Body Positivity: unsere Tipps für ein besseres Selbstbild

Body Positivity: Frau sitzt im geringelte Badeanzug am Strand
Two for Fashion Autorin Susanna
Dienstag, 14. Juli 2020, 19:46

Jedes Jahr derselbe ehrgeizige Plan: eine Bikini-Figur zu bekommen. Was wir uns im Winter und ganz besonders in der Weihnachtszeit angefuttert haben, soll bis zum Sommer, wenn die Röcke kürzer werden, wieder runter. Aber muss das wirklich sein? Eine neue Welle der Body Positivity ist über uns geschwappt und ermutigt uns, zu unserem Körper zu stehen. 

Wir müssen uns nicht für überflüssige Pfunde oder Cellulite schämen. Auch Narben, Hängebusen und Schwangerschaftsstreifen sind absolut normal. Sogar die Werbung hat mittlerweile erkannt, dass es nicht richtig ist, stets übermäßig retuschierte Körper zu zeigen. Das vermittelt gerade jungen Frauen ein völlig falsches Körperbild.

Aber auch, wenn ihr nicht von einer Diät in die nächste taumeln solltet, könnt ihr ein paar Dinge dafür tun, um euch in eurem Körper wohler zu fühlen. Ihr könnt euch mit ganz einfachen Tricks schlanker stylen. Wir verraten euch, was ihr hier beachten müsst und wie ihr breite Hüften, kräftige Oberschenkel oder breite Schultern kaschiert. Wenn ihr möchtet. Außerdem zeigen wir euch, welche Körperhaltung ideal ist und welche Pose euch auf Fotos noch attraktiver wirken lässt.

Body Positivity: unsere Styling-Tipps

Wie schon gesagt, müsst ihr wirklich keinen perfekten Body haben. Die Hauptsache ist, dass ihr euch wohlfühlt. Die richtige Kleidung kann euch dabei helfen. Mit diesen Tipps kleidet ihr euch so, dass ihr das Gefühl habt, immer eine gute Figur zu machen. Zusätzlich könnt ihr auch auf Shapewear setzen, wenn ihr euch darin gut und nicht eingeengt fühlt.

Darum macht Schwarz schlank

Während Weiß das Licht reflektiert, absorbiert Schwarz dieses. Daher heizt sich schwarze Kleidung im Sonnenlicht schnell auf. Die Tatsache, dass Schwarz das Licht absorbiert, hat aber für uns einen ganz entscheidenden Vorteil: Schwarze Flächen kommen uns kleiner vor als helle. Außerdem sind Schatten, Umrisse und sonstige Konturen auf schwarzem Untergrund kaum erkennbar. So wirken schwarze Flächen ebenmäßig, und Fettpölsterchen verschwinden.

Aus diesem Grund sagt man, dass Schwarz schlank macht. Probiert es aus! Der Trick funktioniert mit allen möglichen Kleidungsstücken, die unseren Körper bedecken. Wenn eure Problemzonen eher im Bereich der Beine und der Hüfte liegen, bieten sich schwarze Hosen oder Röcke an. Wenn ihr breite Schultern habt, könnt ihr sie mit schwarzen Oberteilen super kaschieren.

Taillengürtel tragen und schlank aussehen

Gerade dann, wenn ihr keine oder nur wenig Taille habt, empfehlen wir euch einen Taillengürtel. Er betont die Taille und lässt sie schmaler wirken. Zudem ist er gerade mega angesagt. Achtet darauf, dass ihr den Gürtel nicht zu eng schnallt, da ihr sonst schnell den gegenteiligen Effekt erreicht. Vor allem bei hellen Cardigans oder Kleidern könnt ihr euch mit dunklen Taillengürteln oder Gürteln in Naturtönen ein paar Kilo schmaler stylen.

Knöchellange Hosen strecken das Bein

Mit knöchellangen Hosen lenkt ihr den Blick auf eure Fesseln, die schmalste Stelle des Beins, was nicht nur bei dickeren Beinen sinnvoll ist. Unser Vorteil: Momentan sind knöchellange Hosen absolut angesagt! Und wenn ihr keine knöchellange Hose habt, krempelt ihr eure Hose einfach hoch. Vor allem im Sommer wirkt dies ultralässig und passt gut zu Sandalen, Flipflops® oder High Heels!

Schlank aussehen mit hohen Schuhen

Mit hohen Schuhen verlängert ihr eure Beine und wirkt dadurch automatisch schlanker. Hohe Schuhe strecken den gesamten Körper und lenken von breiten Hüften oder dicken Oberschenkeln ab. Wenn ihr euch für High Heels anstatt für Sneaker oder Sandalen entscheidet, könnt ihr euch um bis zu drei Kilo schlanker schummeln. So fühlt ihr euch ganz ohne Diät ruckzuck ein wenig leichter. 

Schlanker aussehen mit Hängerkleidchen

Mit den richtigen Kleidern könnt ihr eure Body Positivity super beeinflussen. Hängerkleidchen haben die berühmte A-Linienform: Sie werden nach unten hin breiter. So kaschieren sie breite Hüften. Gerade im Sommer bieten sich Hängerkleidchen an, weil sie luftig sind und euren Körper sanft umspielen. Zudem lassen sie sich toll mit Wedges kombinieren: Diese strecken euch und sind dabei noch extrem bequem. 

Für mehr Body Positivity: Leinenkleid elegant stylen

Längsstreifen strecken

Im Allgemeinen gilt: Streifen strecken entlang ihrer Richtung. Längsstreifen bewirken das Gegenteil von Querstreifen. Daher zaubern Hemden, Blusen, Kleider, Pullover oder T-Shirts einen längeren Ober- bzw. Unterkörper. Querstreifen hingegen machen uns optisch breiter, weshalb ihr sie vor allem dort, wo eure Problemzonen sitzen, vermeiden solltet.

Lange Ärmel kaschieren, richtig?

Mit Oberteilen oder Kleidern, die mindestens drei Viertel des Armes bedecken, könnt ihr wunderbar kräftige Oberarme kaschieren. Wichtig ist, dass die Ärmel nicht zu eng sitzen. Blazer sind hier das klassische Beispiel: Die Schulterpartie ist in der Regel gerade geschnitten, und die Ärmel sind lang und sitzen weit genug, um kräftige Arme zu kaschieren.

Die richtige Körperhaltung für mehr Body Positivity

„Bauch rein, Brust raus“ hören wir alle oft und nehmen diesen Spruch gar nicht mehr ernst. Dabei steckt in ihm viel mehr Wahrheit, als wir denken. Wenn wir den Kopf und damit auch die Schultern im wahrsten Sinne des Wortes hängen lassen, wirken wir nicht nur demotiviert und niedergeschlagen, sondern auch dicker, weil wir auf diese Weise quasi mehr Körper auf weniger Fläche verteilen. Wenn wir auf einen geraden Rücken achten und unsere Brust durchstrecken, wirken wir gleich viel selbstbewusster und schlanker.

Zudem sehen wir aus, als hätten wir viel mehr Power. Probiert es mal aus. Wenn ihr euch bewusst gerade haltet, werdet ihr euch auch innerlich besser fühlen. Body Positivity kann manchmal so einfach sein. Wenn ihr ein Doppelkinn habt, das ihr ungern zeigt, solltet ihr umso mehr darauf achten, auch das Kinn oben zu halten. So verteilt sich das Fett nicht unnötig um euer Kinn herum.

Die Haltung von Armen und Beinen kann unser Erscheinungsbild ebenfalls beeinflussen. Wenn ihr euch hinsetzt, schließt die Beine. So wirkt ihr insgesamt schmaler. Wenn ihr eure Arme vom Körper entfernt haltet – zum Beispiel, indem ihr sie anwinkelt und mit den Händen eure Taille umfasst –, lenkt ihr die Aufmerksamkeit auf eure Taille und könnt euch so um einige Kilo leichter schummeln.

Das Supermodel Ashley Graham ist mit ihren Rundungen zum absoluten Star geworden. Auf diesem Bild zeigt sie sehr eindrucksvoll, dass auch ein Model vermeintliche Fehler hat und nicht so perfekt ist, wie es manchmal scheint. Stolz präsentiert sie ihren Körper mit all seinen Makeln wie Dehnungsstreifen und Fettpölsterchen. Das Plus-Size-Model hat einen großen Teil zur aktuellen Body-Positivity-Bewegung beigetragen.

So wirkt ihr auf Fotos attraktiver

Unsere Tipps zur Körperhaltung und zur Kleidung könnt ihr natürlich auch dann beherzigen, wenn ihr fotografiert werdet. Das Posing könnt ihr euch bei professionellen Models abschauen. Dreht euch zum Beispiel leicht zur Seite, stellt ein Bein vor das andere und dreht die Zehen des vorderen Beines in Richtung Kamera. Verlagert euer Gewicht auf das hintere Bein und haltet das vordere Knie leicht gebeugt. So wirken eure Beine besonders schmal. Wenn es nicht beim ersten Mal klappt, lasst euch trösten: Übung macht den Meister! Irgendwann habt ihr die Pose so sehr verinnerlicht, dass ihr sie ganz automatisch macht, sobald jemand mit der Kamera vor euch steht.

Bei Selfies empfehlen wir immer, von oben zu fotografieren. Dadurch wirkt euer Gesicht schmaler, und ihr wirkt insgesamt schlanker. Dieser Trick funktioniert übrigens nicht nur bei Selfies, sondern bei jeglicher Art von Fotos. Daher achtet auf die Position desjenigen, der euch fotografiert. Denn wenn ihr von unten fotografiert werdet, wirkt ihr kleiner, euer Doppelkinn wird gegebenenfalls betont, und ihr seht breiter aus, als ihr tatsächlich seid.

Allgemein solltet ihr beim Fotografieren darauf achten, nicht bei direktem Licht zu fotografieren, weil direktes Licht harte Schatten wirft und somit Fettpölsterchen betont werden. Daher empfehlen wir euch, eher bei bewölktem Wetter zu fotografieren.

Die sympathische Charlotte Weise (rechts im Bild) ist eine der bekanntesten Sinnfluencerinnen Deutschlands. Auf diesen Bildern zeigt sie mit ihrer Freundin Katrin Tonn eindrucksvoll, was das richtige Posing ausmacht. Toll daran: Beide zeigen ganz selbstbewusst, wie ihre Körper aussehen, wenn sie „normal“ stehen. Gerade Charlotte zeigt auf ihrem Instagramkanal immer wieder, dass es nicht auf den perfekten mageren Körper ankommt. Vielmehr geht es um eine positive Grundhaltung und ganz viel Selbstliebe. Durch die entsteht Body Positivity am Ende ganz von allein.

Ihr Lieben – ich hoffe, dass ihr euch nun ein wenig ermutigt fühlt, zu eurem Körper zu stehen. Ein letzter Tipp noch: Sport kann zu einer Extraportion Body Positivity verhelfen. Ihr müsst keinen Marathon laufen, aber mit ein wenig Bewegung bekommt ihr eine bessere Verbindung zu eurem Körper. Zudem werden beim Sport Endorphine freigesetzt, die wir immer gebrauchen können, um uns gut zu fühlen. In unserer Rubrik Sport findet ihr viele Tipps und anschauliche Trainingspläne von Lisa. Schaut doch mal rein!

XX, Susanna

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