sandkörner und Feuchtigkeit von Deck und Rollen. Wenn Sie häufig fahren, reinigen Sie die Kugellager auch von innen und fetten Sie sie anschließend.

So reinigen Sie die Kugellager: 1. Rollen abschrauben und mithilfe der Achsen die Kugellager heraushebeln. 2. Mit einem Zahnstocher oder einer Nadel die Gummiabdeckung vom Kugellager abziehen. 3. Kugellager in einen Behälter mit Reinigungsmittel legen und mit einer Zahnbürste von allen Seiten gründlich reinigen. Es können handelsübliche Reinigungsmittel verwendet werden. Zu empfehlen sind dennoch spezielle Reiniger für Kugellager. 4. Mit Wasser abspülen und danach abtrocknen. 5. Ein bis zwei Tropfen Schmiermittel in jedes Kugellager füllen und durch Drehen verteilen. 5. Alles wieder zusammenbauen, die saubere Rolle an die Achsen montieren und ab aufs Brett.

Alternativ dazu gibt es Reinigungssets für Kugellager, die alle nötigen Elemente sowie Hilfsmittel enthalten.

Damit Sie immer einen festen Stand haben, säubern Sie auch das Deck und wechseln Sie das Griptape ab und an aus. Mit einer nassen Bürste beseitigen Sie den Dreck und mit einem Tuch tupfen Sie es trocken. Anschließend bearbeiten Sie das Deck mit einem Gripgum wie mit einem Schleifstein.

So wechseln Sie das Griptape: 1. Montieren Sie die Achsen ab und föhnen Sie das Griptape, so lässt es sich besser lösen. 2. Ziehen Sie das alte Griptape ab und entfernen Sie alte Klebereste. 3. Kleben Sie das neue Griptape behutsam auf. 4. Reiben Sie mit einem harten, länglichen Gegenstand über die Kanten rund um das Deck, bis die Kontur des Bretts zu erkennen ist. Das reicht manchmal schon, damit sich der überflüssige Rand des Griptapes von allein löst. 5. Falls noch Griptape übersteht, schneiden Sie es entlang der Kontur mit einem Teppichmesser zurecht. 6. Jetzt nur noch die Löcher für die Schrauben der Achsen durchstechen, und schon hat Ihr Deck eine neue Haut.

 

Der Asphalt ruft!

Je nach Leistungslevel und Lieblingsterrain wählen Sie Ihr favorisiertes Deck, die passenden Achsen und Rollen, und schon ist Ihr neues Brett fertig! Vielleicht finden Sie das ideale Brett als Complete-Board – dann kann es sogar direkt losgehen. Im Folgenden haben wir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Für Freestyler:

Freestyler, die stetig auf der Jagd nach neuen Tricks sind, fahren schmale, kurze und damit wendigere Boards mit einem High-Concave-Deck, das sie mit Low-Achsen und kleinen Rollen versehen.

Für Cruiser:

Cruiser, denen lange Strecken und schnelle Abfahrten den Kick geben, profitieren von breiten, langen Boards mit Mellow-Concave-Decks, die sie mit High-Achsen und großen Wheels kombinieren.

Für Vertskater:

Wer seine Tage lieber im Skatepark in der Halfpipe verbringt, stattet sein Medium-Concave-Deck mit Mid-Achsen und mittelgroßen Rollen aus.

Das erste Skateboard:

Als Anfänger spüren Sie auf einem breiteren Deck mit einer geringen oder mittleren Concave die nötige Sicherheit für die ersten Fahrversuche. Machen Sie die Länge des Boards von Ihrer Körpergröße abhängig. Mit Mid-Achsen und mittelgroßen Wheels können Sie nichts falsch machen und sich im Tricksen und Cruisen erproben, bevor Sie sich spezialisieren.

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