Squalan: der hautverwandte Feuchtigkeitsbooster

Frau hält blaue Flasche mit Squalan

Squalan ist eine ölartige Flüssigkeit, die auf der Haut wie ein Schutzschild agiert und sie vor Trockenheit und Falten bewahren kann. Da sie dem hauteigenen Squalen sehr ähnelt, ist sie für jeden Hauttyp geeignet und sehr gut verträglich. Was sie sonst noch kann und wie ihr sie anwendet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Was ist Squalan?

Squalan, auch Phytosqualan genannt, ist eine ölige, klare Flüssigkeit, die absolut farb- und geruchlos ist. Verwechselt sie nicht mit Squalen: Dieses ist mit 12 bis 13 Prozent der Bestandteil des Sebums unserer Haut (Talg), der sie nach außen hin schützt. Squalan (mit „a“) ist für die Hautpflege besonders gut geeignet: Es ist nicht komedogen, oxidiert nicht mit Sauerstoff und verhindert auch die Oxidation der natürlichen Hautlipide. Somit ist Squalan ein Antioxidans und Radikalfänger.

und lässt Tropfen fallen

Wie wird Squalan hergestellt?

Früher wurde Squalan aus Haileber hergestellt. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, und für unsere Schönheit muss kein Hai mehr sterben. Phytosqualan wird aus Pflanzen gewonnen. Hauptsächlich aus Oliven, aber auch aus Zuckerrohr und Amaranth. Squalan aus Oliven wird größtenteils aus den Rückständen gewonnen, die beim Pressen des Öls zurückbleiben. Das macht es ganz nebenbei noch nachhaltig.

Wie wirkt Squalan?

Squalan lässt sich auf der Haut supergut verteilen, was an dem sogenannten Spreitwert von 602 liegt. Im Gegensatz zu Ölen ist es nicht fettend und zieht sehr schnell völlig rückstandslos ein. Dabei hat es überaus pflegende Eigenschaften: Es soll die Haut hydratisieren, sie besonders weich machen und einen leicht weichzeichnenden Effekt haben. Deshalb ist es auch wunderbar als Make-up-Grundlage geeignet. Außerdem kann es gegen Trockenheitsfältchen wirken wegen seiner Eigenschaft, die Feuchtigkeit in der Haut zu binden. Schließlich soll es als Antioxidans agieren, weil es freie Radikale fängt, die unsere Haut altern lassen.

Da die ölartige Flüssigkeit unserem hauteigenen Squalen so ähnlich ist, ist Squalan sehr gut verträglich und in seiner Anwendung völlig unbedenklich. Sogar Babyhaut lässt sich damit bedenkenlos einreiben. Abgesehen von seinen eigenen pflegenden Eigenschaften kann Squalan andere Wirkstoffe wie Retinol oder Hyaluronsäure in die Haut einschleusen, indem es sie an sich bindet und mit sich in tiefere Hautschichten nimmt.

Frau hält blaue Flasche mit Squalan und lässt Tropfen fallen

Anwendung: Squalan für die Haut

Pures Squalan lässt sich sehr vielfältig anwenden. Hier kommt ein kleiner Überblick über die gängigsten Anwendungsgebiete:

  • Verteilt nach eurem Tonic zwei bis drei Tropfen Phytosqualan auf eurem Gesicht. Im Anschluss benutzt ihr euer Serum und danach die Feuchtigkeitspflege. Das Squalan wird eure Haut mit Feuchtigkeit versorgen und alle Nährstoffe der restlichen Pflege besser verwertbar machen.
  • Morgens: Gebt zwei bis drei Tropfen auf eure Haut, bevor ihr euch schminkt – so habt ihr eine gute Make-up-Grundlage.
  • Squalan soll auch Dehnungsstreifen vorbeugen: Seid ihr schwanger, dürft ihr euren Bauch ruhig großzügig damit einreiben. Es macht die Haut geschmeidig und dehnungsfähiger, ohne sie zu reizen.
  • Sogar für Babyhaut ist es unbedenklich, weil es antiallergen ist und besser verträglich als herkömmliche Öle. Sollten eure Kleinen also mal trockene Hautstellen haben, pflegt sie ruhig mit purem Squalan.
Frau gibt Squalan mit einer Pipette auf ihre Haut

Squalan für die Haare

Da Squalan nicht fettet, könnt ihr es sogar in euren Haaren anwenden. Es ist ein toller Ersatz für herkömmliche Haarpflegeprodukte mit Silikon. Besonders trockenes, störrisches Haar kann davon profitieren. Gebt ein bis zwei Tropfen in eure Haarspitzen und -längen (handtuchtrocken), und ihr könnt auf den Conditioner verzichten. Als Leave-in-Produkt soll Phytosqualan eure Haare geschmeidig machen, ihnen Glanz verleihen und auf lange Sicht die Spitzen sogar vor Spliss bewahren.

Eine Kur ist ebenfalls möglich. Gebt dafür ein paar Tropfen auf eure trockene Kopfhaut und in die Haarlängen. Lasst alles eine Stunde einwirken und wascht euer Haare wie gewohnt. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch einfach ein paar Tropfen direkt mit eurem Shampoo mischen und dieses wie gewohnt anwenden. Nachteil: Da ein großer Teil ausgewaschen wird, braucht ihr eine größere Menge Squalan.* Auch wenn ihr eure Haare selber färbt, kann das nicht fettende Öl für neue geschmeidigkeut sorgen.

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