Inliner fahren: keep it rolling, girls!

Inliner fahren: Frau fährt am Strand Inliner
Lisa Thomsen
Dienstag, 28. Juli 2020, 15:43

In den Neunzigern enorm gehypt, diesen Sommer kramen wir sie wieder aus dem Keller: Inlineskates. Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen, die Schuhe mit den Rollen an die Füße zu schnallen. Inliner fahren verbindet nämlich perfekt Fun, Action und Fitness und kann dazu auch noch super an der frischen Luft ausgeübt werden. Ein weiterer Pluspunkt: Der Rollsport eignet sich sowohl für Jung und Alt. Ihr wollt mehr zum Thema Inlineskating erfahren? Dann solltet ihr unbedingt weiterlesen.

Good to know: Bestimmt habt ihr statt Inliner auch schon einmal den Begriff Rollerblades gehört, oder? Hierbei handelt es sich um Rollschuhe der Marke Rollerblade, die 1980 von Scott Olson auf den Markt gebracht wurden. Lange war das Unternehmen sogar das einzige, das Inliner herstellte.

Inliner fahren als Workout

Wenn ihr schon einmal Inliner gefahren seid, wisst ihr: Es ist tatsächlich ganz schön anstrengend. Klar, dass sich dies auch im Kalorienverbrauch widerspiegelt. So könnt ihr nämlich innerhalb einer Stunde bis zu 800 Kalorien verbrennen (natürlich abhängig von Faktoren wie Tempo und Strecke). Doch nicht nur eure Ausdauer und Kraft werden beim Inlineskaten trainiert, ihr könnt auch eure Koordination und Balance verbessern. Zudem hilft das Inlineskating wunderbar beim Stressabbau. Bonus: Inliner fahren ist im Gegensatz zum Jogging viel gelenkschonender! 

Besonders beansprucht werden beim Inlineskaten – ganz klar – die Beine. Die Beinmuskulatur muss schließlich aktiv sein, damit ihr überhaupt über den Asphalt gleiten könnt. Tipp, um die Oberschenkel extra zu fordern: bergauf fahren! Hierbei muss die Muskulatur nämlich ordentlich arbeiten (übrigens auch super gegen Cellulite). Neben den Beinen trainiert ihr außerdem Bauch, Po und Rücken. Ergo: Inliner fahren eignet sich prima als Ganzkörper-Workout. 

Die richtige Ausrüstung: Inlineskates und Schutz

Das wichtigste Tool beim Inliner fahren sind natürlich die Inlineskates, die in Soft- und Hardboots unterschieden werden. Erstere sind deutlich bequemer, Hardboots bieten dagegen mehr Stabilität. Aus diesem Grund werden Hardboots mit hohem Schaft oft für Stunts und Tricks verwendet. Bei der Passform gilt: Die Zehen dürfen nicht vorne anstoßen und die Ferse sollte fest sitzen.

Inliner fahren: Pinke Inlineskates

Neben den Boots unterscheiden sich Inliner auch bei den Rollen. Tipp: Setzt als Anfänger auf Rollen mit 80 bis 84 mm Durchmesser. Je größer die Rollen nämlich sind, desto mehr müsst ihr eure Balance halten. Achtet zudem auf die Rollenhärte. Besonders für Anfänger eignen sich weiche Rollen (ab 80A), die langsamer, aber komfortabler sind und einen guten Halt geben. Harte Rollen (ab 90A) sollten dagegen nur von erfahrenen Skatern, die schnell fahren wollen, gewählt werden.

Nicht vergessen: Ein Helm sowie Hand-, Knie- und Ellenbogenschoner sind beim Inliner fahren unverzichtbar! Bei einem Sturz auf den Asphalt kann es sonst zu schlimmen Verletzungen kommen. Wählt zudem bequeme Kleidung, die euch nicht einengt oder stört.

Inliner fahren lernen – darauf solltet ihr achten

Inliner fahren: Strecke mit Inliner-Zeichen

1. Die richtige Strecke

Damit das Inliner fahren ein voller Erfolg wird, solltet ihr unbedingt eine asphaltierte Fahrbahn wählen, die nicht zu stark befahren ist. Breite Wege eignen sich zudem besonders gut. Achtet außerdem darauf, dass die Fahrbahn trocken und nicht rutschig ist. Ansonsten kann es schnell zu Verletzungen kommen.

2. Bestimmung von Stand- und Spielbein

Ermittelt vor dem Fahren zunächst euer Stand- und Spielbein. Auf das stärkere Bein (Standbein) verlagert ihr beim Anfahren und Bremsen nämlich euer Gewicht.

So bestimmt ihr euer Standbein: Springt in die Luft (natürlich ohne Rollerblades!) und stoßt euch dabei einmal mit dem linken und einmal mit dem rechten Bein ab. Das Bein, mit dem ihr höher springt, ist euer Standbein.

3. Bremsen beim Inliner fahren

Nachdem ihr euer Standbein ermittelt habt, solltet ihr nun das Bremsen üben. Dafür gibt es unterschiedliche Techniken. Am gängigsten ist dabei das Bremsen mit der Stopperbremse, bei der ihr die Fußspitze vorsichtig anhebt, bis die Bremse an der Ferse den Boden berührt. So könnt ihr gut das Tempo regulieren oder anhalten. Bei der sogenannten Schneepflugbremse bildet ihr mit den Rollschuhen ein nach hinten geöffnetes V und kommt dadurch zum Stehen – diese Methode eignet sich jedoch eher für fortgeschrittene Skater. Eine weitere Bremsmethode ist der T-Stop, bei dem ihr das Gewicht auf nur einem Bein haltet. Das Spielbein setzt ihr im rechten Winkel hinter dem Standbein auf und sorgt so für ein Abstoppen.

4. Richtig stürzen

Klar, das ein oder andere Mal werdet ihr sicher auch auf die Nase fallen (Achtung: nicht wörtlich nehmen!). Damit ihr euch dabei nicht verletzt, könnt ihr das Stürzen vorher üben. Lasst euch hierfür zunächst auf die Knie fallen (Schützer natürlich nicht vergessen!) und dann auf die Handgelenkschützer. Wichtig: Streckt dabei eure Finger! Setzt dann eure Ellenbogen mit den Schützern auf. Falls ihr beim Inliner fahren ins Straucheln geratet, solltet ihr versuchen, diese Vorgehensweise zu beachten.

5. Balance-Übungen für Beginner

Ihr wollt euer Gleichgewicht mit Rollerblades trainieren? Dann stellt euch etwa schulterbreit mit gebeugten Knien auf eine gerade Fläche und verlagert das Gewicht von einem Bein auf das andere. Die Arme schwingen dabei mit. Gleitet anschließend für einige Meter auf nur einem Bein. Das andere Bein könnt ihr dabei leicht anwinkeln. Springt zuletzt mit beiden Beinen ab und landet wieder sicher auf dem Boden.

Na, hat euch nun die Lust zum Inliner fahren gepackt? Ich bin wirklich begeistert, denn tatsächlich ist es nicht nur eine coole Freizeitbeschäftigung, wir können gleichzeitig unseren ganzen Körper trainieren, unsere Fettverbrennung ankurbeln und die Haut straffen. Also, worauf wartet ihr noch? 3, 2, 1 – lasst die Rollen laufen!

XX, Lisa

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