Kaufberatung Westernsättel
Komfort und Stabilität bei langen Ausritten
Ein Westernsattel ist ein universell einsetzbarer Reitsattel für lange Ausritte, Turniere oder den täglichen Einsatz im Reitsport. Er bietet dir und deinem Pferd Stabilität, Komfort und eine besonders günstige Druckverteilung.
Inhaltsverzeichnis
> Was unterscheidet einen Westernsattel von anderen Sätteln?
> Welche Arten von Westernsätteln gibt es?
> Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Westernsattels achten?
> Wie reinige und pflege ich meinen Westernsattel? 7 Tipps
Was unterscheidet einen Westernsattel von anderen Sätteln?
- Ein Westernsattel hat eine große Auflagefläche und verteilt dein Gewicht gleichmäßig. Ein englischer Sattel ist im Vergleich dazu leichter, hat eine kleinere Auflagefläche und ermöglicht eine präzisere Hilfengebung.
- Durch das breite Sitzpolster bietet dir ein Westernsattel viel Komfort bei langen Ausritten. Ein Dressursattel hat dagegen eine tiefere Sitzfläche mit langen Pauschen, um eine aufrechte Haltung zu unterstützen.
- Der Westernsattel ist stabil und für lange Ritte sowie Arbeiten mit dem Pferd geeignet. Spring- und Vielseitigkeitssättel sind als Sportausrüstung für kürzere Belastungen konzipiert. Sie sind leichter und haben flachere Sitzflächen.
- Vom Wanderreitsattel unterscheidet sich der Westernsattel vor allem durch seine Größe und das Gewicht. Ein Wanderreitsattel hat eine breitere Auflagefläche, ist oft leichter, verzichtet auf das Horn und hat für lange Strecken eine Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck.
- Dank seiner flachen Form bietet der Westernsattel mehr Bewegungsfreiheit. Andere Reitsättel wie der Vaquero- oder Barocksattel haben oft hohe Galerien für eine feste Sitzposition.
Welche Arten von Westernsätteln gibt es?
Allround-Westernsattel
Dieser vielseitige Westernsattel eignet sich für Freizeit- und Trainingseinsätze. Er bietet dir eine ausgewogene Sitzposition und eine mittlere Auflagefläche, wodurch du ihn für verschiedene Disziplinen wie Trailreiten oder leichte Roping-Arbeiten verwenden kannst. Dank seiner stabilen Bauweise und bequemen Polsterung ist er eine gute Wahl für Reiter*innen, die einen flexiblen Sattel für unterschiedliche Zwecke suchen.
Freizeitsattel
Ein Freizeitsattel ist ein bequemer Westernsattel für lange Ausritte, der eine breite Sitzfläche und eine weiche Polsterung hat. Viele Modelle bieten Befestigungsmöglichkeiten für Gepäck und Trinkflaschen. Die mittelhohe Fork und das gepolsterte Cantle sorgen für einen sicheren Sitz. Durch langlebige Materialien wie Leder oder synthetische Stoffe ist er pflegeleicht und wetterbeständig, was ihn besonders für Geländeritte attraktiv macht.
Reining-Sattel
Der Reining-Sattel ist für präzise Manöver wie Spins und Sliding Stops optimiert. Er hat ein tiefes, nach hinten geneigtes Sitzprofil, das eine enge Verbindung zum Pferd ermöglicht. Flache Fender erleichtern dir die Hilfengebung mit den Beinen, während ein geringer Hornaufbau mehr Bewegungsfreiheit bietet. Die schmale Sitzform sorgt für einen besonders guten Kontakt, sodass du dem Pferd feine Signale geben kannst.
Cutting-Sattel
Dieser Westernsattel ist speziell für das Arbeiten mit Rindern ausgelegt. Er hat eine flache Sitzform, die schnelle Gewichtsverlagerungen unterstützt. Lange, frei bewegliche Fender ermöglichen dir präzise Beinimpulse. Die hohe, leicht nach hinten geneigte Fork gibt dir Stabilität bei plötzlichen Richtungswechseln des Pferdes. Durch das tiefe Sitzgefühl erhältst du maximale Kontrolle bei schnellen Wendungen.
Barrel-Racing-Sattel
Für rasante Tonnenrennen bietet dieser Westernsattel eine kompakte, leichte Bauweise mit tiefem Sitz. Die hohe Fork gibt Sicherheit in engen Wendungen, während dir die kurzen Fender mehr Beinfreiheit ermöglichen. Durch das geringe Gewicht von oft unter 10 kg kann das Pferd besonders schnell beschleunigen. Ein griffiger Sitzbezug verhindert das Verrutschen und sorgt für festen Halt bei Sprint- und Wendebewegungen.
Roping-Sattel
Diese Reitausrüstung ist für das Lassowerfen und den Umgang mit Rindern konzipiert. Der Sattel hat eine stabile, robuste Bauweise mit verstärktem Horn zum Anbinden des Rinds. Die breite Sitzfläche sorgt für Komfort bei langen Einsätzen, während dick gepolsterte Fender den Beinen Schutz bieten. Dank einer großen Auflagefläche verteilt sich dein Gewicht gleichmäßig, sodass der Sattel auch bei intensiver Belastung sicher und bequem bleibt.
Show-Sattel
Für Turniere und Präsentationen besticht der Show-Sattel durch auffällige Designs mit Lederpunzierungen, Silberbeschlägen und dekorativen Nähten. Er hat einen komfortablen Sitz für lange Prüfungen und eine ergonomische Passform für das Pferd. Das edle Design wertet das Gesamtbild der Präsentation auf. Trotz der Verzierungen bleibt der Sattel funktional und bietet dir ausreichend Halt für verschiedene Disziplinen.
Worauf sollte ich bei der Auswahl eines Westernsattels achten?
Die richtige Baumgröße für dein Pferd
Der Sattelbaum bestimmt die Passform des Westernsattels. Um die richtige Größe zu ermitteln, misst du die Schulterbreite und den Winkel des Pferderückens. Für durchschnittlich gebaute Pferde ist „Full Quarter Horse Bars“ mit einer Gullet-Weite von etwa 16 cm eine übliche Größe. Schmale Pferde benötigen eher „Semi Quarter Horse Bars“ mit etwa 14 cm.
Die passende Sitzgröße für dich
Die Sitzgröße des Westernsattels wird in Zoll angegeben. Eine gängige Größe für Erwachsene liegt zwischen 15 und 17 Zoll. Ein zu großer Sattel gibt zu wenig Halt, ein zu kleiner drückt und schränkt die Bewegungsfreiheit ein.
Baumlos oder mit Baum?
Ein baumloser Westernsattel ist besonders flexibel und passt sich gut an verschiedene Pferderücken an. Allerdings bietet er dem Reiter oder der Reiterin weniger Stabilität. Sättel mit Baum haben eine feste Form und verteilen den Druck gleichmäßiger, was den Rücken des Tieres entlastet.
Material: Leder oder synthetisch?
Leder-Westernsättel sind langlebig und robust und passen sich mit der Zeit an. Sie brauchen jedoch regelmäßige Pflege. Westernsättel aus synthetischen Materialien bringen weniger Gewicht auf die Waage und sind pflegeleichter, aber oft nicht so langlebig wie Ledersättel.
Wie reinige und pflege ich meinen Westernsattel? 7 Tipps
- Entferne nach jedem Ritt mit einer weichen Pferdebürste oder einem trockenen Tuch losen Staub und Schmutz.
- Schweiß und Fett lassen sich von einem Ledersattel mit einem feuchten Schwamm und spezieller Sattelseife beseitigen.
- Lass deinen Sattel an einem gut belüfteten Ort trocknen, jedoch nicht in direkter Sonne oder an einer Heizung.
- Nach der Reinigung halten Lederfett oder Lederbalsam das Material geschmeidig.
- Säubere bei Bedarf Sattelfilz und Polsterung mit einer Bürste.
- Schnallen und andere Metallteile glänzen wieder schön, wenn du mit einem speziellen Metallreiniger Rost und Schmutz wegpolierst.
- Lagere den Sattel auf einem Sattelhalter, damit er sich nicht verformt.