Kaufberatung Kinder-Mountainbikes
Geländefahrräder für Jungen und Mädchen
Mit Kinder-Mountainbikes fährt der Nachwuchs auch auf unbefestigten Wegen und rutschigen Untergründen mit genügend Halt. Dank breiter, griffiger Reifen und komfortabler Federung ist für Fahrspaß gesorgt.
Inhaltsverzeichnis
> Wodurch zeichnet sich ein Kinder-Mountainbike aus?
> Welche MTB-Modelle für Kinder gibt es?
> Wie finde ich das passende Mountainbike für mein Kind?
> Welches Zubehör für Kinder-Mountainbikes gibt es? 6 Tipps
Wodurch zeichnet sich ein Kinder-Mountainbike aus?
- Im Vergleich zu einem normalen Kinderfahrrad ist ein MTB mit breiten Profilreifen für Fahrten abseits von asphaltierten Straßen und Kieswegen ausgelegt.
- Durch die große Übersetzungsbandbreite kommt der Nachwuchs auch steile Anstiege hoch.
- Die Federung an einem Kinder-MTB fängt Stöße auf: Das schont den Rücken und die Gelenke.
- Weitere Komponenten wie Lenker, Bremsen und Sattel ermöglichen eine gute Kontrolle des Mountainbikes auf holprigen, bergigen Untergründen.
- Fahrten im Gelände kommen dem natürlichen Spieltrieb der Kinder entgegen.
- Mit einem Kinder-Mountainbike überwinden Mädchen und Jungen kleine oder größere Hindernisse – das ist gut für den Gleichgewichtssinn und das Selbstvertrauen.
Welche MTB-Modelle für Kinder gibt es?
Hardtails
Ein Kinder-Mountainbike ohne Federung am Hinterbau wird als Hardtail bezeichnet. Die Dämpfung beschränkt sich auf die Gabeln am Vorderrad. Dadurch ist das Kindergeländerad robust, wartungsarm und einfach zu handhaben. Der Nachwuchs kommt damit auf Schotter, Waldpfaden und Forstwegen gut voran, da die Kraftübertragung direkt ist und kein Verlust über eine Vollfederung stattfindet.
Full-Suspension-Bikes
Mit einem Kinderfully können Kids dank der komfortablen Vollfederung auch anspruchsvolle Passagen meistern. Durch die vordere und hintere Dämpfung „schluckt“ das Rad Stöße und fängt den Aufprall nach Sprüngen ab. Mit entsprechender Fahrtechnik können Kinder selbst felsige Bergabfahrten kontrolliert herunterfahren. Bergauf bietet die Hinterbaufederung ebenfalls einen Komfortgewinn, lässt sich bei Bedarf aber auch deaktivieren. Die zusätzlichen Federungskomponenten an einem Full-Suspension-Bike erhöhen den Wartungsaufwand.
Wie finde ich das passende Mountainbike für mein Kind?
Wie ist die richtige Rahmengröße nach Alter und Körpergröße?
Damit das MTB zu Alter und Körpergröße deines Kindes passt, sollte es die richtige Rahmenhöhe haben. Sie liegt zwischen 24 und 38 cm. Auch die Reifengröße, angegeben in Zoll – von 12" bis 26" –, spielt eine Rolle und sollte mit der Körpergröße korrelieren. Folgende Orientierungswerte gelten, wenn du beispielsweise herausfinden willst, welche Fahrradgröße zu deinem 11-Jährigen mit einer Körpergröße von 150 cm passt:
- Körpergröße 95 bis 105 cm, Beinlänge ca. 42 cm, Alter bis 3 Jahre: Rahmengröße 18 bis 21 cm, Radgröße 12"
- Körpergröße 100 bis 115 cm, Beinlänge ca. 44 cm, Alter bis 4 Jahre: Rahmengröße 21 bis 23 cm, Radgröße 12 bis 16"
- Körpergröße 105 bis 120 cm, Beinlänge ca. 48 cm, Alter bis 5 Jahre: Rahmengröße 23 bis 29 cm, Radgröße 16 bis 18"
- Körpergröße 115 bis 125 cm, Beinlänge ca. 52 cm, Alter bis 6 Jahre: Rahmengröße 25 bis 32 cm, Radgröße 18"
- Körpergröße 120 bis 135 cm, Beinlänge ca. 55 cm, Alter bis 8 Jahre: Rahmengröße 25 bis 34 cm, Radgröße 20"
- Körpergröße 130 bis 150 cm, Beinlänge ca. 60 cm, Alter bis 11 Jahre: Rahmengröße 28 bis 35 cm, Radgröße 24"
- Körpergröße 140 bis 160 cm, Beinlänge ca. 66 cm, Alter bis 13 Jahre: Rahmengröße 32 bis 38 cm, Radgröße bis 26"
Kann das MTB im Straßenverkehr genutzt werden?
Kinder-Mountainbikes mit STVZO-Ausstattung haben Vorder- und Hinterradbeleuchtung sowie Reflektoren. Sie entsprechen somit der Straßenverkehrsordnung und können beispielsweise auch für den Schulweg in der Dämmerung zum Einsatz kommen. Weiterhin ist es für die Straßenzulassung Vorschrift, dass das MTB mit einer Klingel ausgestattet ist. Diese kannst du problemlos nachrüsten. Das gilt auch für das Licht: Eine batterie- oder akkubetriebene Fahrradbeleuchtung zum Abnehmen oder für die Festmontage ist erlaubt.
Welche Gangschaltung braucht das Bike?
Ob das Kinder-MTB 3 bis 6, 7 bis 9, 10 bis 15 oder 16 bis 21 Gänge haben soll, hängt vom Alter des Nachwuchses und vom Einsatzbereich ab. Jüngere Kinder tun sich mit der Bedienung der Schaltung leichter, wenn es nicht so viele Gänge gibt. Fünf Gänge genügen beispielsweise, wenn das Gelände flach ist. In bergigem Terrain und mit zunehmendem Alter spielt eine komplexere Gangschaltung mit sieben Gängen oder mehr ihre Stärken aus.
Art der Bremse: Auf welchem Untergrund fährt dein Kind?
Der einfachste Bremsentyp sind V-Brakes: Sie sind einfach zu warten, können aber leichter verschmutzen und haben bei Nässe Nachteile in der Bremswirkung. Fährt dein Kind gerne im Matsch und in Dirtparks, empfehlen wir dir Scheibenbremsen.
Welches Zubehör für Kinder-Mountainbikes gibt es? 6 Tipps
- Um bei Stürzen den Kopf zu schützen, ist ein Kinderfahrradhelm Pflicht. Für Kinder bis zwölf Jahre ist er gesetzlich vorgeschrieben.
- Für einen sicheren Stand auf den Pedalen empfehlen wir Fahrradschuhe, am besten spezielle MTB-Modelle.
- Kinderfahrradhandschuhe und atmungsaktive Fahrradbekleidung erhöhen den Komfort sportlicher kleiner Biker.
- Auf längeren Touren ist eine Kinder-Trinkflasche für die Flüssigkeitsversorgung vorteilhaft – am besten ein Modell, das in eine Flaschenhalterung am Rahmen passt.
- In einem Fahrradrucksack kann dein Kind Verpflegung, Getränke, eine Regenjacke und Wechselkleidung verstauen.
- Fährt der Nachwuchs auch mal über Rampen im Bikepark, bieten Protektoren Schutz bei Stürzen.