Kaufberatung Milchtöpfe
Flüssigkeiten ohne Anbrennen und Überkochen erhitzen
Wenn du Milch warm machst, brennt sie gerne mal an oder kocht über – mit einem Milchtopf passiert das nicht so schnell. In dieser Kaufhilfe erfährst du, welche Arten der Töpfe es gibt und wie du das richtige Produkt für deinen Bedarf findest.
Inhaltsverzeichnis
> Wie funktioniert ein Milchtopf und wofür brauche ich einen?
> Welche Arten von Töpfen zum Kochen von Milch gibt es?
> Was beachte ich beim Kauf eines Milchtopfes?
> Welcher Milchtopf ist der richtige für mich?
Wie funktioniert ein Milchtopf und wofür brauche ich einen?
- Milchtöpfe sind spezielle Töpfe, in denen du Flüssigkeiten ohne Aufschäumen erhitzen kannst.
- Zu diesem Zweck haben sie eine hohe, schmale Form, eine Antihaftbeschichtung, einen dicken Boden oder eine Doppelwand.
- Neben Milch und Kakao kannst du auch Brei, Soßen, Pudding, Sahne und empfindliche Lebensmittel wie Schokolade mit reduzierter Anbrenngefahr erwärmen.
- Schütthilfen erleichtern das kleckerfreie Ausgießen des Inhalts in Tassen oder andere Gefäße.
Welche Arten von Töpfen zum Kochen von Milch gibt es?
Einwandige Milchtöpfe
Durch die hohe Form der Töpfe kann die Flüssigkeit nicht so schnell überkochen. Varianten mit dicken, gut wärmeleitenden Böden verteilen die Hitze sehr gleichmäßig über den gesamten Topf, wodurch der Inhalt kaum anbrennen kann. Andere Modelle erreichen dies durch eine Antihaftbeschichtung oder Hartversiegelung.
Doppelwandige Milchtöpfe
Doppelwandige Milchtöpfe, auch Simmertöpfe genannt, nutzen das Prinzip des Wasserbads zur schonenden Erwärmung. Du füllst durch eine verschließbare Einfüllöffnung am Rand Wasser zwischen die Wände, sodass der Inhalt keinen direkten Kontakt zur heißen Topfwand hat und nicht anhaftet. Auch Kuvertüre lässt sich mit dieser Art von Koch- und Backzubehör einfach schmelzen.
Was beachte ich beim Kauf eines Milchtopfes?
Material
- Für Milchtöpfe wird häufig Edelstahl verwendet, der rostfrei, säurefest und spülmaschinengeeignet ist.
- Emaille ist sehr kratzfest, robust, oft für die Maschinenwäsche geeignet und eine gute Alternative für Nickel-Allergiker.
- Der nicht für den Geschirrspüler taugliche Aluguss hat eine gute Wärmeleitfähigkeit und ermöglicht energiesparendes Kochen.
- Milchtöpfe aus Keramik sind seltener. Sie haben den Vorteil, dass du Keramik in der Mikrowelle verwenden und heiße Milch darin direkt wie in einem Milchkännchen servieren kannst.
Antihaftbeschichtung
Während Edelstahlmilchtöpfe ohne Versiegelung auskommen und unempfindlich gegen häufiges Rühren sind, haben Alugussmodelle immer eine Beschichtung. Diese kann jedoch durch scharfe Gegenstände beschädigt werden. Die glasartige Beschichtung emaillierter Stahlblechtöpfe ist extrem hart und unempfindlich.
Größe und Fassungsvermögen
Der Durchmesser von Milchtöpfen reicht von 9 bis 18 cm, das Volumen liegt zwischen 0,5 und 1,9 l. Während die kleinen Modelle gut für die Zubereitung von Tassenportionen geeignet sind, kannst du in den großen Varianten auch Desserts für mehrere Portionen oder sogar Gemüse zubereiten.
Kochfeldart und Hitzebeständigkeit
Besitzt du einen Induktionsherd, ist nicht jedes Kochgeschirr dafür geeignet. Achte daher unbedingt auf die Hinweise in der Produktbeschreibung. Möchtest du deinen Milchtopf auch im Backofen verwenden, sollte er entsprechend hoch erhitzbar sein. Backofengeeignete Modelle sind oft bis 260 °C beständig.
Ausgießer
Um das Umfüllen der Milch zu erleichtern, haben Milchtöpfe entweder einen Ausguss (Schnabel) oder einen Schüttrand. Letzterer ist leicht nach außen gewölbt und hat eine Kante, sodass sich die Flüssigkeit ohne Kleckern und Tropfen ausgießen lässt.
Messskala
Einige Milchtöpfe haben an der Innenwand eine Messskala. So kannst du ohne zusätzlichen Messbecher Flüssigkeiten abmessen. In der Regel handelt es sich um Literskalen mit einer Einteilung von 250 oder 500 ml, einige Modelle haben zusätzlich eine US-Skala mit dem Maß Quart oder Cup.
Griff
Kleine Milchtöpfe haben häufig einen Henkel, sodass du sie ohne Umfüllen der Milch als Tasse benutzen kannst. Größere Exemplare sind mit einem Griff oder Stiel ausgestattet, der häufig aus nicht wärmeleitendem Kaltmetall besteht oder mit Kunststoff isoliert ist. Bei backofenfesten Milchtöpfen sind die Griffe gegebenenfalls abnehmbar.
Farbe und Design
Während Edelstahl- und Alugusstöpfe den typischen Kochgeschirr-Look haben, sind Emaille- und Keramikmodelle in verschiedenen Farben und Designs erhältlich. Pastelltöne stehen für den Retro-Stil der 1950er-Jahre, Punktmuster oder Fruchtmotive sehen in Landhausküchen hübsch aus.
Welcher Milchtopf ist der richtige für mich?
Milchtopf für Gelegenheitsnutzer
Möchtest du nur hin und wieder Milch erwärmen, ist ein einwandiger Edelstahlmilchtopf oder ein Emaille-Modell eine gute Wahl. Für kleine Ein- bis Zweipersonenhaushalte genügen Töpfe mit 0,5 bis 0,75 l Volumen, für mehr Personen wählst du eine Variante ab 1 l Fassungsvermögen.
Topf für Hobbyköche
Erhitzt du häufig nicht nur Milch, sondern auch andere Flüssigkeiten, empfiehlt sich ein doppelwandiger Milchtopf. Er eignet sich auch, um einfach Brei, Schokoladenguss oder Pudding zuzubereiten, denn darin brennen Speisen auch ohne ständiges Rühren nicht an und nichts läuft über.
Milchtopf für Profiköche
Für ein breites Einsatzspektrum in der Küche sind Milchtöpfe aus Aluguss gut geeignet. Ambitionierte Köche und Profiköche in der Gastronomie können in dem hochwertigen Kochgeschirr neben warmer Milch und Milchspeisen auch Soßen, cremige Desserts und Gemüse kreieren.