Bloglove | Interview mit Maison Pazi

Mutter und Kind im Disney-Land Paris
Two for Fashion Autorin Susanna
Mittwoch, 21. Februar 2018, 15:06

Wir von Two for Fashion sind immer auf der Suche nach Inspiration, die wir an euch weitergeben können. Wir blättern Zeitschriften, stöbern auf Instagram und treiben uns in der Blogosphäre herum. Dabei ist es natürlich unvermeidlich dass wir dabei immer wieder auf Blogs stoßen, die wir so toll finden, dass wir sie euch nicht vorenthalten möchten. In unserer neuen Rubrik Bloglove möchten wir euch immer wieder spannende Bloggerinnen vorstellen, die es uns angetan haben. Für die erste Ausgabe habe ich Patrizia von Maison Pazi zum Interview über das Mamasein und ihren zweijährigen Sohn Emilian gebeten und sie hat beeindruckend offen darüber gesprochen.

Interview mit Patrizia von Maison Pazi

Seit wann bloggst du über dich und dein Familienleben?

Ich blogge seit knapp sieben Jahren. Angefangen habe ich zusammen mit einer Freundin und wir haben uns damals hauptsächlich mit dem Thema Mode befasst. Als ich 2014 Mama geworden bin, habe ich gemerkt, dass dieses Thema meine Leser sehr interessiert und ich habe „Maison Pazi“ als neuen Blog gegründet. Hier verbinde ich drei meiner Leidenschaften: das Schreiben, Mode und Mamasein.

Wie kam es dazu?

Blogs waren früher ganz anders aufgebaut als heute. 2010 gab es noch gar nicht so viele wie jetzt und die waren bei weitem nicht so professionell. Wir haben eher herum experimentiert, was funktioniert und was nicht. Irgendwann haben die Ideen meiner Freundin und meine mit der Zeit nicht mehr ganz so zusammengepasst und deshalb habe ich mich entschieden, das Mamawerden zu nutzen, um eigene virtuelle Wege zu gehen.

Bloggerin Patrizia Paul in pinkfarbenem Mantel, lachend, fröhlich

Was hat das Kind in deinem Leben verändert?

Alles. Das sagt zwar immer jeder, aber wenn man kein Kind hat, kann man sich das gar nicht so wirklich vorstellen. Der Lebensmittelpunkt verschiebt sich komplett, genauso wie die Prioritäten. Man muss sich neu organisieren und einen Rhythmus mit Kind finden.

War es so, wie du es dir vorgestellt hast?

Nicht wirklich. Ich habe mir das immer so romantisch vorgestellt, dass man dann die ersten Wochen mit seinem Baby die meiste Zeit gemütlich auf dem Sofa liegt und kuschelt, aber bei uns war es ganz anders. Emilian hat vier Monate nur geschrien und auch danach war er sehr schwer zufrieden zu stellen. Wir konnten an keinem Kurs teilnehmen oder mal entspannt als Familie Essen gehen. Ständig ein weinendes Kind zu haben, ist schon sehr anstrengend, vor allem wenn man nicht genau weiß, wie man helfen kann. Das nagte schon sehr an uns. Das erste Jahr war hart, erst danach wurde es langsam besser. Auf der anderen Seite gibt es aber auch wahnsinnig schöne Momente mit Kind und man verspürt eine Liebe, wie man sie noch nie zuvor für jemanden verspürt hat. Das ist wirklich wunderschön.

Hat sich dein persönlicher Style verändert, seitdem der Kleine da ist?

Ja, auf jeden Fall. Zumindest am Anfang, denn ich habe recht lange gestillt und ich musste immer etwas Stillfreundliches anziehen. Jetzt trage ich zwar wieder alles, aber ich achte immer darauf, ob ich damit meinen Sohn tragen kann, ohne dass mir ein Rock hochrutscht oder ich eine Laufmasche bekomme. Wenn ich ohne mein Kind unterwegs bin, trage ich auch gern hochwertige Materialien, wie Seide oder Kaschmir, mit ihm verzichte ich oft darauf, aus Angst, dass etwas kaputtgeht.

Und wie sieht ’s beauty-technisch aus?

Meine Haut hat sich während der Schwangerschaft sehr verändert. Sie wurde trockener, empfindlicher und ich habe Pigmentflecken bekommen. Es hat sehr lange gedauert, bis ich die richtige Reinigungs- und Pflegeroutine für mich gefunden habe, aber jetzt sieht alles wieder ganz gut und gepflegt aus. Auch die Pigmentflecken sind zurück gegangen. Durch die Hormone wird der Körper ganz schön durcheinandergebracht.

Wie läuft es für dich beruflich seitdem das Kind da ist?

Ich musste leider meinen Job in der InStyle Redaktion in München aufgeben. Dafür arbeite ich jetzt als freie Redakteurin und Bloggerin von Zuhause aus. Das ist natürlich schön, dass ich das so gut in meinen Alltag mit Kind integrieren kann, aber manchmal vermisse ich München, meinen alten Job und meine Kollegen schon. Es ist natürlich etwas Anderes, wenn man immer alleine in seinem Home-Office sitzt, da kann man nicht einfach mal eine kurze Kaffeepause mit der Kollegin machen.

Frau mit Sohn auf Sofa. Fröhlich im Weihnachts-Pullover

Was sind deine Schwerpunkte, wenn du über Kind und Familie bloggst?

Mein Blog ist für alle modebegeisterten Mamis und die, die es noch werden wollen. Das heißt, ich zeige Outfit-Inspirationen, schreibe über mein Leben mit Kind – mit allen positiven und auch den negativen Seiten und empfehle Beauty-Produkte, die bei uns Mamas manchmal Wunder wirken.

Wen möchtest du ansprechen?

Ich möchte alle modebegeisterten Mamas in meine Welt entführen, in der sie sich offen und ehrlich austauschen können, in der wir über Trends, Beauty-Tipps und all den anderen schönen Dingen, die uns im Leben begeistern, sprechen können.

Eine viel diskutierte Frage unter Eltern: Wie klappt’s bei euch mit dem Schlafen? Und: Hast du Tipps?

Bei uns war das lange eine schwierige Sache und Emilian hat in zwei Jahren genau ein Mal durchgeschlafen. Nachdem ich abgestillt hatte, klappte es besser und jetzt schläft er meistens durch. Ich denke für ihn war es vor allem die Gewohnheit, dass er nachts noch etwas getrunken hat. Mein Tipp ist vor allem, sich nicht verrückt zu machen und zu bedenken, dass jedes Kind anders ist. Deshalb Finger weg von dubiosen Büchern, die irgendwelche Schlafmethoden praktizieren. Lieber auf das eigene Bauchgefühl hören und immer im Hinterkopf haben, dass die kurzen Nächte nur temporär sind und alles irgendwann vorbei ist.

Und wie sieht es mit dem Essen aus?

Das ist bei uns immer noch ein schwieriges Thema. Als ich mit der Beikost angefangen habe, klappte es anfangs recht gut, doch sobald die Zähne kamen, verweigerte er alles. Deshalb habe ich auch ein Jahr fast voll gestillt, danach sind wir gleich zum normalen Essen übergegangen und haben den Brei übersprungen. Mittlerweile ist Emilian auch etwas experimentierfreudiger mit dem Essen, aber allgemein kann man sagen, dass er sehr wählerisch ist und oft das gleiche möchte.

Frau mit Sohn auf Sofa. Fröhlich im Weihnachts-Pullover

Was sind eure Lieblingsbeschäftigungen?

Emilian interessiert sich besonders für Autos und alles, was fährt. Wir wohnen im Moment auf dem Land, da gibt es viele Traktoren, große Rasenmäher und tolle Sachen zu entdecken. Ansonsten malen wir gerne zusammen, lesen Bücher oder besuchen den Opa bei der Polizei, das ist immer ein besonderes Highlight für Emilian.

Habt ihr Ausflugstipps für Eltern mit Kleinkindern?

Das Schöne an Kindern ist, dass sie sich so wunderbar für die kleinen Dinge im Leben begeistern können. Bunte Blätter im Herbst, ein Schneemann im Winter, im Wasser planschen im Sommer – man braucht wirklich nicht viel. Wenn draußen mieses Wetter ist, gehen wir oft in den Indoorspielplatz, da kann Emilian sich dann richtig austoben. In vielen Städten gibt es auch tolle Elterncafés, da können sich die Mamas beim Latte austauschen und die Kids spielen. Ansonsten sind wir bei schönem Wetter oft mit unserem Burley Fahrradanhänger unterwegs, der ist echt Gold wert. Was ich unbedingt diesen Winter noch ausprobieren möchte: Schlittschuhlaufen mit Emilian – mal sehen, wie das klappt.

Worum wird es in deinen nächsten Blogposts gehen?

Im nächsten Post wird es um das Thema Krabbelgruppe & Co. gehen, also alle Kurse und Angebote, die man als Eltern hat, wie ich darüber denke und welche wir genutzt haben.

Welche Mami-Blogger inspirieren dich?

Es gibt so wahnsinnig viele tolle Mami-Blogs in Deutschland, zu meinen Favoriten zählen auf jeden Fall oh-wunderbar.de, mytwodots.com, moderiamia.de, meworkingmom.com und muttisoyeah.de. Ausserdem finde ich es toll, dass Jessie von Journelles jetzt Nachwuchs bekommen hat. Ihr ehemaliger Blog LesMads war einer der ersten, die ich gelesen und die mich inspiriert haben, selbst mit dem Bloggen anzufangen. Ich folge Jessie jetzt schon fast 10 Jahre und freu mich auf Babycontent von ihr.

Liebe Patrizia, ich Danke dir sehr für dieses charmante Gespräch.

Ihr wollt noch mehr über Patrizias Style, ihre Beautytipps und ihr Leben mit Kleinkind erfahren? Dann schaut mal auf ihrem Blog Maison Pazi vorbei.

XX, Susanna

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