Selbstbräuner auftragen und entfernen: So geht’s

Selbstbräuner: Frau im Bikini cremt sich den Arm ein
Mittwoch, 21. April 2021, 10:28

Gebräunte Haut ohne die gefährliche UV-Strahlung? Hach, wie wunderbar, dass das geht. Dank Selbstbräuner siehst du aus wie direkt aus dem Sommerurlaub kommend: mit einem sommerlichen Touch, der – bei der richtigen Anwendung – easy zu haben ist. Also braucht es keinen panischen Sprint ins Solarium für eine knackige Sonnenbräune – es geht pflegend und ruckzuck mit unseren Tipps zum Selbstbräuner auftragen. Wir zeigen dir, wie!

Selbstbräuner auftragen: Wie funktioniert Tanning eigentlich?

Beim Tanning, egal ob im Studio oder Daheim, sorgt der Wirkstoffs Dihydroxyaceton dafür, dass deine Haut wie von der Sonne geküsst aussieht. Beim Auftragen reagiert er mit der oberen Hautschicht und lässt durch Oxidation einen Farbstoff entstehen, der die Haut färbt. Dieser Vorgang dauert sechs bis acht Stunden. Früher war der Geruch von Selbstbräuner unangenehm – heutzutage ist es aber nicht mehr so. Um eine natürliche und insbesondere gleichmäßige Bräune zu bekommen, gilt es unterschiedliche Dinge zu beachten.

Darauf solltest du achten

Verwende für ein natürliches Ergebnis einen zu deinem Teint passenden Farbton. Wenn du ein sehr blasser Typ bist, benutze Produkte mit einem geringen Selbstbräuner-Anteil. Achte außerdem darauf, dass du deinem Hauttyp entsprechende Produkte verwendest. Trotzdem könntest du allergisch auf Selbstbräuner reagieren – teste ihn deswegen vorher an einer kleinen Stelle.

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Selbstbräuner auftragen: unterschiedliche Selbstbräuner-Arten

Du hast zahlreiche Möglichkeiten, deine Haut zu bräunen: So kannst du zwischen Selbstbräuner-Lotion, -Creme, -Spray, -Gel, -Tüchern, und Bräunungs-Duschen wählen. Je nach Hauttyp solltest du dich für ein Produkt entscheiden: Selbstbräuner-Lotions und -Cremes sind besonders für trockene Haut geeignet, Gele und Tücher hingegen für fettige Haut. Wir zeigen dir, welche Produkte es gibt und inwiefern sie sich voneinander unterscheiden.

Selbstbräuner-Lotion

Die Bräunungs-Lotion ist der Klassiker unter den Selbstbräunern. Der Vorteil ist, dass sie die Haut nicht nur durch den Bräunungs-Wirkstoff färbt, sondern ihr auch Feuchtigkeit spendet. Der Wirkstoff ist wesentlich schwächer dosiert als in anderen Selbstbräunern und somit besonders für diejenigen geeignet, die nur eine zarte Bräune wünschen.

Selbstbräuner-Creme

Hast du trockene Haut? Dann ist eine Bräunungs-Creme das Richtige für dich. Sie beinhaltet viele feuchtigkeitsbindende Substanzen wie zum Beispiel Panthenol und verhindert somit das Austrocknen der Haut.

Selbstbräuner-Spray

Wenn du dich nach der perfekten Bräune sehnst, sind Bräunungs-Sprays das absolute Must-have! Durch das Sprühen verteilt sich der feine Selbstbräuner gleichmäßig auf der Haut. Pluspunkt: Schwer erreichbare Körperteile wie beispielsweise der Rücken können problemlos eingesprüht werden. Nachteil des Selbstbräuner-Sprays ist, dass es von sehr trockenen Stellen intensiver aufgenommen wird als vom Rest des Körpers.

Selbstbräuner: Frau sprüht sich Spray in das Gesicht

Selbstbräuner-Gel

Bräunungs-Gel ist besonders für Ungeduldige bestens geeignet, da es sofort einzieht und keinen klebrigen Film auf der Haut hinterlässt. Das Gel ist sehr präzise aufzutragen, zwecks Vermeidung unschöner Flecken. Wenn du eher helle Haut hast, solltest du das Bräunungs-Gel vermeiden, da die Färbung sehr intensiv ist und Missgeschicke sofort auffallen. Ideal geeignet ist das Gel für fettige Haut.

Selbstbräuner-Tücher

Bräunungs-Tücher sind vor allem für unterwegs toll, da sie sehr handlich sind. Sie bestehen aus einem Zellstoff, der in Selbstbräuner-Lotion getränkt wurde. Da ein Tuch nicht für den gesamten Körper ausreicht, wird häufig zwischen Gesichts- und Körpertüchern unterschieden. Der Nachteil von Bräunungs-Tüchern ist, dass du beim Auftragen möglichst schnell sein solltest, da sie beim Benutzen austrocknen. Außerdem ist es ratsam, deine Haut nach dem Auftragen mit einer Pflegelotion einzucremen, weil die Tücher nur einen geringen Anteil an Pflegesubstanzen enthalten.

Selbstbräuner-Duschen

Eine Bräunungs-Dusche oder Spray Tanning ist eine professionelle Art, der Haut ein Sommer-Touch-up zu geben. Viele Kosmetikstudios bieten das Spray Tanning an. Das Ergebnis ist eine nahtlose Bräune: wie von der Sonne geküsst.

Welche Produkte eignen sich für das Gesicht?

Selbstbräuner führt im Gesicht gerne mal zu Irritationen. Hierzu können Pickelchen, Mitesser und trockene Stellen gehören. Um genau das zu vermeiden, gibt es immer mehr Spezialprodukte, die auf die Bedürfnisse der empfindlicheren Gesichtshaut abgestimmt sind. So sind leichte Tanning Mists, also bräunende Sprays auf Wasserbasis, besonders gut für zu Unreinheiten neigende Haut geeignet. Bräunungs-Seren mit feuchtigkeitsspendenden Komponenten verhindern Trockenheit.

Selbstbräuner: Close-up auf Gesicht von einer jungen Frau mit Sommersprossen

Selbstbräuner auftragen leicht gemacht: So bräunst du deinen Körper

Um nicht mit einem fleckigen Ergebnis überrascht zu werden, solltest du deine Haut richtig vorbereiten. Peele sie zuerst und entferne jegliche Hautschüppchen – besonders gilt dies für Knie, Fersen und Ellenbogen. Hierfür kannst du ein Körperpeeling nutzen, einen Peelinghandschuh oder auch eine Körperbürste. Creme anschließend deine Haut mit einer Feuchtigkeitscreme ein und beginne dann mit dem Auftragen des Selbstbräuners an den Beinen. Trage dabei einen Tanning-Handschuh, damit deine Hände später nicht gelb-orange verfärbt sind, oder wasche – wenn du keinen Tanning-Handschuh besitzt – nach dem Auftragen sofort gründlich die Hände. Durch den feinporigen Schaumstoff der Handschuhe wird das Ergebnis außerdem gleichmäßiger, und harte Übergänge haben keine Chance.

Durch kreisende Bewegungen verhinderst du Streifen und somit ein fleckiges Ergebnis. Streiche nicht zu viel Selbstbräuner auf einmal auf die Haut – trage ihn lieber mehrfach auf. Damit deine Hände ebenfalls gebräunt sind, gib einen Klecks Selbstbräuner darauf, und verreibe es zwischen den Handflächen.

Diese Tools kannst du gut gebrauchen:

  • Körperpeeling, Peelinghandschuh oder Körperbürste
  • Bodylotion
  • Tanninghandschuh

Selbstbräuner im Gesicht aufgetragen

Auch im Gesicht geht es darum trockene Stellen zu vermeiden, da sich diese möglicherweise unregelmäßig färben würden. Also solltest du auch hier damit starten deine Haut mit einem Peeling von abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien. Achtung: Nutze bitte spezielle Peelings für das Gesicht und auf keinen Fall ein Körperpeeling! Diese sind viel zu grob und können die zarte Haut im Gesicht verletzten. Alternativ: Das Gesicht leicht anfeuchten und vorsichtig und in kreisenden Bewegungen mit einem Handtuch abschubbeln.  Anschließend folgt eine feuchtigkeitsspendende Pflege, um die Haut zu ebnen.

Nun wird der Selbstbräuner aufgetragen. Hierbei kommt es ein wenig auf das gewählte Produkt an. Eine Tanning Creme wird gleichmäßig von der Gesichtsmitte nach außen verteilt. Achte gut darauf, dass du die Creme besonders gut am Haaransatz, den Ohren und an der Kinnpartie verteilst, da es hier schnell zu unschönen Flecken und Rändern kommen kann. Versuche die Creme an den Augenbrauen nur sparsam zu verteilen, da sich hier ebenfalls schnell zu Flecken bilden.

Du möchtest lieber ein Tanning Water nutzen? Kein Problem. Sprühe mehrfach in einem Abstand von ca. 15 cm über dein Gesicht verteilt. Da das Spray schnell an unerwünschten Stellen landet, solltest du hier das Dekolleté und gegebenenfalls auch Teile deines Halses mit einem dunklen Handtuch abdecken. Auch bei dem Tanning Water solltest du darauf achten, dass du die Randbereiche des Gesichtes gut verblendest. Dies geht hier ebenfalls sehr gut mit einem Tanning Handschuh. Händewaschen danach nicht vergessen.

Wenn du anschließend Make-up auftragen möchtest, solltest du warten, bis dein Selbstbräuner vollständig eingezogen ist. Dekorative Kosmetik enthält häufig Öle und Fette und diese können dafür sorgen, dass das Ergebnis fleckig wird.

Wie kann man Selbstbräuner wieder entfernen?

Solltest du mit dem Ergebnis doch nicht zufrieden sein, kannst du den Selbstbräuner entfernen, indem du deine Haut peelst und anschließend alkoholhaltiges Gesichtswasser auf die verfärbten Stellen gibst. Außerdem kannst du eine Zitronenhälfte auf die entsprechenden Stellen drücken – die Fruchtsäure lässt die Farbe verblassen. Vorab eine heiße Dusche oder ein Bad helfen zusätzlich.

Selbstbräuner auftragen: die Dos and Don’ts

Dos

  • Das passende Tanning Produkt wählen: Achte bei der Wahl des Produkts darauf, dass es zu deinem Teint und deinem Hauttyp passt.
  • Die richtige Pflege: Creme deine Haut regelmäßig ein. So wird die oberste, gebräunte Schicht langsamer erneuert und deine Bräune hält länger. On top: eine Bodylotion mit einem Minianteil Selbstbräuner.
  • Hilfreiche Tools nutzen: Verwende einen Tanning-Handschuh, um eine ebenmäßige Bräune zu bekommen und gelbe Hände zu vermeiden.

Don’ts

  • Die falsche Vorbereitung: Ohne ein gutes Peeling kann sich der Selbstbräuner nicht ebenmäßig verteilen – das Ergebnis ist eine fleckige Haut!
  • Rasur kurz vorher: Wenn du dich erst kurz vor dem Auftragen rasierst, kann es zu Hautirritationen kommen.
  • Sport nach dem Auftragen: Warte mit dem Sport, bis der Selbstbräuner komplett aufgenommen wurde – ansonsten kann es zu einem fleckigen Ergebnis kommen.

Na, bist du auch im Sommer-Mood und wünschst dir gebräunte Haut? Berichte uns gerne von deinen Erfahrungen – wir wünschen dir viel Spaß!

XX, Die Redaktion

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