Dance-Workout zu Hause? So gehts!

Dance Workout: Sport-Equipment auf einem Tisch
Lisa Thomsen
Dienstag, 19. Mai 2020, 16:27

Ihr liebt es, zum Beat die Hüften zu schwingen? Auch wenn die Tanzbesuche in Clubs aktuell wegen Corona ausfallen, auf ein Dance-Workout müsst ihr keineswegs verzichten. Da wird das eigene Wohnzimmer ruckzuck zum Dancefloor umfunktioniert, und schon könnt ihr euch ganz der Musik hingeben. Egal ob Zumba, Urban Street Dance oder ein Ballett-Workout – Dance-Fitness macht nicht nur Spaß, ihr verliert dabei auch ordentlich Pfunde.

Was ist ein Dance-Workout überhaupt?

Beim sogenannten Dance-Workout trainiert ihr euren Körper in Form von Tanzen. Ob schwungvoll und temporeich oder kontrolliert und gemächlich: Die Umsetzung kann total unterschiedlich ausfallen. Das Beste? Wenn ihr erst mal das richtige Dance-Workout für euch gefunden habt, fühlt es sich gar nicht mehr wie Sport an – obwohl ihr alle Körperpartien beansprucht! Ein Ganzkörpertraining, ohne dass es sich wie eines anfühlt. Gehts besser?

Neben der Fettverbrennung verbessert ihr eure Haltung sowie die Koordination und nehmt euren Körper bewusster wahr. Last but not least: Durch das Tanzen werden Glücksgefühle ausgeschüttet und Stress abgebaut. Also: Täglich 60 Minuten alles abschütteln und mit guter Laune belohnt werden.

Dance-Fitness als Alternative zum Joggen

Besonders für diejenigen, die Joggen als monoton empfinden, ist ein Dance-Workout die perfekte Option. Langweilig wird es hier bestimmt nicht! Der Kalorienverbrauch ist bei der Dance-Fitness mit bis zu 650 Kalorien pro Stunde vergleichbar mit einer Stunde Joggen (hier sind jedoch Intensität beziehungsweise Schnelligkeit entscheidende Faktoren). Einen besonders hohen Kalorienverbrauch habt ihr zudem bei einem Tanztraining, das als HIIT-Workout aufgebaut ist. So oder so, das Dance-Workout bietet eine tolle Abwechslung zum Joggen.

Von Zumba bis Poledance: unterschiedliche Arten des Dance-Workouts

Poledance: Frau auf Zehenspitzen an der Stange

Zumba? NIA? Poledance? Egal, für welches Dance-Workout ihr euch entscheidet, Spaß ist vorprogrammiert. Ich erkläre euch im Nachfolgenden die verschiedenen Workouts für zu Hause und worauf ihr dabei achten solltet.

Ballett-Workout

Geschmeidige Bewegungen in graziler Ausführung: Ein Ballett-Workout vereint Ballett-Elemente mit Yoga und Pilates. Durch das Training (übrigens fehlt hier die klassische Ballettstange) wird euer Körper nicht nur gestrafft und gelenkiger, die Muskeln werden auch schön definiert. Außerdem werdet ihr schnell merken, dass euer Körper leistungsfähiger und ausdauernder wird. Ein weiterer Pluspunkt? Ihr verbessert eure Haltung. Sitzt ihr oft gekrümmt am Laptop (besonders jetzt im Homeoffice), tut ihr eurem Rücken mit einem Ballett-Workout auf jeden Fall etwas Gutes!

Um wie eine Primaballerina durchs Wohnzimmer zu gleiten, braucht ihr jedoch weder Ballettschuhe noch Tutu. Greift zu leichten Sportschuhen mit flexiblem Material und bequemer Kleidung. Ich empfehle beispielsweise eine hochgeschnittene Tights und ein figurbetontes Crop Top – so kann nichts verrutschen. Achtet bei den Übungen unbedingt darauf, dass ihr sie kontrolliert und ruhig ausführt – die richtige Haltung ist nämlich das A und O.

NIA

Ihr wollt Tanz mit Spiritualität verbinden und euch darüber hinaus so richtig auspowern? Dann ist die sogenannte Neuromuscular Integrative Action (kurz: NIA) genau das Richtige für euch! Das aus den USA stammende Dance-Workout vermischt nämlich Tanz, Yoga-Figuren und Kampfsportelemente aus Taekwondo oder Tai-Chi. Das Ziel? Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Besonders im Fokus stehen dabei das „Loslassen“, die getanzte Lebensfreude sowie die Selbsterfahrung. Neben diesem spirituellen Aspekt ist aber auch die Intensität des Workouts nicht zu vernachlässigen. So sprecht ihr nämlich mit NIA alle Muskelgruppen an und könnt sogar – Achtung! – 600 bis 800 Kalorien verbrennen!

Poledance

Dass Poledance viel mehr ist als nur laszives Räkeln und sexy Moves, habe ich euch ja bereits in meinem Erfahrungsbericht zusammengetragen. Flexibilität, Technik, Kraft und Ausdauer stehen hier nämlich im Vordergrund. Für das Workout zu Hause empfehle ich euch, auf DVDs oder YouTube-Videos zurückzugreifen, bei denen euch ein Trainer entsprechend anleitet. Führt die Übungen dabei unbedingt sauber und konzentriert aus, damit es zu keinen Verletzungen kommt. Good to know: Eure Wohnung sollte über eine freie Fläche verfügen (einen Radius von mindestens 1,50 m), damit ihr die Poledance-Stange aufbauen und hieran trainieren könnt.

Urban Street Dance

Das Tolle an Urban Street Dance ist, dass es zahlreiche Komponenten aus verschiedenen Tanzrichtungen vereint. So beinhaltet das Dance-Workout nicht nur Elemente aus Hip-Hop, Modern und Jazz Dance, sondern auch Aspekte aus dem Aerobic oder Ballett. Da das Training recht anspruchsvoll ist, ist es hier extrem vorteilhaft, wenn ihr über eine gewisse Grundfitness verfügt – ansonsten verliert ihr schnell den Anschluss. Ein schnelles Tempo sowie bewegungsintensive Moves setzen zudem eine durchgehende Körperspannung voraus.

Zumba

Bereits seit einigen Jahren begeistert Zumba viele Menschen. Warum? Ganz einfach: Eine entsprechende Workout-Musik sorgt nicht nur für gute Laune, der Mix aus Tanz- und Intervalltraining ist auch ein echter Kalorienkiller. Dabei drillt ihr euren Body mit unterschiedlichen Choreografien, die bestimmte Schrittfolgen, Drehbewegungen und Sprünge aus Salsa, Samba und Reggaeton enthalten. Das Beste an Zumba: Ihr könnt es easy zu Hause machen. Ganz ohne irgendwelche Trainingsgeräte. Notwendig sind lediglich Hilfsmittel wie YouTube, Apps oder klassische DVDs, die als Anleitung dienen.

Wichtig: Wegen der schnellen Schrittwechsel empfehle ich euch, unbedingt auf das richtige Schuhwerk zu achten! Dieses sollte einen guten Halt geben – ein Sneaker mit elastischer Sohle ist absolut ungeeignet. Greift stattdessen zu einem hochgeschnittenen Sneaker, der durch den hohen Schaft einen stabilen Stand ermöglicht. Für die Kleidung gilt: Tragt das, worin ihr euch wohlfühlt. Weil Zumba für pure Lebensfreude steht, sind aber besonders farbige Looks mit Mustern beliebt.

Na, kribbelt es euch nun auch schon im ganzen Körper, und ihr wollt sofort abhotten? Worauf wartet ihr: Let’s dance!

XX, Lisa

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