Warum es so wichtig ist, sich regelmäßig zu dehnen!

Dehnübung am Hamburger Hafen auf einer Yogamatte
Donnerstag, 24. Mai 2018, 9:57

Sich regelmäßig zu dehnen, ist nicht nur in Zusammenhang mit Sport, sondern auch aus folgendem Grund enorm wichtig: Wer viel Zeit – sitzend – im Büro verbringt, hat vermutlich eine stark verkürzte Bein- und Hüftmuskulatur. Um dem entgegenzuwirken, solltet ihr euch – auch, wenn ihr keinen Sport treibt – ein wenig mit der positiven Wirkung von Dehnübungen beschäftigen. Welche verschiedenen Dehnformen es gibt und welche Effekte sie auf den Körper haben, erfahrt ihr hier!

Was ist Dehnen eigentlich?

Dehnen, oder auch Stretching genannt, bezeichnet das Auseinanderziehen der Muskeln. Weiterhin werden beim Dehnen die Muskeln besser durchblutet. Wenn wir unsere Muskeln nicht dehnen, verkürzen sie sich mit der Zeit und können Beschwerden und Fehlstellungen hervorrufen. Wer sich regelmäßig dehnt, verbessert seine Körperhaltung und erlangt eine größere Bewegungsamplitude. Diese ist nicht nur für sportliche Aktivitäten, sondern auch für den Alltag sehr wichtig.

Blonde Frau mit pinker Yogamatte

Pinke Yogamette für Dehnübungen

Zurück zur Übersicht

Kann ich meine Beweglichkeit beeinflussen?

Wie in jedem Lebensbereich vergleichen wir uns auch beim Dehnen mit unseren Mitmenschen. Falls ihr euch fragt, wieso eure Freundin einen Spagat kann, während ihr im Stehen mit den Fingerspitzen nicht mal eure Füße berühren könnt, haben wir hier die Antwort für euch: Unsere Beweglichkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Wir unterscheiden uns nicht nur hinsichtlich des Alters und des Körperumfangs, wir haben auch alle einen anderen Bewegungsapparat: Knochenstruktur, Bänder und Sehnen sind bei allen verschieden. Natürlich könnt ihr eure Dehnbarkeit mit Training erheblich verbessern, vergleichen solltet ihr euch trotzdem nicht mit anderen, da hier so viele verschiedene Faktoreneine Rolle spielen.

Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen mit der erforderlichen Schwingungsweite ausführen zu können. Aus funktionell-anatomischer Sicht liegen hier die Gelenkigkeit und die Dehnfähigkeit zu Grunde. (Hohmann et al, 2014)

Zurück zur Übersicht

Dehnen – vor oder nach dem Sport?

Eine sehr heiß diskutierte Frage, wenn es ums Thema Dehnen geht, ist die nach dem richtigen Timing. Ist es besser, sich vor oder nach dem Sport zu dehnen? Tatsächlich gibt es hierauf keine eindeutige Antwort – es kommt immer darauf an, was eure Ziele sind. Wer das Ziel hat, in einem halben Jahr im Spagat sitzen zu können, sollte sich viel häufiger dehnen als jemand, der nur etwas für seine Haltung tun möchte.

Dehnübung mit Flexi-Band am Hamburger Hafen

Es wird grob zwischen zwei verschiedenen Dehnungsarten unterschieden: dem dynamischen und dem statischen Dehnen. Die dynamischen Übungen werden, wie der Name schon verrät, in Bewegung ausgeübt und sind daher perfekt zum Aufwärmen geeignet. Im Prinzip könnt ihr fast jede Dehnübung dynamisch ausführen, indem ihr mit kleinen „Wipp“-Bewegungen noch ein wenig tiefer in die Dehnung geht. Dies kann im Sitzen, aber auch im Stehen erfolgen. Eine statische Dehnübung beschreibt dementsprechend genau das Gegenteil: Die Übung wird statisch, also im Stillstand, ausgeführt. Diese Art ist für das Lernen eines Spagats unabdingbar. Hierbei geht es darum, den Muskel zu trainieren, ihn quasi zu verlängern.
Tipp: Bei statischen Dehnübungen ist es auch okay, „in den Schmerz hinein zu dehnen“. Hier verhält es sich ähnlich wie beim Krafttraining: Erst wenn der Muskel erschöpft ist und leicht schmerzt, kann er wachsen.

Dynamische Dehnübungen sind also sehr gut als Ergänzung zum Aufwärmen geeignet und sollten dementsprechend vor dem Sport ausgeführt werden. Statische Übungen können tendenziell sowohl vor als auch nach dem Sport ausgeführt werden. Das Dehnen nach dem Sport hat aber weniger Effekte und sorgt in den meisten Fällen einfach für Entspannung und das Wohlbefinden. Sinnvoller ist es tatsächlich, sich kurz – beispielsweise auf dem Laufband – aufzuwärmen und anschließend ein paar Dehnübungen zu machen. So wärmt ihr die Muskeln richtig gut auf und verhindert Verletzungen. Inwiefern ihr mit Dehnübungen auch Fehlstellungen entgegenwirkt, erfahrt ihr im nächsten Absatz. Wer auf ein Ziel hintrainiert – beziehungsweise eine Pose wie den Spagat zu beherrschen – kann beide Dehnungsarten miteinander kombinieren und unbedingt mindestens 30 Sekunden in einer Pose ausharren.

Achtung: Es gibt Sportarten, vor denen ihr euch auf keinen Fall statisch dehnen solltet. Hierzu gehört zum Beispiel das Fußball- oder Sprinttraining. Da der Muskel beim Dehnen quasi verlängert wird, besteht – wenn ihr kurz darauf lossprintet –ein sehr hohes Verletzungsrisiko. Lasst also lieber ein wenig Zeit verstreichen oder dehnt euch dynamisch!

Dehnübung am Hamburger Hafen

Zurück zur Übersicht

Den Hüftbeuger dehnen – warum ist das so wichtig?

Durch das viele Sitzen im Büro sind Fehlstellungen und Verspannungen mehr die Regel als die Ausnahme. Besonders häufig betroffen sind hiervon unsere Rücken- und Nackenmuskulatur sowie der Hüftbeuger. Letztgenannten haben viele noch nicht auf dem Schirm: Beim Sitzen ist unser Rücken meist rund und unsere Hüfte gebeugt. Viel zu selten machen wir uns mal so richtig lang und wirken dieser Position entgegen. Durch das viele Sitzen verliert der Muskel an Elastizität und verkürzt sich. Das Resultat: Beim aufrechten Gehen entsteht eine so große Spannung im Muskel, dass neben Hüftschmerzen auch Schmerzen im unteren Rücken und sogar im Kniegelenk entstehen können.

Tipp: Die beste Dehnübung für den Hüftbeuger ist der tiefe Ausfallschritt.

Dehnübung am Hamburger Hafen auf einer Yogamatte

Zurück zur Übersicht

Ich hoffe, ich konnte euch das Thema Dehnen etwas näherbringen und ihr habt verstanden, warum es so wichtig ist, sich regelmäßig zu dehnen. Dehnen kann euch dabei helfen, euch vor dem Sport richtig aufzuwärmen, das Wohlbefinden positiv zu beeinflussen, die Muskeln zu lockern, Verletzungen vorzubeugen und eure Haltung zu verbessern. Aber immer schön vorsichtig sein und eure Muskeln nicht überstrapazieren, ansonsten besteht auch beim Dehnen die Gefahr, sich zu verletzen.

XX, Cathrin

#DoYourFitness Gymnastikmatte »Yogini«, komfortable Fitnessmatte in der Größe 183x61cm
Yogistar Yogamatte »Pure eco art collection«
adidas Performance Yogablock »YOGA«
Gymstick Übungsband »Stretching Belt«
Nike Sportswear Jogginghose »NSW GYM VINTAGE PANT«
Nike Tanktop »W NIKE PRO TANK JUST DO IT«
Nike Sport-BH »NIKE PRO CLASSIC SWOOSH COOLING BRA«
Bewerten
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Bitte gebe deine Bewertung ein
Loading...
Kommentiere diesen Beitrag
http://
Kommentare zu diesem Beitrag
Keine Kommentare