Bloglove | Interview mit Anne von BodyKiss

Fitnessbloggerin Anne Bodykiss beim Sport
Dienstag, 15. Mai 2018, 15:38

BodyKiss – so heißt der Blog der wunderhübschen Anne aus Freiburg. Schon lange inspiriert sie uns mit ihrer Lebensfreude und Motivation. Worüber sie auf ihrem Blog schreibt? Hauptsächlich gibt sie Ernährungs- und Fitnesstipps – aber auch über Mode, Lifestyle und Reisen verfasst sie spannende Beiträge. Neben ihrem Blog dreht Anne YouTube-Videos und gibt Mädels wertvolle Ratschläge zu Work-outs sowie zu einem gesunden Lifestyle. Uns hat sie unter anderem erzählt, wie sie zum Bloggen kam und wie sie mit negativer Kritik umgeht. Das ganze Interview findet ihr hier!

Fitnessbloggerin Anne Bodykiss beim Sport

Dein Blog heißt BodyKiss – ein ziemlich cooler Name, wie wir finden. Magst du uns kurz erzählen, wie der Name entstanden ist und was er bedeutet?

Den Namen haben mein Mann und ich uns in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgedacht, als wir Ende 2013 unseren YouTube-Kanal gegründet haben: Da der Kanal sich von Anfang an rund um das Thema Fitness drehte und mein Nachname Kiss (Kissner) enthält, kamen wir eher zufällig auf BodyKiss.

Seit wann bloggst du, und wie kam es ursprünglich dazu?

Ich blogge bzw. vlogge seit nun etwas mehr als vier Jahren. Ich habe damals schon gerne YouTube geschaut, und Fitness-YouTuber aus Amerika haben mich motiviert Sport zu treiben. Ich fand es nur schade, dass es im deutschsprachigen Raum keine Fitness-Influencerin gab, mit der ich mich identifizieren konnte. So meinte eines Abends mein Mann (damals Freund zu mir): „Das kannst du doch auch. Vielleicht kannst du ja für die eine oder andere genau diese motivierende Freundin von nebenan sein.“ Wir gaben uns noch an dem Abend die Hand drauf, dass wir einen YouTube-Kanal gründen und es probieren wollen. Am nächsten Tag wurde das erste Video abgefilmt. Damals noch mit einem Smartphone!

Bitte beschreibe deinen Blog in 3 Worten …

Authentisch, sportbegeistert und lecker.

Fitnessbloggerin Anne Bodykiss beim Frühstück

Warst du schon immer so sport- und ernährungsbegeistert? Oder gab es irgendwann in deinem Leben einen Turning Point, an dem du begonnen hast, bewusster zu leben?

Es gab durchaus einen Turning Point. Ich habe bis zu meinem Studium Sport gemieden. Nach meinem Abitur habe ich sicherlich drei Jahre überhaupt kein einziges Mal Sport gemacht. Eines Tages hat eine gute Freundin mich zu einer Schnupperstunde Poledance mitgenommen. An diesem Tag habe ich gemerkt, wie unsportlich ich eigentlich geworden war und wie unwohl ich mich in knapper Bekleidung fühlte. Ich fing sehr schnell an, mit YouTube-Videos von zu Hause aus Sport zu machen. Und dann kam eines zum anderen.

Wir lieben die Rezepte auf deinem Blog! Fällt es dir immer leicht, dich gesund zu ernähren und sehen deine Mahlzeiten immer so hübsch hergerichtet wie auf dem Blog aus? ;-)

Ich ernähre mich sehr gerne gesund. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch lecker im Restaurant schlemme oder mal abends Eis vor dem Fernseher esse. Privat sehen meine Gerichte nicht immer so toll hergerichtet aus wie auf dem Blog. Aber darunter leidet der Geschmack nie.

Ernährst du dich vegetarisch oder sogar vegan?

Ja, ich bin Vegetarierin.

Und seit wann lebst du vegetarisch?

Seit 1 ½ Jahren.

Fällt es dir manchmal schwer im Alltag?

Hin und wieder schon.

Bekommst du – als Sportlerin – trotzdem alle wichtigen Nährstoffe, oder nimmst du Nahrungsergänzungsmittel?

Ich nehme keine Nahrungsergänzungsmittel.

Fitnessbloggerin Anne Bodykiss beim Sport

Wie stehst du zu Nahrungsergänzungsmitteln?

Ich halte nichts von Nahrungsergänzungsmitteln, solange diese nicht ärztlich verschrieben werden. Proteinpulver und Co. sind nichts weiter als Geldmacherei im Fitnessbereich. Insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass ein Mensch 0,8 g Protein auf 1 kg Körpermasse am Tag essen sollte (das heißt zum Beispiel bei einer 60 kg schweren Frau 48 g Protein). Das essen besonders fleischessende Menschen ohne Weiteres.

Dein Lieblingsgericht?

Schwierig. Sushi oder Spargel mit Kartoffeln oder Kratzete.

Wo wir gerade beim Thema Ernährung sind: Hast du Neujahrsvorsätze? Was hälst du von Neujahrsvorsätzen?

Ich möchte mehr Yoga in meinen Alltag integrieren. Ich denke Neujahrsvorsätze sind nicht notwendig, da man an jedem Tag beginnen kann sein Leben zu ändern. Aber wenn es Leuten hilft mehr Sport zu treiben, ist das sicherlich nichts Schlechtes.

Wie sieht für dich ein ganz normaler Arbeitsalltag aus?

Den gibt es seit Social Media nicht. Manchmal beginnt ein Tag am Schreibtisch, an anderen Tagen werden Videos gedreht, und dann gibt es Tage da fliegen wir zu irgendeinem Termin nach London.

Auf deinem Instagram-Profil zeigst du ja neuerdings auch Yoga-Übungen. Hast du gerade mit dem Yoga begonnen? Was gefällt dir besonders daran?

Ich habe schon öfter Yoga in Asien im Urlaub gemacht – aber es kontinuierlich in meinen Alltag zu integrieren, das ist neu. Ich liebe die Me-Time während dem Yoga. Ich kann sehr gut runterkommen und einfach alles vergessen. Daneben lernt man seinen Körper ganz anders kennen. Das Dehnen, die Atmung und auch die Kraft beim Yoga faszinieren mich.

Fitnessbloggerin Anne Bodykiss beim Sport

Welchen Beruf hast du ursprünglich gelernt, und könntest du dir vorstellen, in einem Leben ohne Instagram und deinen Blog in diesem Beruf zu arbeiten?

Ich bin gelernte Anwältin, habe also Jura studiert. Ich arbeite auch noch teilweise in meinem Beruf und promoviere nebenher. Ich könnte mir durchaus vorstellen, wieder Vollzeit in dem Beruf zu arbeiten.

Hast du Vorbilder? Gibt es Accounts oder bekannte Persönlichkeiten, die dich inspirieren?

Nicht wirklich. Ich denke, wir sollten unsere eigene Inspiration sein.

Hast du ein Lebensmotto oder ein Lieblingszitat, das dich motiviert oder dir in schwierigen Situationen hilft?

Ich habe keins.

Dein Lieblingsbuch?

The Glass Palace – Amitav Ghosh

Fitnessbloggerin Anne Bodykiss beim Sport

Wie gehst du mit negativer Kritik um? Erreichen dich viele negative Kommentare unter deinen Beiträgen?

Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, ging mir Kritik oft noch nah. Ich habe aus vielen Vorurteilen, Beleidigungen und unsachlichen Kommentaren gelernt. Heute bin ich froh drum. Man wächst auch aus solchen Erfahrungen und wird stärker.

Wie schaffst du es, den ganzen – ich nenne es mal – Instagram-Wahnsinn nicht zu nah an dich ranzulassen und immer noch im Hier und Jetzt zu leben?

Meine Familie und mein Mann erden mich sehr. Wir wohnen sehr ländlich, und zu Hause bin ich immer noch die schusselige Anne, die im Schlabberlook mit ihrem Dackel Gassi geht und bei Liebesschnulzen Rotz und Wasser weint.

Kennst du den Moment, an dem man alles hinterfragt und kurz davor ist, alles hinzuschmeißen? Falls ja: Wie gehst du mit solchen Momenten um?

Es gibt auch bei mir Tage, da will ich einfach nur in Ruhe gelassen werden. Aber diese Zeit kann ich mir dann nehmen, da mein Mann mir immer den Rücken stärkt. Solche Momente kommen jedoch selten vor, da ich weiß, wie privilegiert es ist, mit meinem Hobby Geld zu verdienen. Ich habe ein spannendes, abwechslungsreiches Leben, das ich selbst bestimme. Ich weiß aber auch, wie es ist, 40 Stunden im Büro zu sitzen und fremdgesteuert zu werden.

Was musstest du lernen, um an den Punkt zu kommen, an dem du jetzt bist?

Dass man manchmal aufhören muss sein Leben zu planen und Wert drauf zu legen, was andere Menschen denken. Denn eins ist klar: ich bin die einzige Person, der ich Rechenschaft schuldig bin.

Danke für deine Zeit, liebe Anne! ❤

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