Schwimmen: Fatburner mit Entspannungsfaktor

Schwimmen als Sport: Frau imBadeanzug schwimmt im Schwimmbad
Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19:56

Schwimmen ist DER Sport, wenn ihr euren gesamten Körper gezielt trainieren und euer Fett schmelzen lassen wollt. Ihr meint, die Badesaison ist vorbei? Oh nein! Denn wenn ihr einmal das Schwimmen als Sport für euch entdeckt habt, werdet ihr den sexy Swimsuit das ganze Jahr über tragen wollen. Ob ihr ein paar Kilos verlieren oder einfach fit bleiben möchtet – in jedem Fall solltet ihr den Schwimmsport genauer unter die Lupe nehmen. Wir klären euch auf: warum das Schwimmen ein super Workout für jede*n von euch ist und worauf ihr beim Training besonders achten solltet.

Was bedeutet Schwimmen als Sport?

Wenn wir von Schwimmen sprechen, meinen wir nicht das Plantschen im Badesee oder im Spaßbad. Es sind saubere Schwimmbewegungen im Wasser gemeint. Verschiedene Arten bringen euren Body in Form:

Das klassische Brustschwimmen

Für den Einstieg in den Schwimmsport empfehlen wir euch das Brustschwimmen. Beherrscht ihr einmal diese Technik, wird euch das Hineinkommen in die weiteren Stile einfacher fallen. Dann seid ihr an die Bewegung im kühlen Nass gewöhnt und kommt bereits besser mit der kontrollierten Atmung klar. Wie bei jeder Schwimmart gilt: Je flacher ihr im Wasser liegt, desto geringer ist der Wasserwiderstand, und ihr gleitet fließender voran. Das Brustschwimmen als Sport ist nicht mit dem Schwimmen vergleichbar, das wir im Kindesalter lernen. Zu Beginn eurer Schwimmkarriere solltet ihr euch ein paar Trainerstunden gönnen, um direkt die richtige Ausführung draufzuhaben.

Mit Blick nach oben: Rückenschwimmen

Schwimmen: by haley-phelps-unsplash

Entdeckt ihr das Rückenschwimmen für euch, bereitet ihr eurer Rückenmuskulatur eine riesige Freude. Wie bei keinem anderen Sport wird die Wirbelsäule geschont, und die umliegenden Muskeln werden trainiert. Rückenschwimmen könnt ihr sowohl im langsamen als auch im schnellen Tempo. Zu Beginn solltet ihr euch die Technik unbedingt richtig einprägen, bevor ihr in euren Bewegungen schneller werdet. Schwimmanfänger machen gerne den Fehler, dass ihr Gesäß wie ein Sack Kartoffeln im Wasser hängt. Achtet auf eine geradlinige Haltung eures gesamten Körpers, um im Wasser so effektiv wie möglich zu trainieren. Schon nach wenigen Schwimmeinheiten werdet ihr eine bessere Körperhaltung feststellen.

So richtig sporty: Kraulen

Findet ihr auch, dass kraulende Schwimmer immer sofort aussehen wie absolute Vollprofis? Tatsächlich könnt aber auch ihr die Schwimmtechnik nach ein paar Stunden Schwimmtraining beherrschen. Neben der sauberen Ausführung ist hier die richtige Atmung besonders wichtig. Gerade zu Beginn könnt ihr schnell aus dem Takt kommen. Es lohnt sich in jedem Fall, für den Einstieg einen Trainer zu buchen, der euren Stil genau beobachtet und euch direkt verbessert, wenn doch mal ein paar Bewegungen noch nicht so richtig sitzen.

Das richtige Schwimmequipment

Auch wenn wir Sport treiben – der Style muss nicht in der Umkleide abgegeben werden. Ob Animal Print, Metallic oder schlichte Eleganz – eure Bademode findet ihr ganz sicher in eurem Lieblingsstyle. Doch nicht nur der Stoff soll was hermachen – dass der Anzug richtig sitzt, ist superwichtig für das richtige Feeling beim Schwimmen. Liegt der Badeanzug zu eng an und schnürt euch die Arme oder Beine ab, schwächt das eure Bewegungsfähigkeit und lenkt euch vom eigentlichen Schwimmen ab. Andersherum darf der Badeanzug nicht zu groß sein. Wenn ihr zu viel Stoff an euch tragt, beeinträchtigt das den Schwimmflow, und Wasser sammelt sich an Stellen, wo ihr keines haben wollt.

Gerade jetzt, wenn die Temperaturen weiter runtergehen, solltet ihr die gute alte Badekappe mit in euer Sortiment aufnehmen. Ja, wir wissen auch, dass Badekappen nicht gerade die sexyesten Modeaccessoires darbieten. Aber seht es doch als das gewisse Etwas an eurem neuen Schwimmlook. Wollt ihr in den nächsten Monaten an der frischen Luft schwimmen, ist eine Kappe unabdingbar. Über den Kopf verliert ihr am meisten Wärme, und schon nach kurzer Zeit würdet ihr so runterkühlen, dass ihr das Schwimmtraining abbrechen müsstet.

Besonders auf dem Rückweg vom Schwimmbad solltet ihr immer eine dicke Mütze und einen kuscheligen Schal parathaben. Ein gewisser Grad an Überwindung ist nötig, um sich auch bei eisigen Temperaturen ins Wasser zu begeben. Denkt immer an den heißen Tee und die Kuscheldecke, die zu Hause auf euch warten. Nach einer intensiven Schwimmsession lässt sich die heimische Gemütlichkeit im Hygge-Style noch viel besser genießen! Und warum euch euer Körper das vorangegangene Training danken wird, lest ihr im nächsten Abschnitt.

Was wird beim Schwimmen trainiert?

Beim Schwimmen wird euer gesamter Körper beansprucht. Mit den Armen gebt ihr die Richtung vor. Stellt euch vor, ihr würdet das Wasser aus dem Weg schieben müssen – dafür ist ein gewisser Energieaufwand eurer Armmuskulatur notwendig. Eure Beine geben durch gleichmäßige Bewegungen einen extra Antrieb nach vorne. So werden gleichzeitig eure Gesäßmuskeln aktiviert. Der Rumpf sorgt in der Mitte für die Stabilität eures Körpers und wird ebenfalls durchgängig trainiert. Natürlich ist die Intensität der Muskelbeanspruchung abhängig von der Technik, für die ihr euch beim Schwimmen entscheidet.

Aufgepasst: Das Wichtigste ist, dass ihr die jeweilige Technik beherrscht und dabei ist nicht das Tempo entscheidend. Ansonsten habt ihr schnell mit Nackenschmerzen oder anderen körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Solltet ihr als Einstieg beispielsweise das Brustschwimmen für euch wählen, achtet darauf, dass euer Kopf quasi eine gerade Linie zur Wirbelsäule bildet. Wenn ihr das nicht beachtet, wird schon bald die Halswirbelsäule überbeansprucht. Ihr wollt euch schließlich in Form bringen und nicht eurem Körper Schaden zufügen.

Wie viele Kalorien werden beim Schwimmen verbraucht?

Beim Schwimmen könnt ihr eine Menge an Kalorien verbrennen. Das ist natürlich von Körper zu Körper unterschiedlich und abhängig von eurer gewählten Schwimmart. Beim Brustschwimmen liegt der Kalorienverbrauch bei circa 250 kcal in einer halben Stunde. Habt ihr das Kraulen für euch entdeckt, könnt ihr euch bereits nach einer halben Stunde Training über eine Verbrennung von über 450 kcal freuen. Ihr seid unter die Rückenschwimmer gegangen? Bei der langsamen Technik verbrennt euer Körper bis zu 250 kcal. Mit der schnelleren Variante lasst ihr ungefähr das Doppelte im Pool.

Frau hält sich am Beckenrand fest, Foto by schwimmen-thought-catalog-unsplash

Ihr müsst euch im Wasser überhaupt nicht stressen. Wenn euer Puls nicht so sehr in die Höhe schnellt, ist das nur gut für eine gesunde Fettverbrennung. Auch die Temperatur des Wassers spielt eine wichtige Rolle beim Kalorienverbrauch. Dank der sogenannten Thermogenese heizt euer Körper entsprechend auf, wenn ihr euch in kühleren Gewässern aufhaltet. So kühlt ihr bei einer Wassertemperatur von 24 Grad Celsius nicht aus, und nebenbei wird ordentlich Fett verbrannt.

Für wen eignet sich das Schwimmtraining?

Der Schwimmsport ist für wirklich jeden geeignet. Ganz egal, ob ihr euch gerade in den 20ern oder 60ern eures Lebens befindet, ob ihr eine grazile Körperform oder etwas mehr auf den Rippen habt – jede von euch kann ihr eigenes Level beim Schwimmen finden und bestimmen. Dank des Auftriebs im Wasser könnt ihr euch viel leichter bewegen als beispielsweise beim Joggen. Im Gegensatz zum Sport an der frischen Luft seid ihr im kühlen Nass nicht der Erdanziehung ausgeliefert. Die Aktivität im Wasser gehört außerdem – wie Spinning – zu den gelenkschonenden Sportarten und ist daher ebenfalls für Menschen mit Knie-, Hüft- oder Fußgelenkbeschwerden bestens geeignet.

Übrigens: Schwimmen ist nicht nur für Menschen, die ihre Fitness steigern wollen. Ebenso könnt ihr einfach mal abschalten: Freut euch auf die Ruhe und das Gefühl des Alleinseins im Becken. Auch wenn andere Schwimmer da sind – ihr schwimmt für euch allein und das ohne jegliche Ablenkung wie Musik in den Ohren oder flimmernde Bildschirme, wie wir sie aus Fitnessstudios kennen. Beim Schwimmen werdet ihr im wahrsten Sinne des Wortes in eure ganz eigene Welt abtauchen und könnt die stressigen Alltagsgedanken hinter euch lassen.

Schwimmsport für Anfänger: Darauf solltet ihr achten

Wenn ihr neu in den Schwimmsport startet, solltet ihr mit dem Brustschwimmen beginnen. In die Atemtechnik und die richtige Lage im Wasser werdet ihr leichter hineinkommen als bei den anderen Schwimmstilen. Schnell werdet ihr herausfinden, dass die ideale Ausführung wenig mit dem Schwimmen aus Kindertagen gemein hat.

Um die Technik vernünftig zu lernen, empfehlen wir den Besuch eines Kurses. Ihr selbst habt eure Bewegungen nicht so gut im Blick wie ein Außenstehender. Daher ist es wichtig, dass euer Schwimmstil vom Beckenrand beobachtet wird und ihr direkt Hinweise zur Verbesserung erhaltet. Außerdem werden euch Aufwärm- und Dehnübungen vom Profi beigebracht, was möglichen Verletzungen vorbeugt.

Ladys – habt ihr jetzt auch so richtig Lust bekommen, ins kühle Nass zu springen? Wir hoffen, ihr findet genauso viel Gefallen am Schwimmsport wie wir und werdet schon bald feststellen, dass diese Aktivität eine große Wohltat für Körper und Geist ist.

XX, Die Redaktion

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