Kaufberatung Vogelsand
Mehr als nur Einstreu für deine Vögel
Vogelsand ist ein wichtiger Bestandteil für die Ausstattung von Vogelkäfigen und Volieren. Er dient nicht nur als Einstreu, sondern ist auch eine wichtige Nahrungsergänzung. Deswegen unterscheidet er sich auch deutlich von herkömmlichem, „normalem“ Sand.
Inhaltsverzeichnis
> Welche Vorteile bietet Sand für Vögel?
> Wie wähle ich den passenden Vogelsand aus?
> Wie streue ich den Käfigboden hygienisch ein? 7 Tipps
> Gibt es Alternativen zu Vogelsand?
Welche Vorteile bietet Sand für Vögel?
- Vogelsand ist in erster Linie eine hygienische Einstreu für den Vogelkäfig, die die Hinterlassenschaften deiner gefiederten Freunde bindet.
- Im Gegensatz zu herkömmlichem Sand oder auch Spielsand hat Vogelsand eine runde Körnung, die verhindert, dass ein Vogel sich verletzt, wenn er den Sand frisst.
- Vögel fressen Vogelsand, um ihren Kalkbedarf zu decken und zusätzliche Mineralien aufzunehmen. Das ist wichtig für ihren Körperbau und Teil ihres natürlichen Verhaltens.
- Sandkörner sind nichts anderes als winzige Steine. Vögel wie zum Beispiel Wellensittiche brauchen solche Teilchen im Magen, damit Futterteile zusätzlich zerkleinert werden und später problemlos den Darm passieren können.
- Die runde Körnung von Vogelsand verhindert außerdem, dass deine Vögel sich an den Füßen verletzen.
- Da Vogelsand nur wenig Feuchtigkeit aufsaugt, bleiben Verunreinigungen wie Kot meistens darauf liegen. Das hilft bei der Begutachtung der Ausscheidungen im Hinblick auf den Gesundheitszustand des Tiers.
Wie wähle ich den passenden Vogelsand aus?
Die Körnung
Vogelsand gibt es in unterschiedlichen Korngrößen. Die gröbste Körnung beträgt zwischen 0,8 und 1,4 mm, während es besonders feiner Vogelsand auf gerade einmal 0,1 bis 0,4 mm bringt. Dazwischen gibt es noch weitere typische Körnungen wie 0,4–0,9 und 0,5–1,0 mm. Als Faustregel gilt, dass du für kleine Vogelarten eine besonders feine Körnung wählen solltest, für große Arten lieber eine gröbere, damit die Körner im Magen auch ihre futterzerkleinernde Wirkung entfalten können. Für Großpapageien wählst du daher Vogelsand mit 1,4 mm Körnung, für Zebrafinken die feinste Variante mit 0,1 mm Körnung.
Tipp: Für Wellensittiche eignet sich eine mittlere Körnung zwischen 0,5 und 0,9 mm. Abweichungen von 0,1 mm sind vernachlässigbar.
Die Zusätze
Viele Arten von Vogelsand sind mit speziellen Zusätzen angereichert, oft Anisöl oder Muschelgrit. Quarzsand fördert die Verdauung der Vögel besonders gut, Muschelgrit versorgt deine Tiere mit notwendigen Mineralstoffen und Kalk. Anisöl ist geruchsneutralisierend und wirkt strengem Vogelgeruch entgegen. Die verschiedenen Zusätze sind je nach Hersteller in unterschiedlicher Menge im Sand enthalten, werden in der Produktbeschreibung aber leider nicht immer angegeben. Da hilft nur, auszuprobieren, was dir und deinen Vögeln gefällt.
Die Packungsgröße
Vogelsand gibt es in verschiedenen Packungsgrößen, wobei die meisten Gebinde je nach Hersteller 2 bis 5 kg enthalten und besonders große Säcke 25 kg oder mehr. Benutze die kleineren Größen zum Ausprobieren und um zu ermitteln, welcher Sand zu dir und deinen Vögeln passt. Hast du die richtige Variante gefunden, kannst du künftig größere Packungen nehmen. Das ist meistens preisgünstiger.
Wie streue ich den Käfigboden hygienisch ein? 7 Tipps
- Bedecke den Käfigboden komplett mit Vogelsand. Die Höhe der Einstreu sollte etwa 1 bis 2 cm betragen.
- Grobe Verschmutzungen, wie etwa den Kot der Tiere, solltest du täglich entfernen. Du kannst dafür auch ein Sieb verwenden.
- Einmal die Woche, besser noch alle 5 bis 6 Tage, solltest du den Sand komplett entfernen und entsorgen.
- Groben Schmutz weichst du in warmem Wasser ein und entfernst ihn dann mit einem Schwamm und einer neutralen Seife, zum Beispiel Schmierseife. Verzichte unbedingt auf scharfe Reiniger oder stark parfümierte Produkte.
- Reinige nun den Käfigboden mit heißem Wasser oder einem Dampfreiniger.
- Danach wischst du den Käfigboden gut trocken und bestreust ihn wieder mit einer ausreichend dicken Schicht von frischem Vogelsand.
- Ein Tipp zum Schluss: Sitzstangen, Käfigstangen und anderes Zubehör kannst du auch mit neutraler Seife reinigen. Den Trinknapf musst du täglich frisch füllen. Gleiches gilt für die große Vogeltränke, in der die Tiere Staub aus ihrem Gefieder waschen.
Gibt es Alternativen zu Vogelsand?
- Weil Vogelsand wichtig für die Ernährung und Verdauung von Vögeln ist, gibt es hierzu keine Alternative.
- Wenn du unter einer Stauballergie leidest, kannst du jedoch auch gröbere Einstreu verwenden und ein bisschen Vogelsand in einer Schale anbieten, statt den ganzen Käfig einzustreuen.
- Buchenholzgranulat oder Maiseinstreu gelten beide als staubarm und sind deshalb für Stauballergiker*innen eine gute Alternative.
- Ist dein Vogel krank und hältst du ihn deswegen vorübergehend separiert von anderen Vögeln, benutze statt Sand Küchenpapier, das du täglich wechselst. Dadurch kannst du den Kot besser begutachten.