Leinen: der kühlende Stoff für den Sommer

Fashion Lexikon Leinen: Fasern gelblich/weiß

Was ist Leinen?

Leinen ist einer der ältesten Stoffe der Menschheitsgeschichte. Es handelt sich um eine hochwertige Naturfaser, die aus der Flachspflanze gewonnen und in einem aufwendigen Prozess verarbeitet wird. Der feste Leinenstoff ist wegen seiner kühlenden Eigenschaften vor allem in Form von Sommerbekleidung und Nachtwäsche verbreitet. Durch seine hohe Reißfestigkeit ist Leinen besonders langlebig.

Was zeichnet Leinen aus?

Da ökologische Naturfasern mit wachsendem Bewusstsein für den Umweltschutz an Bedeutung gewinnen, wird Leinen beliebter: Flachspflanzen benötigen im Anbau weniger Dünger und Pestizide als beispielsweise Baumwolle.

Stoffe aus Leinen weisen in der Regel eine strukturierte, leicht raue Oberfläche auf: Die Fasern sind von Natur aus bakterizid, also bakterienabweisend, und schmutzunempfindlich. Zudem sind Leinenstoffe fusselfrei, besonders strapazierfähig und langlebig. Leinen eignet sich sehr gut für Sommerbekleidung und Bettwäsche, weil der Stoff kühlend und atmungsaktiv ist. Da sich Leinen nur bedingt färben lässt, gibt es ihn meist in pastelligen, sanften Nuancen oder in seiner Naturfarbe. Bei Leinenstoffen wird zwischen Voll- und Halbleinen unterschieden: Halbleinen enthält im Gegensatz zu Vollleinen einen Anteil aus Baumwolle.

Leinen: der Weg zum Trendstoff

Die Geschichte der Leinenherstellung lässt sich bis zu 10.000 Jahre zurückverfolgen. Er gehörte stets zu den Standardstoffen und sogar ägyptische Mumien wurden schon in Streifen aus Leinen gewickelt. Vor der industriellen Revolution, die die Baumwolle auch nach Europa brachte, war Leinen neben Wolle bei uns das meist verwendete Material für Kleidung. Wegen seiner schmutzabweisenden Eigenschaften war der Stoff vor allem beliebt für körpernahe Kleidung wie Wäsche oder Unterkleider. Für die schwere Feldarbeit machten sich die Menschen die kühlende und schweißabsorbierende Funktion der Flachsfaser zunutze.

Fast bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden die Garne größtenteils handgesponnen. Auch wenn Leinen eine ganze Zeit lang durch andere Stoffe aus dem Markt gedrängt wurde, gewinnt der Stoff aufgrund seiner positiven Eigenschaften und der hohen Umweltverträglichkeit in der Textil- und Modeindustrie wieder zunehmend an Bedeutung.

Styling-Guide: So kombiniert ihr den Leinen-Stoff

In erster Linie ist Leinen in Form von Anzügen, Tuniken, Kleidern oder Blusen sehr verbreitet. In ihren charakteristischen Nude- oder Pastelltönen sorgt Leinenkleidung für ein besonders sommerliches Gefühl. Tragt eine weite weiße Leinenhose zu einem leichten Ringelshirt und Sandalen, legt dazu einen roten Lippenstift auf und schon ist der French Look perfekt. Stylt alternativ eine coole Mom Jeans zu einer weißen Leinenbluse und braunen Sandalen. Wenn ihr im Büro dem Dresscode Smart Casual folgen müsst, greift im Sommer zum Leinenanzug und tragt ein Seidentop darunter. Das wirkt gut angezogen und dennoch stylish.

Dos:

  • Kombiniert einzelne Leinenstücke mit Kleidung aus festen Stoffen wie Denim®.
  • Tragt Leinen im Allover-Look in Form eines Hosenanzugs oder Kostüms.
  • Stylt andere Naturmaterialien wie Leder oder Seide zu Leinen.

Don’ts:

  • Vermeidet die Kombination von zu vielen weit geschnittenen Leinen-Pieces in einem Outfit, das wirkt schnell unförmig.
  • Achtet darauf, dass der Leinenstoff nicht zu durchsichtig ist und tragt im Zweifelsfall etwas Blickdichtes darunter.
  • Tragt Leinen nicht ungebügelt.

Leinen richtig pflegen

Leinen wird mit jedem Waschgang weicher und schöner. Was ihr beim Waschen beachten müsst:

  • Legt eure Leinen-Pieces vor dem ersten Waschen in lauwarmes Wasser, damit sich keine Knitterfalten bilden.
  • Leinen kann in der Regel bei 60 Grad gewaschen werden. Damit der Stoff nicht unnötig abnutzt, wascht ihn jedoch lieber bei 40 Grad.
  • Macht die Waschmaschine nicht ganz voll, es heißt „Leinen möchte schwimmen“.
  • Verwendet ein mildes Waschmittel, um die Naturfasern zu schonen.
  • Gebt Leinen nicht in den Trockner, da so dauerhafte Falten entstehen.
  • Wir empfehlen euch, eure Kleidung zu bügeln, solange sie noch nicht ganz trocken ist. So lassen sich hartnäckige Falten viel leichter glätten.
  • Bewahrt eure Leinenkleidung hängend auf, damit keine Liegefalten entstehen.
  • Beachtet in jedem Fall die Pflegeanleitung des Herstellers.
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