Digital Detox: Let’s go offline!

Laptops und Smartphone auf einem Tisch
Donnerstag, 17. Mai 2018, 17:18

Nicht nur wir Modeblogger kennen es: Wir stehen auf, und unser erster Griff geht zu unserem Smartphone. Wecker aus, E-Mails checken und hey, was gibt es eigentlich Neues auf Instagram … Unser Alltag bestimmt sich durch Handy, Laptop oder iPad – ein Tag ohne? Unvorstellbar! Doch selbst die groĂźen Blogger wie Gigi Hadid, Jay Rox oder DariaDaria machen es vor und nehmen sich eine Auszeit von den sozialen Medien. Also warum sollten wir nicht auch wir auf den „No-Media“-Zug aufspringen?

The Daily Overload: keinen Tag ohne!

Laut Studien verbrachten die Deutschen 2017 täglich über 10 Stunden mit der Nutzung von Medien – über 3 Stunden alleine mit ihrem Smartphone. Verrückt, oder?! Aber klar, ob privat oder auf der Arbeit, wir werden den lieben langen Tag mit den Medien konfrontiert – eine Welt abseits des ganzen digitalen Trubels gibt es eigentlich kaum noch. Dabei sind wir meist Sklaven unserer selbst – anstatt bewusster mit dem Thema umzugehen, merken wir gar nicht, wie viel Zeit wir eigentlich verschwenden: denn was könnten wir mit den Stunden alles anfangen?!

Frau am Laptop mit einer Tasse Kaffee

Dass der Ăśber-Konsum viele negative Konsequenzen hat, ist vielen gar nicht wirklich bewusst. Das regelmäßige Starren auf den Bildschirm ist nicht nur fĂĽr unsere Augen eine echte Belastung, sondern auch fĂĽr unseren Nacken. Stets ein „head-down“ kann zu Verspannungen im oberen RĂĽcken fĂĽhren – Kopfschmerzen sind vorprogrammiert.

Eine schlechte Haltung beeinträchtigt auch unsere Psyche: Schauen wir ständig aufs Smartphone, wirkt sich die gebückte Haltung auf unsere Stimmung aus. Auch die Anstrengung der Augen wirkt sich negativ auf die Psyche aus und kann dazu führen, dass wir verärgert und gereizt sind.  

Die intensive Nutzung hat ein ähnliches Suchtpotenzial wie Alkohol und Drogen: Ist das Smartphone nicht direkt zur Hand und wir nicht erreichbar, werden wir nervös und panisch. Bekommen wir genug Likes auf ein Foto? Haben wir genug Follower? Unser Selbstwertgefühl leidet immer mehr an der starken Abhängigkeit von den digitalen Medien. Das reale Leben verschwimmt immer mehr in der digitalen Welt – pausenlos vergleichen wir unser Leben mit denen der anderen.

Digital Detox: Wir machen Schluss!

Genau deshalb ist der neue Trend „Digital Detox“ entstanden – die digitale Entgiftungskur. Das Prinzip ist ähnlich wie bei allen Entgiftungskuren: Schädliche Dinge, die uns nicht guttun, werden gemieden. Beim „Digital Detox“ geht es also konkret darum, unseren Konsum von Medien zu minimieren oder teilweise sogar komplett auf diese zu verzichten, uns dadurch eine Pause zu nehmen und einfach mal aus- bzw. abzuschalten, um uns vor dem digitalen Burn-out zu schützen. Ziel ist, sich wieder bewusster dem Alltag zu widmen, die Umgebung stärker wahrzunehmen und auch wieder häufiger mit Menschen zu reden.

femtastics-iPhone-HĂĽlle auf einem Tisch

Wie so oft war die USA ein Vorreiter fĂĽr Digital Detox: 2010 erfanden Amerikaner ein „Digital Detox Camp“ – ein Zeltlager ohne digitale Geräte. Die Schweiz zog 2011 nach mit der Online-Kampagne „Urlaub ohne Internet“, die ĂĽber 10.000 digital-affine Menschen in einen Natur-Urlaub zeigt – ohne Kontakt zur AuĂźenwelt via Smartphone. In der Tourismus-Branche gibt es Digital Detox-Angebote mittlerweile zur GenĂĽge.

Digital Detox im Alltag – 10 Tipps

O.k., Abstand von den Medien nehmen: leicht gesagt – aber getan? Das ist es nicht. Irgendwie sind wir mittlerweile ganz schön süchtig nach den sozialen Medien. Denn gerade als Mode- und Lifestyle-Redakteure wollen wir natürlich immer up to date bleiben, keine neuen Trends verpassen und uns Inspirationen holen. Wenn es die großen Blogger schaffen, dann schaffen wir es erst jetzt! Wie? Das verraten wir euch mit den folgenden zehn Tipps:

1. Die Benachrichtigungen ausstellen

Kaum blinkt unser Handy auf, gucken wir auch schon direkt, was es Neues gibt … Wir könnten ja was Wichtiges verpassen! Doch in den meisten Fällen ist es gar nicht dringend. Also, einfach mal die Benachrichtigungen von WhatsApp, Instagram oder Co. ausstellen – so haben wir nicht das Verlangen daraufzugucken und können uns auf das Wesentliche konzentrieren.

2. Das Handy auch mal weglassen

Wann habt ihr euer Smartphone das letzte Mal zuhause gelassen? Wahrscheinlich können sich die wenigsten von uns daran erinnern: Immer erreichbar, immer online. Lasst das Handy einfach mal zuhause – ihr werdet merken, so viel werdet ihr gar nicht verpassen.

3. Smartphone und Laptop abends beiseitelegen oder komplett ausmachen

Ihr werdet merken – euer Schlaf wird so viel besser, wenn ihr vor dem Schlafengehen nicht auf einen Bildschirm starrt. Die Gedanken schwirren nicht die ganze Zeit um die letzten Instagram-Postings und die sinnlosen Verlinkungen bei Facebook gehören auch der Vergangenheit an. Probiert’s aus!

4. Freunde und Familie einweihen

Auch wenn ihr sicherlich den einen oder anderen erstaunten Blick erhascht – so weiß jeder Bescheid, dass ihr nicht mehr ständig erreichbar sein werdet … Und vielleicht nimmt sich der ein oder andere ja auch ein Beispiel an euch und verzichtet ebenfalls auf das Smartphone.

5. Die Medien bewusst nutzen

Schnell schaltet wir den Laptop an oder schauen auf das Handy – macht euch immer wieder bewusst, dass ihr gerade das Smartphone benutzt. Glücklicherweise gibt es mittlerweile sogar Apps, die messen, wie viel Zeit ihr am Handy beziehungsweise Tablet verbringt … Ihr werdet mit Erschrecken feststellen, dass ihr seeeeehr viel Zeit an euren digitalen Medien verbringt.

6. Unwichtige Apps löschen

Was brauche ich eigentlich? Diese Frage solltet ihr euch stellen und euch wird schnell klar: Ein GroĂźteil euer Apps benutzt ihr gar nicht. Sortiert rigoros aus und behaltet nur die Apps, die ihr wirklich nutzt.

7. Sich vom Handy emanzipieren

Manchmal merkt man gar nicht mehr, wie abhängig wir eigentlich schon von unserem Smartphone sind. Mal schnell den nächsten Park finden? Google Maps helps. Ist unser Akku dann aber leer, ist das Entsetzen groß und wir sind aufgeschmissen. Damit das nicht mehr passiert, könnt ihr prima eine Straßenkarte verwenden – vor der Smartphone-Zeit haben wir ja auch überlebt.

8. Ein Limit setzen

Jeden Tag eine Stunde am Smartphone und Laptop – total ausreichend! Das Zeitfenster, das ihr euch setzt, nutzt ihr viel produktiver und sinnloses Surfen gehört der Vergangenheit an. Auch hier gibt es tolle Apps, die Handy oder Tablet für eine gewisse Zeit sperren, sodass ihr wirklich keine Chance habt sie zu nutzen!

9. Up in the Air – her mit dem Flugzeugmodus!

Wenn ihr euer Smartphone nicht ganz ausschalten wollt, schaltet den Flugzeugmodus an – so habt ihr wenigstens für eine bestimmt Zeit eure Ruhe.

10. Ablenkung

Ablenkung ist die beste Medizin! Greift doch lieber mal zu einem guten Buch – ihr werdet garantiert schnell davon gefesselt sein und euer Smartphone vergessen. Oder trefft euch mit einer Freundin auf einen schönen Spaziergang – so seid ihr an der frischen Luft und könnt euch auch direkt austauschen, ohne dass ihr euer Handy in die Hand nehmen müsst.

Wir hoffen, dass euch die Tipps helfen, euch im Alltag ein wenig von Handy und Laptop zu emanzipieren … Und sollte es gar nicht funktionieren, dann probiert doch mal ein Digital-Detox-Camp aus: einfach mal bewusst OFFLINE sein. Wir sind begeistert …

XX, Die Redaktion

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