10 Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt

10 Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt
Two for Fashion Autorin Susanna
Dienstag, 24. März 2020, 8:32

Auf der Welt passiert zurzeit wegen Corona – oder Covid-19 – irre viel. Erkrankte müssen versorgt werden, und es wird in Lichtgeschwindigkeit geforscht. Gleichzeitig steht die Welt für viele von uns still. Schulen und Kitas sind geschlossen. Vielleicht könnt ihr nicht mehr arbeiten, oder ihr habt die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Wir von TWO FOR FASHION arbeiten derzeit auch daheim. Wobei mein Mann und ich unseren fünfjährigen Sohn abwechselnd betreuen.

Da nun auch Bars, Restaurants und sämtliche Kulturbetriebe geschlossen haben, verbringen wir alle so viel Zeit in den eigenen vier Wänden wie wohl nur unsere Urururgroßeltern vor der industriellen Revolution. Wir haben zehn Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt, gesammelt. Damit ihr zumindest ein paar positive Dinge aus dieser schwierigen und (bisher) einzigartigen Zeit ziehen könnt.

1. Endlich Zeit für den Frühjahrsputz

Bei uns in Hamburg schien die Sonne in den letzten Tagen erstaunlich viel. Ganz so, als hätte sie geahnt, dass viele Menschen zu Hause sind. Plötzlich registrieren wir jedes Staubkorn, die ergrauten Fugen im Bad und jeden alten Kaffeefleck. Wo wir uns sonst sagen, dass wir das irgendwann mal am Wochenende erledigen, können wir jetzt sofort starten. Endlich ist genügend Zeit für einen richtigen Frühjahrsputz! Das Tolle daran: Auch wenn es erst mal keinen Spaß bringt, wird euch das Ergebnis umso glücklicher machen. 

Putzt die Fenster und lasst so noch mehr Sonne rein. Das tut gleich doppelt gut. Stellt das Bad auf den Kopf und mistet bei der Gelegenheit gleich alte Tiegelchen und abgelaufenes Make-up aus. Taut den Kühlschrank ab und wischt mal oben über die Küchenschränke. Und wenn ihr schon dabei seid, saugt die Polstermöbel, räumt die Regale aus und wischt dort Staub. Ihr werdet sehen: Ist sämtlicher Mief aus der Wohnung geputzt, werdet ihr euch wieder so richtig wohlfühlen in eurem Heim.

2. Ausmisten à la Marie Kondo

Habt ihr auch so viele Sachen zu Hause, die ihr nie braucht? Die alten Bücher aus der Uni, die völlig stumpfe Käsereibe oder die Poster aus Teenie-Tagen? Mit Sicherheit habt ihr viele Klamotten, die ihr nie tragt. Nutzt jetzt die Zeit und entscheidet ganz in Ruhe, was ihr noch benötigt und was weiterwandern kann. Das Buch „Magic Cleaning“ der Japanerin Marie Kondo ist nicht zu Unrecht einer der größten Weltbestseller der letzten Jahre. Sie zeigt euch Schritt für Schritt, wie ihr euer Zuhause und damit auch euren Geist von unnützen Dingen befreit. Eure aussortierte Kleidung könnt ihr wunderbar und ganz easy der Aktion Platzschaffen mit Herz spenden.

10 Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt: Ausmisten a la Marie Kondo

3. Kocht frisch und erfrischt eure Seele

Im Alltagsstress schiebt ihr gern mal ne TK-Pizza in den Ofen oder macht eine Dose auf? Jetzt könnt ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzen und euch und eurem Körper etwas Gutes tun. Denn: Essen hält Leib und Seele zusammen. Vor allem in schwierigen Zeiten. Während in sämtlichen Supermärkten des Landes Nudeln und Dosentomaten ausverkauft sind, nutzt die Chance und kocht Frisches. Schnappt euch die tollen Kochbücher, aus denen ihr noch nie etwas gekocht habt, und legt los.

Nehmt euch Zeit für selbst gekochte Ramen, fermentiert Kimchi oder anderes Gemüse oder versucht es mit luftig-leichten Gemüsenudeln. Habt ihr Kinder, freuen sie sich bestimmt über Abwechslung und helfen gern beim Schnippeln und (vorsichtigen) Umrühren. Dafür kann ich euch das Buch Yummy als Inspiration sehr empfehlen.

10 Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt: Drei verschiedene Spiralschneider-Rezepte

 4. DIY: Nehmt es (selbst) in die Hand

Handarbeiten sind gut für die Seele. Dies belegen einige Studien, die zeigen, dass Stricken entspannt und der Puls dadurch gesenkt wird. Infolgedessen können sich Ängste lösen. Gerade jetzt in diesen unsicheren und durchaus auch beängstigenden Zeiten eine gute Möglichkeit, Ruhe zu bewahren. Andere filigrane Arbeiten wie Sticken, Häkeln, Töpfern und Co. können sich ebenso positiv auf das Gehirn auswirken und sogar die Gedächtnisleistung steigern, wie es in der taz heißt. Handarbeiten – egal welcher Art – fördern die Vernetzung neuronaler Zellen im Gehirn und können so dem Gedächtnisverlust im Alter entgegenwirken.

Also, Mädels, holt den angefangenen Schal raus und beendet euer Werk. Malt mal wieder, bestickt einen Kragen oder formt Figuren aus Salzteig. Viele DIY-Künstler bieten derzeit Tutorial-Videos an, mit denen ihr diverse Handarbeitskünste ganz easy lernen könnt. Ihr werdet sehen, es macht Spaß. Und tut gut. Und am Ende habt ihr schöne Dinge in den Händen, die ihr an eure liebsten Menschen draußen verschicken könnt.

5. Move your Body

Bei unseren zehn Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt, darf Bewegung auf keinen Fall fehlen. Gerade jetzt, wo der tägliche Gang zur Arbeit oder Uni wegfällt, brauchen wir Bewegung. Es tut unseren Körpern nicht gut, wenn wir uns überhaupt nicht mehr bewegen. Klar ist es verführerisch, den ganzen Tag auf dem Sofa abzuhängen, aber rafft euch auf! Denn: Sport setzt Glücksgefühle frei! Und die können wir alle zurzeit sehr gut gebrauchen.

Auch wenn ihr nur begrenzt Platz zur Verfügung habt, versucht, euch täglich zu bewegen. Wir haben ein paar wunderbare Body-Weight-Übungen und ein brandneues Home-Workout für euch zusammengestellt, die ihr auch zu Hause ohne Hilfsmittel machen könnt. Zudem könnt ihr täglich ein paar Yoga-Übungen einplanen. Yoga kann Stress reduzieren, sich positiv auf euer Immunsystem auswirken und zu mehr Konzentration verhelfen. Ich persönlich kann euch die Yoga-Videos von Mady Morrison sehr ans Herz legen. Ihr positive Art macht einfach gute Laune.

Home-Workout: Frau in Mountain-Climber Position

6. Keep on Reading

Haben wir nicht alle ein paar Bücher auf dem Nachttisch, die wir unbedingt noch lesen wollen? Jetzt haben wir endlich genügend Zeit dafür. Lest die Romane eurer Lieblingsschriftsteller, die spannendsten Krimis oder diese inspirierenden Bücher. Damit könnt ihr in andere Welten abtauchen oder sogar etwas lernen. Ich finde es immer noch am schönsten, ein „echtes“ Buch in den Händen zu halten. Mal nicht vor einem Bildschirm zu sitzen, kann sehr entspannend sein. Aber wenn ihr lieber digital lest oder Hörbücher hört, ist das natürlich auch total okay.

Zahlreiche Hörbücher gibt es mittlerweile über die Streaming-Dienste. Da ist bestimmt einiges für euch dabei. Und wenn wir schon beim Hören sind: In diese Interview-Podcasts müsst ihr unbedingt mal reinhören. Ihr sucht eher etwas zum Thema Mindset? Dann schaut mal in diese Podcast-Empfehlungen.

10 Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt: mit lesen oder Podcasts

7. Lernt eine Sprache

Auch wenn wir gerade nicht reisen können, irgendwann dürfen wir bestimmt wieder nach Spanien, Kalifornien oder Bali. Laut „The Guardian“, der englischen Zeitung, kann unser Gehirn durch das Lernen einer Sprache wachsen. Wow – das ist ja wohl der Wahnsinn! Ganz ähnlich, wie eine körperliche Betätigung die Muskeln beeinflusst, verändert sich unser Gehirn, wenn wir es trainieren. Unsere grauen Zellen wachsen, wir werden besser im Multitasking und können relevante Informationen aus komplexen Zusammenhängen meist besser filtern.

Mal ganz davon abgesehen ist es auch irre praktisch, wenn wir in unserem italienischen Lieblingslokal an der Amalfiküste in fließendem Italienisch mit dem süßen Kellner flirten können. Findet ihr nicht auch? Zudem kommen Sprachkenntnisse im Berufsleben immer sehr gut an und steigern eure Karrierechancen. Also, ladet euch eine Sprachlern-App runter und legt los. Wisst ihr schon, was ihr lernen möchtet?

8. Stay Beautiful

In Krisenzeiten verkauft sich ein Beauty-Produkt immer besonders gut: der rote Lippenstift. Zum einen liegt es daran, dass kein Geld für teure Klamotten da ist, es für einen Lippenstift aber immer noch reicht. Zum anderen kann ein auffälliger Lippenstift unsere innere Haltung stärken und uns helfen, uns gut und attraktiv zu fühlen.

Ihr könnt auch sonst eine ganze Menge für eure Schönheit und euer Wohlbefinden tun. Nutzt die Zeit für einen Home-Spa-Tag. Oder denkt über eure Beauty-Routine nach: Nun habt ihr bestimmt Zeit für die zehn Schritte der aufwendigen, aber wohltuenden K-Beauty. Vielleicht werdet ihr ja schon bald mit der angesagten Glass Skin belohnt.

Trend K-Beauty: diverse koreanische Pfelegprodukte von Dewytree, Oh K! und Huxley

9. Sortiert eure Fotos

Euer Smartphone quillt über vor Selfies? Die schönen Bilder aus dem traumhaften Urlaub im letzten Sommer oder die Familienfotos von Weihnachten sind noch nicht gesichtet? Dann macht euch jetzt an die Arbeit. Schwelgt in Erinnerungen. Markiert die wirklich guten Fotos und kreiert einzigartige Erinnerungsalben. Das geht eh am besten online und ganz bequem von zu Hause.

Zieht die schönsten Bilder auf eine externe Festplatte und löscht sämtliche Daten, mit denen ihr nichts mehr anfangen könnt. Ihr werdet euch befreit fühlen.

10. Stay in Touch – without touching

Habt ihr nun auch den 80er-Jahre-Hit von MC Hammer im Ohr? „U Can’t Touch This“ lässt sich gerade enorm gut auf unsere Situation übertragen. Zum Video lässt sich übrigens hervorragend tanzen. Auch wenn wir nicht zu unseren Freunden oder gar der geliebten Oma können, ist es umso wichtiger, in Kontakt zu bleiben. Wir dürfen uns zwar nicht körperlich nah sein, aber es gibt ja immer noch Telefone.

Gerade wenn ihr allein lebt, versucht viel mit anderen zu sprechen. Der persönliche Austausch hilft. Oder wie wäre es mit einem virtuellen Dinner mit Freunden oder euren Eltern? Über Skype oder FaceTime können wir uns auch auf Distanz nah sein. Tolle Erfindungen, die wir jetzt richtig gut nutzen können!

Ihr Lieben – hoffentlich helfen euch meine zehn Tipps, wie ihr die Zeit zu Hause sinnvoll nutzt, durch diese ungewöhnliche und schwierige Zeit. Natürlich könnt ihr auch nach Lust und Laune #bingewatching betreiben. Aber irgendwann werdet ihr alle durchgeguckt haben. Lasst uns alle hoffen, dass so schnell wie möglich ein Impfstoff gefunden wird. Passt auf euch auf und bleibt gesund!

XX, Susanna

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