Enthaarung: Mit diesen Methoden gehts glatt in den Sommer!

Montag, 6. Mai 2019, 14:46

Das Thema Enthaarung ist ja schon irgendwie eine Sache für sich, oder? Es gibt so viele unterschiedliche Methoden und Möglichkeiten, die lästigen Härchen loszuwerden – da durchzusteigen ist gar nicht so einfach. Wir stellen euch die effektivsten Methoden vor: Nassrasur, Waxing, Sugaring, Epilieren, Enthaarungscreme und die Enthaarung mit Laser und Licht. Dabei erklären wir, wie genau die jeweilige Methode funktioniert und für wen und welche Körperstelle sie geeignet ist. Zudem bekommt ihr Extra-Tipps und Tricks von uns. So könnt ihr im Anschluss am besten entscheiden, wie euer ganz persönliches Enthaarungs-Ritual aussieht.

Enthaarung allgemein

Die Körperhaarentfernung wird in zwei Arten unterteilt: Bei der Depilation wird nur der sichtbare Teil der Haare (außerhalb der Haut) entfernt, und zwar mittels Rasur oder Enthaarungscreme. Bei der Epilation werden die Haare mit der Haarwurzel beseitigt – durch Waxing, Sugaring, Epilation oder Laser- und Licht-Methoden. Typisch ist die Bein-, Achsel- und Schamhaarentfernung. Manch einer entfernt zusätzlich die Haare an den Armen und im Gesicht. Vor allem in den warmen Sommermonaten, wenn kurze Kleidung viel Haut freigibt, gehört eine gründliche Enthaarung für die meisten zum (täglichen) Beautyritual dazu.

Not only for Mermaids – die Nassrasur

Entaahrungs-special Rasieren

Die Nassrasur ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Methode der Haarentfernung. Jede zweite junge Frau nutzt einen Nassrasierer, um die unliebsamen Härchen zu entfernen. Bei der Nassrasur kommt ein Rasierer mit Klinge zum Einsatz, mit dem die Haare so gekürzt werden, dass sie nicht mehr sicht- und fühlbar sind. Das Tolle: Sie geht ratzfatz unter der Dusche und ist extrem preiswert. Der Nachteil: Die Haare wachsen sehr schnell nach, sodass eine tägliche Enthaarung nötig ist. Bei starker und dunkler Behaarung also eher nicht zu empfehlen.

Besonders geeignet ist sie für die Beine, die Achseln und die Bikinizone. Damit die Rasur besonders effektiv und glatt geht, achtet darauf, dass die Haare nicht zu lang sind, da sie sonst die Rasierklingen verstopfen. Weicht eure Haare unter der Dusche zunächst ein paar Minuten ein, dann sind sie leichter zu stutzen. Ob ihr Rasierschaum oder -gel nutzt, ist euch überlassen – einige von uns in der Redaktion schwören auf den Verzicht dieser Mittelchen und setzen auf den alleinigen Einsatz von warmem Wasser. Rasiert zunächst mit leichtem Druck und in Wuchsrichtung. Erst zum Ende hin – und nur, wenn ein sehr glattes Ergebnis erzielt werden soll – führt ihr die Klinge entgegen der Wuchsrichtung.

Extra-Tipp: Sind alle Haare beseitigt, gönnt eurer Haut eine eiskalte Dusche. So ziehen sich die Poren wieder zusammen, und Irritationen haben keine Chance. Supergut gegen eingewachsene Härchen: ein regelmäßiges Peeling.

Enthaarung mit Wachs

Enthaarung durch Warm- und Kalt-Wachs

Beim Waxing werden die Haare mit Kalt- oder Warmwachs an der Wurzel herausgerissen. Hierzu gibt es (Stoff-)Streifen, die mit Wachs versehen sind und auf die zu enthaarenden Stellen gelegt werden. Nach kurzem Andrücken werden die Haare mit einer blitzschnellen Bewegung entfernt. Die Methode funktioniert auch bei relativ kurzen Haaren gut und ist (vor allem von professioneller Hand durchgeführt) sehr gründlich. Das Geniale: Dadurch, dass die Haare mit der Wurzel entfernt werden, wachsen sie mit der Zeit immer weniger nach und bleiben teilweise sogar ganz aus. Waxing ist also für jeden Haartyp und vor allem auch bei sehr dickem und dunklem Haar geeignet.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich prinzipiell jede Körperstelle durch Wachs enthaaren lässt, auch besonders empfindliche wie die Bikinizone. Eure Härchen müssen jedoch vor der erneuten Anwendung auf eine minimale Länge von zwei bis fünf Millimeter wachsen, was für viele zu lang ist. Außerdem kann die Haut – vor allem bei Waxing-Newbies – zu Irritationen neigen, was bei spontanen Dates mit Prince Charming nicht unbedingt von Vorteil ist.

Besonders Geschickte unter euch können zu Warm- und Kaltwachs für zu Hause greifen. Hierbei ist vor allem die genaue Anleitung auf der Verpackung zu beachten: Oft spielen Temperatur und Einwirkzeit eine große Rolle, was nur bei genauer Einhaltung zu einem glatten Ergebnis führt. Wichtig ist, dass die Härchen immer entgegen der Wuchsrichtung und mit einer schnellen Bewegung herausgerissen werden. Bei der DIY-Heißwachsbehandlung kann es helfen, sehr sensible Regionen vorher mit Babypuder zu bestäuben. Direkt nach der Enthaarung solltet ihr die Stelle jedoch komplett in Ruhe lassen.

Wichtig: Gründliches Peeling vor und (ab 72 Stunden) nach der Enthaarung sind Pflicht, denn nur so vermeidet ihr lästige eingewachsene Haare. Drückt außerdem direkt nach dem Abziehen des Streifens die flache Hand auf die enthaarte Stelle. Der Druck der kühlen Hand tut in der Sekunde des Schmerzes unheimlich gut.

Haarentfernung durch Sugaring

Enthaarung mit Zuckerpaste: Sugaring

Sugaring funktioniert im Prinzip wie klassisches Waxing, nur dass hierbei eine klebrige Zuckerpaste aus Zitronensaft, Zucker und Wasser statt Wachs verwendet wird. Auch hier wird das Haar an der Wurzel herausgerissen und wächst immer weniger nach. Da die Haare beim Sugaring mit der Haarwuchsrichtung herausgezogen werden, ist diese Methode hautschonender und sogar schmerzfreier als das herkömmliche Wachsen. Geeignet ist Sugaring bei sensibler Haut und besonders zarten Körperstellen wie der Bikinizone oder den Achseln. Nachteil ist jedoch, dass die Methode relativ geübte Hände erfordert und die Temperatur der Masse genau abgestimmt werden muss. Nur dann verkleben die feinen Härchen optimal und lassen sich einfach entfernen.

Wenn ihr Sugaring zu Hause machen wollt, müsst ihr darauf achten, dass die Masse Körpertemperatur und eine goldgelbe Farbe erreicht. Die warme Zuckerpaste tragt ihr dann mithilfe eines Spachtels auf die gewünschte Körperstelle und gegen die Haarwuchsrichtung auf. Nun legt ihr einen Vlies-Streifen auf die Paste und drückt ihn leicht an, um ihn dann sofort mit einer schnellen Bewegung in Wuchsrichtung wieder abzuziehen.

Tipp aus der Redaktion: Schaut euch diese Methode der Enthaarung erst mal beim Profi an und übt euch beim DIY in Geduld. Mit der Zeit werdet ihr sicherer, und somit wird Sugaring wahrscheinlich sogar zur Enthaarung eurer Wahl!

Dauerhafte Haarentfernung mit Laser oder Licht

Entaahrungs-Special IPL-Gerät

Immer mehr Frauen setzen auf die Enthaarung mit Laser oder Licht, wobei viele die Licht-Methode (auch IPL = Intense Pulsed Light) als verbesserte Nachfolge der Laser-Methode sehen. Bei der Enthaarung mit dem Laser wird jedes noch so kleine Härchen einzeln, bei der Licht-Enthaarung werden gleich mehrere Haare zusammen verödet. Bei IPL wird ein kurzer Blitz ausgesandt, der die Haarwurzeln durch Erhitzen des darin enthaltenen Melanins zerstört. Nach kurzer Zeit fallen die Haare aus und kommen mit Glück nie wieder. Diese dauerhafte Haarentfernung ist fast schmerzfrei  nur bei sensibler Haut ist ein leichtes Ziepen zu spüren. Die Anwendungsgebiete sind unbegrenzt, sodass jede Körperstelle mittels Licht enthaart werden kann. Da diese Art der Enthaarung nur in der Haarwachstumsphase möglich ist (und sich nicht alle Haare gleichzeitig in dieser befinden), sind jedoch mehrere Anwendungen nötig.

Leider ist eine Anwendung bei sehr hellem Haar oder dunkler Haut nicht zu empfehlen. Bei sehr hellem, grauem oder rotem Haar ist schlichtweg nicht genügend Melanin (Farbe) enthalten, sodass ein Veröden nicht möglich ist. Bei dunkler Haut kann es sein, dass sich die Haare farblich nicht richtig von der Haut absetzen und die Haut beschädigt wird bzw. farbliche Veränderungen auftreten. Alle Risiken der Enthaarung mittels Licht werden am besten mit einem Arzt und Profi abgeklärt. Ergibt sich aus dem Gespräch, dass eure Haut für die Enthaarung mit Licht geeignet ist, steht der DIY-IPL-Enthaarung zu Hause nichts im Wege. Wie und ob das funktioniert, hat Susanna getestet. Sie hat zwei Geräte ausprobiert, die sie euch im Video vorstellt. Schaut doch mal rein.

Gut gezupft durch Epilieren

Enthaarung durch Epilation/ Epilierer

Beim Epilieren benötigt ihr ein spezielles Epiliergerät, das mit seinem integrierten Pinzettensystem die Haare an der Wurzel entfernt. Dies bedeutet, dass jedes einzelne Haar ausgezupft wird und dann auch so schnell nicht wieder nachwächst. Hört sich schmerzhaft an, ist es aber nur bei den ersten Anwendungen. Übt ihr euch in Geduld, werdet ihr nach und nach mit einer seidenglatten Haut belohnt. Gut geeignet ist diese Methode für Beine und Arme, weil diese am schmerzunempfindlichsten sind. Aber auch für die empfindliche Gesichtspartie gibt es mittlerweile kleine, feine Epilierer, mit denen es fast nicht mehr wehtut. Vor allem diejenigen unter euch, die einen starken Haarwuchs haben, werden sich über das lang anhaltende Ergebnis freuen.

Achtet vor der Enthaarung darauf, dass eure Haut gereinigt ist, denn nur so erhaltet ihr ein perfektes Ergebnis. Besonders wichtig: Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschuppen und bereitet die Haut so optimal auf das Epilieren vor. Nach dem Epilieren beugt ein Peeling eingewachsenen Haaren vor. Unter der Dusche oder in der Badewanne lässt sich diese Methode der Enthaarung am allerbesten anwenden, weil die Haut durch das warme Wasser besonders entspannt ist und die Poren geöffnet werden. Setzt das Epiliergerät unbedingt gerade auf die Haut auf und vollzieht gleichmäßige Bewegungen. So erzielt ihr ein schön glattes Ergebnis. Eine kalte Dusche nach der Enthaarung ist vorteilhaft, da sich die Poren hierbei wieder zusammenziehen und Irritationen gemindert werden.

Extra-Tipp: Eine parfumfreie, kühlende Feuchtigkeitspflege hilft der Haut, sich nach der Epilation zu erholen. Toll ist hierfür ein Aloe-Vera-Gel, das auf die Haut aufgetragen wird.

Enthaarungscreme

Entaahrungs-Special: Enthaarungscreme

Enthaarungscremes sind Cremes, die blöde Härchen innerhalb weniger Minuten chemisch auflösen. Hört sich gruselig an, ist es aber gar nicht! Enthaarungscremes sind komplett schmerzfrei in der Anwendung. Zudem hält das Ergebnis länger als eine Rasur, und die Methode ist viel preisgünstiger als eine dauerhafte Haarentfernung. Hinzu kommt, dass sie an fast jeder Körperstelle angewandt werden kann. Enthaarungscremes sind also der perfekte Kompromiss aus allen hier vorgestellten Enthaarungs-Methoden. Super finden wir auch, dass sie von jedem Haartyp genutzt werden können und total easy in der Handhabung sind – DIY-Enthaarung also kein Problem. Was wir nicht so toll fanden: Manche Haare lösten sich trotz angegebener Einwirkzeit nicht auf – und den etwas gewöhnungsbedürftigen Geruch der Creme.

Nicht anwenden solltet ihr Enthaarungscremes, wenn ihr die Tage vorher schon zum Rasierer gegriffen habt, weil die Haut so gereizt werden kann. Benutzt die Creme am besten abends und überschreitet auf keinen Fall die auf der Packung angegebene Einwirkzeit. Wascht eure Haut im Anschluss mit viel lauwarmem Wasser ab und entfernt übrig gebliebene Haar-Monsterchen mit einer Pinzette.

Tipp: Wenn euch der Geruch sehr stört, greift nach der Enthaarung zu einer gut riechenden Bodylotion, die den „Duft“ übertüncht (bei sehr empfindlicher Haut jedoch nicht zu empfehlen, da Parfum die Haut reizen kann).

Wir hoffen, dass wir ein wenig Licht ins Tal der haarigen Verwirrung bringen konnten und dass ihr die Methode der Enthaarung findet, die ganz genau zu euch, eurer Haut und euren Haaren passt. So könnt ihr ganz easy in einen superglatten Sommer starten!

XX, Die Redaktion

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Kommentare zu diesem Beitrag
1 Kommentar
Alice
Dienstag, 16. August 2016, 0:45 Uhr

Tolle Tipps!

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