Saftkur: So geht das fruchtige Entschlacken richtig

Saftkur: Grüner Saft
Lisa Thomsen
Dienstag, 28. April 2020, 9:46

Richtig neu ist die sogenannte Saftkur zwar nicht – seit den Fünfzigern wird nämlich schon mit Obst- und Gemüsesäften gefastet –, trotzdem wird sie nach wie vor gehypt. Warum das so ist? Durch das Saftfasten wird der Körper von innen gereinigt und entschlackt, wir haben mehr Energie, reinere Haut und nehmen das Essen wieder bewusster wahr. Na, wie klingt das? Mega, oder? Sozusagen ein innerer Frühjahrsputz. Meine Erfahrungen mit der Saftkur und hilfreiche Tipps dazu habe ich euch hier zusammengefasst.

Was ist eine Saftkur überhaupt?

Bei einer Saftkur (engl.: Juice Cleanse) ernährt ihr euch für drei, fünf oder sieben Tage ausschließlich von frischen Säften. Diese enthalten alle wichtigen Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien), sodass es eurem Körper in dieser Zeit an nichts mangelt. Wichtig: Verwendet nur kalt gepresste Säfte, die weder künstliche Zusätze noch Industriezucker enthalten.

Slow Juicer Pure Juice Pro von Kenwood

Der Vorteil einer Saftkur ist, dass der Körper alle Stoffe ideal verarbeiten kann und so das Verdauungssystem entlastet wird. Zudem sollen die Zellerneuerung sowie der Stoffwechsel angekurbelt werden. Good to know: Eine Saftkur ist nicht dafür gedacht, abzunehmen, sondern bietet vielmehr einen perfekten Einstieg, wenn ihr eure Ernährung umstellen wollt.

Achtung: Die Saftkur ist für Schwangere, Diabetespatienten oder Personen mit Schilddrüsen-, Leber- oder Nierenproblemen absolut ungeeignet.

Die richtige Vorbereitung

Um euren Körper auf die Saftkur vorzubereiten, solltet ihr unbedingt ein bis zwei Entlastungstage einbauen. Verzichtet währenddessen auf Kaffee, Alkohol, Nikotin, Zucker, Weizenmehl und tierische Produkte und greift stattdessen zu Schonkost wie Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte. Schlingt die Nahrung nicht herunter, sondern versucht, sie bewusst zu genießen. Achtet außerdem darauf, dass ihr genug Wasser zu euch nehmt (zwei bis drei Liter täglich). Optional könnt ihr noch mit Glaubersalz abführen und so euren Darm vollständig reinigen.

Warum das Ganze überhaupt? Euer Organismus kann sich so langsam an die Veränderung gewöhnen, und ihr werdet weniger Beschwerden während des Fastens haben.

3 Tage, 18 Säfte: meine Saftkur-Erfahrungen

Drei Tage ohne feste Nahrung und dabei kein Hungergefühl bekommen – glaubt mir, ich war anfangs ziemlich skeptisch. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Diese Devise fest im Kopf, bestellte ich mir also eine Saftkur von KALE AND ME (Preis: 79 €). Die sechs Flaschen pro Tag sind durchnummeriert – so wisst ihr genau, wann welcher Saft dran ist (natürlich müsst ihr euch nicht an diese Reihenfolge halten, es wird jedoch empfohlen). Die einzelnen Flaschen enthalten unterschiedliche Zutaten: So besteht beispielsweise der erste Saft aus Ananas, Apfel, Gurke, Zitrone und Minze, ein anderer Saft aus Birne, Spinat, Avocado und Zitrone. Alle zwei Stunden nehmt ihr euch einen anderen Saft vor. Wichtig: Trinkt neben den Säften mindestens zwei Liter Wasser oder Kräutertee, um nicht zu dehydrieren. Koffeinhaltige und gesüßte Getränke sind tabu.

Nach zwei Entlastungstagen wurde es dann tatsächlich ernst. Gleich den ersten Tag empfand ich als gar nicht so schlimm – ich fühlte mich lediglich etwas schlapp und müde. Am zweiten Tag bekam ich dann aber einen richtigen Durchhänger. Müdigkeit, Unkonzentriertheit und der Heißhunger auf Schokolade begleiteten mich den ganzen Tag. Der dritte Tag konnte nur besser werden. Zwar war ich immer noch etwas schlapp und müde – das Ziel war aber nun zum Greifen nah. Und, schwupps, war der dritte und somit letzte Tag um. Ich sag euch: Der erste richtige Bissen war himmlisch!

Fazit: Wenn ihr eurem Körper eine kleine Auszeit geben möchtet, ist die dreitägige Saftkur super. Schwierig wird es, wenn der Partner oder die beste Freundin neben euch eine lecker duftende Pizza rausholt – das ist der absolute Härtetest. Vielleicht könnt ihr ja einfach eure Liebsten überreden, dass sie mitmachen. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid.

Tipps für eine erfolgreiche Saftkur

Frisch gepresste Säfte in rot, grün und gelb aus dem Slow Juicer "Pure juice Pro" von Kenwood

  • Startet eure Kur zu einem möglichst stressfreien Zeitpunkt wie beispielsweise im Urlaub.
  • Wenn ihr während des Fastens sportlich aktiv sein wollt, solltet ihr auf Yoga und Walking setzen. Kraft- oder Ausdauersport solltet ihr dagegen vermeiden.
  • Wechselduschen sorgt nicht nur für eine gute Durchblutung, es bringt auch euren Kreislauf in Schwung.
  • Um keine Kopfschmerzen zu bekommen, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass ihr während der Entlastungstage auf Nahrungsmittel wie Zucker oder Kaffee verzichtet.
  • Haltet ihr es nicht mehr aus, könnt ihr zu einer Banane greifen. Auch eine warme Gemüsebrühe dürft ihr zwischendurch schlürfen.
  • Plant genug Zeit ein, wenn ihr eure Säfte für die Kur selber zubereiten wollt. Kauft zudem Bio-Zutaten, damit ihr so wenig Schadstoffe wie möglich aufnehmt.
  • Legt nach der Fastenzeit ein bis zwei Eingewöhnungstage ein, um euren Körper wieder an „normale Nahrung“ zu gewöhnen. Rohkost, gedünstetes Gemüse oder Suppen sind zum Beispiel optimal für die ersten Tage.

Na, wann startet ihr eure Saftkur? Haltet ihr euch an die Entlastungstage und an meine Tipps, werdet ihr die Tage auf jeden Fall problemlos überstehen. Nicht nur euer Körper wird es euch danken, auch für den Geist ist eine Saftkur super. So könnt ihr nämlich ein neues Lebensgefühl erlangen und ausgeglichener werden. Noch mehr zum Thema Fasten habe ich euch übrigens bereits in einem Beitrag zusammengefasst. Stay healthy!

XX, Lisa

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