Fasten: erholt durch temporären Verzicht

Fasten: Tee mit Zitrone und Löffel
Two for Fashion Autorin Lisa
Montag, 11. Februar 2019, 9:36

Früher wurde Fasten nur aus religiösen Gründen praktiziert. Mittlerweile ist der temporäre bewusste Verzicht auf Nahrung  und somit die Entschlackung von Geist und Körper – sehr verbreitet. Good to know: Ihr müsst nicht einmal ganz auf Nahrung verzichten, sondern könnt auch das sogenannte Intervallfasten oder Basenfasten ausprobieren. Alles Wissenswerte sowie Tipps dazu findet ihr hier!

Was ist Fasten?

Die Wurzeln des Fastens liegen in der Religion. Egal ob bei Christen, Muslimen, Buddhisten, Hinduisten oder Juden – bei dem temporären Nahrungsverzicht geht es um die Reinigung von innen und das Schöpfen neuer Kraft. Die Fastenzeit der Christen beginnt in der Nacht vor Aschermittwoch und geht dann 40 Tage bis in die Osternacht hinein. Die 40 Tage stehen für die Fastenzeit Jesu in der Wüste. Muslime, bei denen die Fastenzeit Ramadan genannt wird, fasten im neunten Monat des islamischen Mondkalenders. Der Buddhismus und der Hinduismus haben dagegen keine vorgeschriebene Fastenzeit. Im Judentum gilt die Regel, dass höchstens 25 Stunden am Stück gefastet werden darf.

Bei allen Religionen geht es beim Fasten darum, sich zu besinnen, nachzudenken, Dinge bewusster zu erleben und wahrzunehmen, wie gut es uns meistens geht. Die Konzentration soll vollständig auf den Glauben gelenkt werden, um Gott näherzukommen.

Warum fasten wir?

Fasten: Glas mit Saft und Kräutern

Fasten hat jedoch nicht nur religiöse Gründe, es wird auch oft aus gesundheitlichen Gründen gefastet. Wir nehmen im Alltag häufig Gifte zu uns, die dem Körper in der Fastenzeit wieder entzogen werden können. Der Anfang der Fastenzeit ist schwer, und es bedarf viel Disziplin, dass ihr es wirklich durchzieht. Nach Tag 3 der Fastenzeit beginnt jedoch die Serotonin-Ausschüttung, die für Zufriedenheit sorgt. Die Darmflora wird entgiftet, und der Körper kommt zur Ruhe. Ihr fühlt euch gelassener und seid eins mit eurem Körper. Wenn ihr fasten wollt, besprecht dieses aber bitte mit eurem Hausarzt, denn bei zahlreichen chronischen Erkrankungen solltet ihr nicht fasten.

Intervallfasten für einen schlanken und gesunden Körper

Beim Intervallfasten beziehungsweise Teilzeitfasten geht es darum, dass ihr abwechselnd normal esst und in einigen Phasen komplett auf Nahrung verzichtet. In der Fastenphase sind nur Wasser und ungesüßter Tee oder Kaffee erlaubt. In welchem Rhythmus ihr fastet und esst, liegt bei euch. Bei der sogenannten 16:8-Methode liegen zwischen der letzten Mahlzeit (beispielsweise um 19 Uhr) und dem nachfolgenden späten Frühstück 16 Stunden. Danach könnt ihr 8 Stunden lang eure normalen Mahlzeiten zu euch nehmen, dann fastet ihr wieder 16 Stunden usw. Auf diese Weise baut der Körper Fett ab. Heißhungerattacken oder ein Schwächegefühl sollen mit der Methode des Intervallfastens umgangen werden. Wie lange ihr das Intervallfasten macht, bleibt euch überlassen. Probiert es doch einmal für zwei Wochen aus. Die Methode ist optimal für diejenigen, die abnehmen möchten, ohne auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Auch für Sportler ist die Fastenkur gut geeignet: In der morgendlichen Fastenzeit kann Sport gemacht werden, und ab mittags wird die notwendige Energie zugeführt. Ihr könnt zum Beispiel auch einen Rhythmus von 36:12 oder von 20:4 ausprobieren.

Den Körper entgiften durch Heilfasten

Heilfasten sorgt nicht in erster Linie dafür, dass ihr Körperfett verliert, sondern dass der Körper entgiftet wird. Diese Fastenmethode hat keine religiösen oder spirituellen, sondern gesundheitliche Gründe. Der Körper soll entschlackt und der Stoffwechsel entlastet werden. Heilfasten können alle Menschen, die gesund sind, denn in der Zeit des Fastens nehmt ihr keine feste Nahrung zu euch. Während des Heilfastens solltet ihr komplett auf Kaffee, schwarzen Tee, Nikotin und Alkohol verzichten und zudem mindestens drei Liter stilles Wasser trinken! Macht mindestens einen Entlastungstag vor der Fastenzeit, um euren Körper auf die Zeit ohne Nahrung vorzubereiten. An diesem Tag könnt ihr gut Reis, Haferflocken und frisches Obst essen. Wer sich noch besser vorbereiten möchte, isst nur frisches Obst und Gemüse – so fällt der Verzicht auf Essen am nächsten Tag noch leichter.

Am ersten Fastentag solltet ihr morgens unbedingt eine Darmreinigung machen. So sorgt ihr zu Beginn des Fastens dafür, dass der Darm richtig geleert ist und kein großes Hungergefühl entsteht. Dieses entsteht nämlich vor allem durch Verdauungsvorgänge im Darm. Das Heilfasten kann dann fünf bis sieben Tage dauern. In dieser Zeit nehmt ihr ungesüßte Kräutertees, stilles Wasser und zwei Mal täglich Gemüsebrühe oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte zu euch. Achtung: Nach dem temporären Verzicht ist es wichtig, dass ihr einen Aufbautag macht! Esst also nicht sofort fettige Pizza, sondern erst mal leichtes Essen wie Reis, einen Apfel oder eine gekochte Kartoffel. Magen und Darm sind schnell überfordert und müssen sich erst wieder an die Verdauung gewöhnen.

Übersäuerung vermeiden mit dem Basenfasten

Fasten: Salat in einer Schüssel

Ihr fühlt euch nicht mehr richtig wohl und seid schlapp? Dann kann es daran liegen, dass euer Organismus übersäuert ist. Auslöser sind zu viele säurebildende Lebensmittel, Stress und nicht genug Bewegung. Wenn ihr also euren Säureüberschuss abbauen wollt, könnt ihr es mit Basenfasten probieren. Es geht hier nicht darum, dass ihr vollständig auf Lebensmittel verzichtet, sondern nur Lebensmittel esst, die vom Körper basisch verwertet werden können. Basenbildende Lebensmittel sind beispielsweise Gemüse, Avocados, Mandeln oder pflanzliche Fette. Nicht erlaubt sind Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Süßes und Alkohol. Durch Basenfasten könnt ihr euren Säure-Basen-Haushalt wieder in Einklang bringen. Wichtig: Beim Basenfasten solltet ihr täglich mindestens zwei Liter stilles Wasser trinken. Gemüsebrühe, Kräutertees und ungesüßte Säfte sind ebenfalls erlaubt.

Die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Fastenkur

Damit euer Fasten optimal klappt, habe ich hier einige Tipps für euch zusammengetragen. Sie können euch dabei unterstützen, den Kopf frei zu bekommen, und euch die Fastenzeit erleichtern.

  1. Bewegung ist wichtig, da sie beim Abtransport von Giften und Abbauprodukten unterstützend wirkt. Außerdem wird der Stoffwechsel angeregt und der Muskelabbau verhindert. Überfordert euren Körper aber nicht, sondern geht lieber spazieren, macht Yoga oder Tai-Chi.
  2. Während eurer Fastenzeit solltet ihr viel im Freien sein. Die frische Luft sorgt dafür, dass ihr euch wacher und ausgeglichener fühlt.
  3. Achtet unbedingt darauf, dass ihr euch verwöhnt. Eine schöne DIY-Gesichtsmaske, ein Basenbad oder ein Ganzkörperpeeling – das alles ist super für euer Wohlbefinden. Ihr könnt ebenfalls in die Sauna, weil das Schwitzen zusätzlich dazu führt, dass über die Haut Gifte ausgeschieden werden.
  4. Reduziert während eurer Fastenzeit den Gebrauch von Smartphone, Fernsehen und Co. und wagt zusätzlich einen Digital Detox. Diese Dinge lenken euren Geist ab, und ihr könnt nur schwer zur Ruhe kommen.
  5. Findet Rituale, bei denen ihr euch entspannt, wie zum Beispiel das Anzünden von Kerzen oder Räucherstäbchen. Oder ihr lasst eine ruhige Musik laufen. Wie sagt es sich so schön: In der Ruhe liegt die Kraft!

Ob aus religiösen, spirituellen oder gesundheitlichen Gründen – Fasten wird immer beliebter! Ich hoffe, dass ich euch hilfreiche Tipps geben konnte, mit denen ihr die Fastenzeit gut übersteht. Habt ihr schon einmal Erfahrungen damit gemacht?

XX, Lisa

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