Jumping Fitness: So effektiv ist die Trend-Sportart wirklich!

Jumping FitnesS: Frau springt auf einem Trampolin und schaut nach vorne
Lisa Thomsen
Mittwoch, 5. August 2020, 16:50

Trampoline verbinde ich vor allem mit fröhlichen Kindheitserinnerungen. Als ich von Jumping-Fitness-Kursen gehört habe, war fĂŒr mich schnell klar, dass ich den Sporttrend unbedingt testen muss. Im Fitnessstudio Turnhalle in Hamburg-Barmbek, das es seit 2011 gibt, durfte ich in einer exklusiven Probestunde meine Sprungkraft testen. In Kooperation mit dem Sportverband Jumping Hamburg werden hier bereits seit etwa vier Jahren Jumping-Kurse angeboten. Auf 22 Trampolinen könnt ihr drei Mal die Woche hĂŒpfen, was das Zeug hĂ€lt. Lest hier meine Erfahrungen dazu.

Was das Power-Workout auszeichnet

Jumping Fitness: 2 Frauen auf einem Trampolin joggen

Balance, Kraft und Ausdauer, gepaart mit rhythmischer Musik – und das alles auf einem Trampolin. Klingt schweißtreibend, oder? Ich garantiere euch: Ist es auch! Beim sogenannten Jumping Fitness hat jeder Teilnehmer sein eigenes Trampolin mit Haltegriff und springt zu einem motivierenden Beat auf und ab. Dabei werden mehr als 400 (!) Muskeln gefordert – es soll sogar drei Mal so intensiv wie Joggen sein. Langsame und dann wieder schnelle SprĂŒnge werden miteinander kombiniert, ebenso Tanz- und Boxing Moves. Ein perfektes Ganzkörpertraining!

Jumping Fitness: Nahaufnahme von Schuhen und Sprung auf Trampolin

Das mitreißende Power-Workout ist neben dem Fatburning auch super fĂŒr die Koordination und um Kraft aufzubauen. Der Stoffwechsel wird angeregt, eure Tiefenmuskulatur aktiviert und euer Herz-Kreislauf-System trainiert. Und bei all dem kommt der Spaß nicht zu kurz!

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FĂŒr wen ist Jumping Fitness geeignet?

Jumping Fitness: Frauen sitzen auf einem Trampolin und unterhalten sich

Das Gute: Jumping Fitness kann jeder machen! Auch wenn ihr SportanfĂ€nger seid, könnt ihr das Workout super testen. Passt es einfach eurem jeweiligen Leistungsstand an. Wenn ihr regelmĂ€ĂŸig einen Kurs besucht, werdet ihr schnell eine Verbesserung merken. Die Sportart ist zudem viel gelenkschonender als beispielsweise Laufen. Das liegt daran, dass bei ihr beim Jumping Fitness euer Gewicht verlagert. Anders als beim Laufen, wo ihr direkt auf den harten Asphalt aufsetzt, springt ihr beim Jumping in das gefederte Sprungtuch des Trampolins, sodass eure Gelenke nicht so sehr belastet werden. Deswegen ist der Trampolinsport auch bei Übergewicht zu empfehlen. Wenn ihr schwanger seid, einen Herzschrittmacher, akute Krankheiten, Verletzungen oder EntzĂŒndungen habt, solltet ihr jedoch die Finger bzw. FĂŒĂŸe vom Trampolin lassen!

50 Minuten Spaß und Schweiß

Jumping Fitness: Frau springt auf einem Tramplolin und hat die HĂ€nde zusammen

„Jumping setzt GlĂŒckshormone frei“ – diese Aussage sprang mir sofort ins Auge, als ich mich ĂŒber Jumping Fitness informiert habe. NatĂŒrlich war ich daher doppelt so gespannt auf meine Probestunde bei der Turnhalle … Dort angekommen wurde mir erst mal ein (farblich zu meinem Outfit passendes) Trampolin zugewiesen, zwei Minuten spĂ€ter hallte ein lauter Beat durch den Kursraum. Die Bewegungen und Schritte kannte ich teilweise schon aus meinen Aerobic-Kursen, sodass ich mich schnell einfinden konnte.

Zum Warm-up starteten wir langsam mit den Basic-Schritten – dabei hĂŒpften wir ganz leicht auf dem Trampolin auf und ab. Weitere SprĂŒnge sind zum Beispiel Bounce Balance (hierbei verlagert ihr euer Gewicht von einem Bein auf das andere), Tip Toe (eure Fersen fĂŒhrt ihr abwechselnd nach oben, wĂ€hrend die Zehen fest auf dem Ausgangspunkt stehen) oder Jogging. Wichtig: Neigt euren Oberkörper wĂ€hrend der gesamten Sporteinheit leicht nach vorne und beugt eure Knie. Außerdem solltet ihr euren Bauchnabel aktiv Richtung WirbelsĂ€ule ziehen und den Rumpf in Spannung halten.

Neben den SprĂŒngen gab es auch immer wieder Balance-Einheiten: So stand ich beispielsweise auf einem Bein und streckte die Arme seitlich aus. Der Balance-Akt ging weiter, indem ich die Arme nach vorne schob und das freie Bein nach hinten. ZurĂŒck ging es wieder in die Ausgangsposition. Mit einem Sprung auf das andere Bein wiederholte sich der Vorgang.

Jumping Fitness: Frauen auf Trampolin stehen auf einem Bein

Jumping Fitness: 2 Frauen auf einem Tramplolin strecken die Arme aus und stehen auf einem Bein

Bodyweight-Übungen können ebenfalls super eingebaut werden. Legt euch zum Beispiel mit dem RĂŒcken auf das Trampolin und hebt eure Beine zu einer Kerze. Mit den HĂ€nden haltet ihr euch am oberen Rand des Trampolins fest. Kommt mit eurem Po hoch und senkt ihn dann ganz vorsichtig wieder ab. Diese Übung solltet ihr ohne Schwung ausfĂŒhren – versucht, die Kraft ganz konzentriert aus euren Bauchmuskeln zu nehmen.

Jumping Fitness: 2 Frauen liegen auf Trampolin und haben die Beine in die Höhe gestreckt

Eine weitere Übung, die perfekt fĂŒr den gesamten Körper ist, sind Planks. Geht in den UnterarmstĂŒtz und spannt Bauch, Po und Beine an. Die Tatsache, dass das Trampolin kein fester Untergrund ist, ist eine zusĂ€tzliche Erschwernis. Haltet die StĂŒtze dann fĂŒr mindestens 30 Sekunden. Achtet darauf, dass eure HĂŒfte und Schultern in etwa auf einer Höhe sind. Außerdem solltet ihr euer Gesicht gen Boden richten. Wenn ihr nĂ€mlich nach vorne schaut, kann dies zu Nackenschmerzen fĂŒhren.

Jumping Fitness: Frau macht auf einem Trampolin Plan

Wenn ihr mögt,  könnt ihr auch Boxing-Elemente einbauen. Stellt euch etwas seitlich auf und bewegt eure FĂŒĂŸe, sodass ihr in einer stĂ€ndigen Bewegung seid. Eure Arme sind in der Ausgangsposition angewinkelt und in der Abwehrhaltung vor eurem Gesicht. Pusht dann abwechselnd eure Arme nach vorne. Neu ist ĂŒbrigens der Trend „JUMPING meets Shadowboxer“. Hier werden die Elemente von SprĂŒngen und Boxen intensiv vermischt.

Jumping Fitness: Frau steht auf Trampolin und hat eine Boxing-Pose

Was ihr beachten solltet

Damit bei eurem Workout nichts schiefgeht, könnt ihr diese drei Tipps befolgen:

  1. Nutzt eure Beinkraft, euer Oberkörper sollte möglichst fest sein. Springt immer mit dem gesamten Fuß auf das Trampolin.
  2. Macht zwischen den einzelnen Songs kleine Pausen.
  3. Eine Kleiderordnung gibt es zwar nicht, ich empfehle euch aber, figurbetonte Kleidung und bequeme Schuhe zu tragen. So stört eure Kleidung euch nicht beim Jumping.

Jumping Fitness sieht ganz gewiss nicht elegant aus, ihr könnt euch aber ordentlich auspowern und werdet ohne Ende schwitzen. Zu lauter Musik hĂŒpft ihr im Takt – eine Menge Spaß inklusive! FĂŒr mich hat das Jumping absolutes Suchtpotenzial und ist eine tolle Abwechslung zum Laufen und Schwimmen. Probiert es doch mal aus: Auf die PlĂ€tze, fertig … Jump!

XX, Lisa

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