Homeoffice: So schafft ihr die Work-Life-Balance!

So übersteht ihr das Homeoffice unbeschadet
Two for Fashion Autorin Susanna
Mittwoch, 25. März 2020, 18:25

Vermutlich habt ihr euch immer mal gewünscht, Homeoffice machen zu können. Gerade, wenn es am Montagmorgen draußen wieder in Strömen geregnet hat, habt ihr mit Sicherheit davon geträumt, gemütlich zu Hause zu bleiben und mit dem Laptop im Bett zu arbeiten. Nun ist der Traum für viele von uns wahr geworden. Wir dürfen nicht mehr unnötig raus und arbeiten – wenn möglich – daheim. Was wir jetzt schon merken: Das Arbeiten im Homeoffice ist gar nicht mal so easy. Hier kommen ein paar Tipps, wie ihr das Homeoffice übersteht.

This is the law: Rechtliches zum Homeoffice

Im Moment haben wir eine absolute Ausnahmesituation. Und es ist eh alles anders, als es je war. Vielleicht durftet ihr bisher nicht im Homeoffice arbeiten, MÜSST es nun aber tun. Grundsätzlich dürft ihr dies nicht eigenmächtig entscheiden. Euer Arbeitgeber muss damit einverstanden sein und kann es euch aus unternehmerischen Gründen untersagen. Dies gilt aber auch umgekehrt: Euer Arbeitgeber kann das Arbeiten von zu Hause nicht ohne eure Zustimmung anordnen. Wenn ihr jetzt – wie so viele – im Homeoffice arbeitet, beachtet diese Dinge:

  • Seid in den Kernarbeitszeiten eures Unternehmens erreichbar oder vereinbart Zeiten, in denen ihr erreichbar seid.
  • Dokumentiert eure Arbeit. Dann kann niemand hinterher sagen, ihr würdet den ganzen Tag netflixen, nappen oder Ähnliches.
  • Arbeitet zu fest vereinbarten Zeiten. So wie sonst auch.
  • Auch im Homeoffice gelten Ruhezeiten und Pausen. Wenn ihr mehr als sechs Stunden arbeitet, solltet ihr mindestens 30 Minuten Pause machen. Bei neun Stunden ist es ein Minimum von 45 Minuten.
  • Denkt daran: Nur weil ihr jetzt zu Hause arbeitet, müsst ihr nicht rund um die Uhr erreichbar sein. Ihr habt Feierabend wie sonst auch.

Ein Hinweis von mir: Die rechtliche Lage zum Homeoffice ist viel umfassender, und ich garantiere weder für Vollständigkeit noch für Richtigkeit. Aber ich glaube, so habt ihr schon mal einen guten Überblick über das Wichtigste.

Schafft einen festen Rahmen für euer Homeoffice

Der Mensch liebt Strukturen. Denkt nur mal an Babys und Kinder. Sobald ihr normaler Tagesrhythmus ins Wanken gerät, drohen Schreiattacken und Zusammenbruch. Sie brauchen feste Strukturen, um sich geborgen und sicher zu fühlen. Für uns Erwachsene sieht es nicht unbedingt anders aus. Haben wir einen festen Rahmen, können wir konzentrierter und auch kreativer arbeiten.

Homeoffice meistern: Jeansrock stylen im Business Look mit Blazer

Startet also euren Tag wie sonst auch. Statt vom Bett direkt an den Computer zu schlurfen, haltet eure tägliche Morgenroutine ein. Frühstückt, duscht, trinkt genüsslich euren ersten Kaffee. Und vor allem: Zieht euch etwas an, das ihr sonst auch bei der Arbeit tragen würdet. Es heißt nicht umsonst „Kleider machen Leute“. Natürlich könnt ihr den ganzen Tag im Pyjama arbeiten – euch sieht ja niemand –, aber auf Dauer wird es euch nicht guttun. Studien zeigen, dass wir uns unserer Kleidung entsprechend verhalten. Eure Jogginghose ist in eurem Gehirn garantiert mit Freizeit und Relaxen verbunden und nicht mit konzentriertem Arbeiten. Daher: Get dressed for success.

Trennt euch von eurem Bett

Nein, nein, keine Sorge. Ihr sollt euer Bett nicht über Kleinanzeigen verticken. Schließlich braucht ihr es noch für erholsamen Schlaf oder andere entspannende schöne Dinge. Ihr sollt euch lediglich morgens von ihm verabschieden. Ich weiß, es ist wahnsinnig verführerisch, einfach liegenzubleiben und den Laptop – gemütlich eingekuschelt in die Bettdecke – aufzuklappen. Aber: Abgesehen von eurem Geist ist es auch aus ergonomischer Sicht nicht gut für euch. Auf Dauer winken Sehnenscheiden- und/oder Schleimbeutelentzündung.

Homeoffice: Vorstellungsgespräch Vorbereitungen am Schreibtisch vor dem Computer

Richtet euch lieber eine gemütliche Homeoffice-Ecke in einem anderen Teil eurer Wohnung ein. Es darf auch der Wohnzimmer- oder Küchentisch sein, wenn ihr dort gut arbeiten könnt. Wichtig ist, dass ihr aufrecht sitzen – dies entlastet euren Rücken –, aber eure Position easy zwischendurch ändern könnt. Legt alles bereit, was ihr zum Arbeiten braucht, und dann startet konzentriert in den Arbeitstag. Ihr driftet immer wieder ab und habt den dringenden Wunsch aufzuräumen, die Vasen auf dem Sideboard neu zu ordnen oder noch schnell die Wäsche aufzuhängen? Mein Tipp: Haltet alles auf einer To-do-Liste fest. Nach der Arbeit habt ihr noch genügend Zeit, euch darum zu kümmern. Wetten?

Take a break

Wie schon im ersten Punkt erwähnt, stehen euch selbstverständlich auch im Homeoffice Pausen zu. Nutzt diese für echte kurze Erholung. Wie wäre es mit einem liebevoll zubereiteten Matcha-Tee und einer Verschnaufpause am Fenster oder auf dem Balkon? Bereitet euch zur Lunchpause ein schnelles Mittagessen fürs Büro zu und spaziert im Anschluss um den Block. So bekommt ihr den Kopf wieder frei und viel Sauerstoff für neue Ideen. Wichtig ist, dass ihr immer mal aufsteht und vom Computer wegkommt. Der Plausch mit der Lieblingskollegin in der Kaffeeküche fällt ja leider gerade flach, womit wir schon beim nächsten Punkt wären …

Work-life-Balance im Homeoffice Frau gießt Matcha-Tee mit geschäumter Milch auf

Stay connected

Es klingt banal, aber: Bleibt mit euren Kollegen in Kontakt. Flurfunk fällt ja nun aus, und auch die gemeinsamen Pausen sind zurzeit nicht drin. Bestimmt habt ihr eh immer mal wieder Dinge zu besprechen. Ihr könnt chatten. Noch besser sind aber persönliche Telefonate. Damit könnt ihr wichtige Dinge schneller und direkter besprechen. Oder wie wäre es mal mit nem Video-Call? Auch wenn es sich im ersten Moment vielleicht schräg anfühlt und ihr nicht gesehen werden möchtet. Es tut gut, wenn wir uns gegenseitig im Homeoffice „besuchen“. Lisa und ich sehen uns regelmäßig über Microsoft Teams.

Perfektes Selfie machen mit der Handy-Kamera

Und selbst, wenn ihr nichts Konkretes zu besprechen habt: Fragt doch mal eure liebsten Kollegen, wie es ihnen so geht in der ungewohnten Situation. Fragt sie, wie sie Homeoffice und Kinderbetreuung – ein ganz eigenes Thema für sich – unter einen Hut bringen. Und wie es bei ihnen mit der Work-Life-Balance im Homeoffice steht. Ihr werdet sehen, alle freuen sich über den Austausch.

Macht Feierabend

Vor allem, wenn ihr im Homeoffice arbeitet, ist eure Work-Life-Balance enorm wichtig. Macht – wenn möglich – zur geplanten Zeit Feierabend und verlasst auch wirklich euren Arbeitsplatz. Ja, auch wenn ihr noch ein wenig privat surfen oder shoppen wollt. Das könnt ihr später. So signalisiert ihr eurem Körper und Gehirn, dass nun wirklich Schluss ist! Vor allem trennt ihr so auch zeitlich Privates vom Job. Und das ist extrem wichtig, wenn die räumliche Trennung nicht gegeben ist und ihr keinen Arbeitsweg zum Abschalten habt. Wie wäre diese Idee: Macht nach Feierabend einen Spaziergang. So gewinnt ihr Abstand von der Arbeit und habt einen Ersatz-Arbeitsweg.

Ihr Lieben – die einen liiieben das Homeoffice, die anderen fühlen sich am Arbeitsplatz mit den Kollegen wesentlich wohler und besser aufgehoben. Zu welchem Typ gehört ihr? Vermutlich irgendetwas in der Mitte, oder? Ich wünsche euch gute Nerven und ein allzeit funktionierendes WLAN. Bleibt gesund und kommt gut durch die außergewöhnliche Zeit.

XX, Susanna

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