Haare ausfetten lassen: So wirkt eure Mähne länger wie frisch gewaschen

Haare ausfetten lassen: Frau greift sich von hinten in die Haare
Montag, 4. Mai 2020, 9:16

Die Haare sind gerade gewaschen, doch der Schopf sieht irgendwie trotzdem wieder strähnig aus. Viele von euch kennen das Problem bestimmt: Eine Kopfhaut, die dazu neigt, zu viel Talg zu produzieren, nervt!

Schluss mit öliger Haarpracht, denn die Haare ausfetten zu lassen, kann das Problem ein für alle Mal lösen. Was es genau mit dem Ausfetten auf sich hat und wie euch dies in eurer Haarroutine helfen kann, haben wir für euch herausgefunden.

Die grundlegende Erklärung ist nämlich im Kern ziemlich simpel: Ihr wascht eure Haare nicht wie gewohnt, sondern lasst sie ein Mal bewusst für mehrere Tage fettig werden, damit sich im Anschluss die Talgproduktion reguliert. Und mal unter uns, dafür haben wir doch gerade alle mehr als genug Zeit übrig.

Warum wir unsere Haare ausfetten lassen sollten

Die Haare nicht waschen – schön und gut, aber warum sollten wir dies tun? Ziel der ganzen Prozedur ist, dass sich die übermäßige Talgproduktion der Kopfhaut reguliert und ihr dadurch die Haare am Ende weniger oft waschen müsst. Durch die Pause kann sich die Kopfhaut beruhigen.

Wir alle neigen dazu, unseren gesamten Körper zu überpflegen. Auch die Haare. Shampoos mit Sulfaten, hier ein Conditioner, da eine Maske – alles kann dazu führen, dass eure Kopfhaut austrocknet und gereizt wird. Sie sendet dann eine Art Notruf an die Talgdrüsen, und ihr steckt ab diesem Zeitpunkt mitten im Beauty-Teufelskreis. Die Haare werden schneller fettig, und ihr müsst sie öfter waschen. Das reizt wiederum die Kopfhaut, und die Haare werden noch schneller fettig.

Für welche Haartypen funktionierts?

Haare ausfetten lassen: Frau mit Handtuch auf dem Kopf

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Kopfhaut, die dazu neigt, zu viel Talg zu produzieren, eignet sich bestens zum Durchfetten. Wenn ihr generell eher unter trockenen Haaren leidet, wird auch das Ausfetten am Ende nicht viel bringen. Aber mit diesem Haartyp habt ihr in der Regel auch kein großes Problem mit einem strähnigen Ansatz.

Wenn ihr eine empfindliche Kopfhaut habt, solltet ihr mit dem Ausfetten ein wenig vorsichtig sein. Liegt das Problem eures fettigen Schopfes an einer Überpflegung, kann euch dies gut helfen. Beachtet aber unbedingt unseren nächsten Abschnitt zu dem Thema, wie lange ihr eure Haare nicht waschen solltet. Denn – wer hätte es gedacht – auch zu langes Nicht-Waschen der Haare kann die Kopfhaut reizen!

Wie lange sollten wir unsere Haare durchfetten lassen?

Haare ausfetten lassen: Stillife mit Kalender

Wenige Tage, eine Woche, zwei Wochen? Die Theorien im Netz sind unterschiedlich. Wir empfehlen euch eine Dauer von rund fünf Tagen, bis zu einer Woche. In diesem Zeitraum hat die Kopfhaut genügend Zeit, um richtig durchzuatmen, ohne dabei erneut Schaden zu nehmen. Wie bereits erwähnt, kann zu viel Talg auf dem Kopf zu Reizungen und juckendem Ausschlag führen. Solltet ihr dieses Gefühl schon nach wenigen Tagen verspüren, denkt über einen Abbruch der Prozedur nach.

Alternativ könnt ihr ein Mini-Ausfetten ausprobieren. Hier wird einfach euer regulärer Waschrhythmus hinausgezögert. Beispiel: von jedem Tag auf alle zwei Tage, von jedem zweiten Tag auf alle drei Tage usw.

Schritt für Schritt: Haare ausfetten lassen leicht gemacht

Haare ausfetten lassen: Frau duscht

Okay, wir waschen unsere Haare also mal ein paar Tage nicht. Das wars? Damit das Haare-Ausfetten bei euch gut funktioniert, folgt einfach unserem Schritt-für-Schritt-Guide:

1. Die Reinigung

Zu Beginn reinigt ihr eure Haare mit einem Reinigungsshampoo, damit alle Rückstände von Pflegeprodukten entfernt werden. Achtet auch beim Shampoo am besten auf eines ohne Sulfate und Silikon.

2. Die Waschpause

Nun heißt es Wasserstopp. Für fünf bis sieben Tage wascht ihr eure Haare nicht. Bürstet sie aber weiterhin in regelmäßigen Abständen. So verteilt sich der produzierte Talg besser im ganzen Haar, und ihr sorgt neben einer Pflegepause eurer Kopfhaut auch noch für glänzende Längen. Und das ganz ohne Conditioner und Co.

3. Der Abschluss

Na, Zeit überstanden? Am Ende der Woche werden eure Haare nun erneut gründlich gewaschen. Wir empfehlen euch, dies in zwei Waschgängen zu tun. Runde eins entfernt den groben Schmutz. Das erneute Shampoonieren erledigt das Finetuning.

4. Die Gewohnheiten ändern

Vor dem Ausfetten ist nach dem Ausfetten: Die Haarpflegeroutine zu ändern, hat etwas mit Gewohnheiten zu tun. Kennt ihr die 21-Tage-Regel? Nach 21 Tagen wird eine Neuerung zur Gewohnheit für den Menschen. Wenn ihr direkt nach dem Ausfetten wieder übermäßig die Haare wascht, hilft euch die eine Woche Auszeit nicht weiter.

Haare durchfetten: die Dos & Don’ts

Dos

  • Legt eine längere Waschpause von bis zu einer Woche ein.
  • Auch das Hinauszögern eurer Haarwaschtage kann schon helfen.
  • Verzichtet auf übermäßig viele Haarprodukte.
  • Achtet auf die Inhaltsstoffe eurer Pflege. Macht eure Haarkur doch einfach mal selbst.

Don’ts

  • Mehrere Wochen die Haare nicht waschen. Juckreiz und Ausschlag droht!
  • Mit ungewaschenen Haaren die Mitmenschen belästigen. Müffeln will schließlich niemand.
  • Nach dem Ausfetten genauso weitermachen – neue Gewohnheiten müssen her.

Eigentlich doch mal ganz entspannt, die Haare bewusst ein paar Tage nicht zu waschen, oder? Die Haare ausfetten zu lassen, kann euch langfristig das Leben wirklich erleichtern und spart am Ende auch noch Geld, da ihr weniger Produkte benötigt. Für die schnelle Auffrischung eurer Haare und die Pflege eurer Kopfhaut haben wir noch ein paar coole Produkte für euch zusammengestellt. Have fun!

XX, Die Redaktion

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