PMS: Diese Lebensmittel können helfen

Lebensmittel gegen PMS: Frau sitzt im Bett und hält sich Bauch
Montag, 26. April 2021, 10:07

Ein Mal im Monat gibt es ein paar Tage, die wohl jede Frau ganz genau kennt – und verflucht. Die Tage vor den Tagen. Zum Programm des Monatsspecials gehören dann: Stimmungsschwankungen, blitzartige Migräneattacken und ein konstantes Gefühl von „Ich will nur noch schlafen“ (was blöd ist, wenn du einen wichtigen Business-Call hast). Kommt dir das bekannt vor? Wir verraten dir, auf welche Lebensmittel du zurückgreifen und auf welche du unbedingt verzichten solltest, um die PMS-Symptome zu lindern!

Was genau ist PMS?

Die Abkürzung PMS steht für das prämenstruelle Syndrom. Etwa 95 % aller gebärfähigen Frauen sind davon leicht betroffen, 5 % schwer. Du kennst es bestimmt: Zwei Wochen bis wenige Tage vor Beginn deiner Periode setzen erste Bauchkrämpfe, Kopf- oder Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen ein. Auch ein aufgeblähtes Gefühl, Unterleibskrämpfe, unangenehme Schwellungen oder Spannungsgefühle in der Brust, Schwindelgefühle oder sogar Verdauungsbeschwerden sind nicht selten.

All diese Beschwerden beginnen typischerweise in der zweiten Zyklushälfte und verschwinden oft am ersten oder zweiten Tag der Blutung wieder. Bei vielen Frauen führen PMS-Symptome zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität – das Funktionieren im Alltag scheint fast unmöglich, und die sozialen Beziehungen leiden extrem. Schnell wird zu Tabletten gegriffen, um die Symptome erträglicher zu machen. Das hilft jedoch nur kurzweilig und ist auf lange Sicht keine gesunde Alternative. Auch Lebensmittel können helfen, die fiesen Beschwerden zu mildern!

Lebensmittel gegen PMS: Das hilft

Lebensmittel gegen PMS Syndrom

Generell ist eine ausgewogene Ernährung superwichtig für deinen Körper. Doch gerade bei PMS kann es enorm helfen, das eigene Leben gesünder zu gestalten. Heißt: Mehr Bewegung, mehr Schlaf, weniger Stress, Zucker, Weißmehl, Alkohol und Nikotin. Wird diese Philosophie mit einer überwiegend pflanzlichen Ernährung inklusive ungesättigter Fettsäuren kombiniert, können PMS-Symptome gelindert werden. Auf diese Lebensmittel kannst du zählen:

Haferflocken

Unser Liebling in der Küche: Haferflocken punkten mit einem hohen Eisenanteil und gesunden Fettsäuren. Insbesondere die enthaltene Gamma-Linolensäure kommt deinem Körper zugute – sie reduziert bei regelmäßiger Zufuhr Spannungen in der Brust und wirkt Stimmungsschwankungen entgegen. Sehr zur Freude deiner Mitmenschen. Das Tolle an Haferflocken: Sie sind vielseitig einsetzbar. Kreiere zum Frühstück dein liebstes Porridge, backe Hafer-Bananenbrot oder -cookies zum Snacken für zwischendurch.

Nüsse und Kerne

Eine Handvoll Nüsse am Tag zu essen, ist immer eine gute Idee. Doch vor allem, wenn du die PMS-Phase durchmachst, können zum Beispiel Paranüsse oder Sonnenblumenkerne wahre Wunder bewirken! Die kleinen Energielieferanten stillen nicht nur den Hunger, sondern liefern dir wichtiges Zink. Als Spurenelement sollte davon stets genügend vorhanden sein, da es negative Stimmung bei PMS ausgleicht.

Hülsenfrüchte

Bohnen, Erbsen, Linsen – Hülsenfrüchte sind eine gesunde Magnesium- und Kaliumquelle. Die beiden Mineralstoffe können Wassereinlagerungen entgegenwirken und dir so dieses unschöne aufgequollene Gefühl nehmen. Außerdem enthalten Hülsenfrüchte Vitamin B6. Das ist besonders wichtig, da der Östrogenspiegel während der Tage vor dem Eisprung steigt. Das Östrogen sendet ein Signal ans Gehirn und sorgt dafür, dass die reife Eizelle in den Eileiter gelassen wird. Östrogene verbrauchen viel Vitamin B6. Ist zu wenig Vitamin B6 in deinem Körper vorhanden, kann es zu einem Mangel kommen, und du fühlst dich noch erschöpfter als ohnehin schon.

Lebensmittel gegen PMS: Hülsenfrüchte auf Löffel

Milchprodukte

Ob das pure Glas Milch oder Quark verfeinert mit Früchten – Milchprodukte sind sehr effiziente Weggefährten, wenn es um das populäre PMS-Symptom „Blähbauch“ geht. Milchprodukte besitzen viel wertvolles Kalzium, das einem unangenehm aufgeblähten Magen entgegensteuert. Gut zu wissen: Je härter der Käse, desto höher ist der Kalziumgehalt. Greif also gerne mal zum alten Gouda statt zum cremigen Brie.

Grünes Gemüse

Lebst du vegan, deckst du deinen Kalziumbedarf mit Spinat, Mangold oder Brokkoli. Das Gemüse kannst du perfekt in deine tägliche Ernährung einbinden: Leckere Gemüseaufläufe oder bunte Smoothies sorgen für ein gutes Kalziumlevel in deinem Körper.

Bananen

Während PMS ist unsere Stimmung gerne mal im Keller. Diese Frucht ist ein totaler Stimmungsaufheller. Dank der Produktion von Serotonin fördert das Verzehren von Bananen dein Wohlbefinden und wirkt sich beruhigend auf deinen Gemütszustand aus. Auch dein Schlaf wird ruhiger: Die Herstellung von Melatonin wird nämlich ebenfalls durch Bananen angekurbelt.

Kakao

Nein, wir meinen nicht den gesüßten Kaba-Kakao, den du in deiner Kindheit so geliebt hast! Wir empfehlen dir dunkles Kakaopulver, das ohne weitere Zusatzstoffe auskommt. Denn das hat einen hohen Gehalt an Magnesium und kann sich somit positiv auf eines der beliebtesten PMS-Symptome auswirken: Bauchkrämpfe. Magnesium wirkt krampflösend und sorgt dafür, dass sich deine Muskeln entspannen.

Lebensmittel gegen PMS: Schüssel mit Schokolade

4 absolute No-Gos während PMS

1. Zucker

Dass raffinierter Zucker deinem Körper nicht guttut, müssen wir hier wohl nicht näher erklären. Doch gerade während der Tage vor deiner Periode solltest du zuckerhaltige Lebensmittel meiden. Sie führen dazu, dass deine Blutzuckerkurve in kürzester Zeit steigt und wieder fällt. Das erzeugt ungewollte Heißhungerattacken und einen Überschuss an unnötigen Kalorien.

2. Koffeinhaltige Getränke

Ob Kaffee, Energiedrinks oder Cola: Koffeinhaltige Getränke sind während PMS tabu. Koffein erhöht die Herzfrequenz und somit deine Anfälligkeit für Stress. Wenn du unter PMS leidest, hast du bereits genug mit deinem Körper zu tun und solltest ihn nicht unnötig nervös machen.

Peeling selber machen: Kaffeesatz

3. Alkohol

Gerade während PMS solltest du die Finger von Aperol Spritz, Gin Fizz oder sonstigen alkoholischen Getränken lassen. Alkohol entzieht deinem Körper wichtige Nährstoffe und Vitamine. Das kann zur Folge haben, dass deine Symptome wesentlich heftiger werden, als dir lieb ist.

4. Salz

Im normalen Alltag solltest du nicht mehr als 5 mg Salz zu dir nehmen. Bist du in der entsprechenden Zeit des Monats angekommen, empfehlen wir dir, weitestgehend auf das Gewürz zu verzichten. Salz sorgt nämlich für Wassereinlagerungen, die sehr unangenehm sein können.*

Mit einer ausgewogenen, vitaminreichen Ernährung kannst du die PMS-Symptome wirklich gut in den Griff bekommen. Gehe bei anhaltenden Beschwerden aber in jedem Fall zum Arzt und lass dich durchchecken. Sicher ist sicher! Am allerwichtigsten ist jedoch, dass du in dich reinhörst. Iss, was dich glücklich macht. Wir drücken die Daumen! Und vergiss nicht: We are in this together!

XX, Die Redaktion

*Ihr Lieben – bei unseren Recherchen und Artikeln geben wir unser Bestes. Wir von der Redaktion und OTTO (GmbH & Co KG) übernehmen jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der auf dieser Seite veröffentlichten Informationen. Zudem schließen wir jede Gewähr zur Wirksamkeit, Aktualität und Unbedenklichkeit von erwähnten Inhalten aus.

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