Viele Persönlichkeiten, ein Schrank

11. April 2018 | von

Liebe Soul­ful­ly-Leserin­nen, unsere Gast­blog­gerin Julia schreibt heute über ihr (modis­ches) Leben als All­rounderin. Welche Rollen sie im All­t­ag ein­nimmt und wie man sich in jed­er Sit­u­a­tion gut klei­den kann, ver­rät sie Euch hier! Viel Spaß beim Lesen.

Wer bin ich und wenn ja – wie viele?

Habt Ihr Euch diese Frage auch schon mal gestellt?

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Wie ver­mut­lich jede Frau erfülle auch ich in meinem All­t­ag die ver­schieden­sten Rollen: Ich bin Mama, Blog­gerin, Zum­ba-Tänz­erin, Haus­frau (unter Protest!), Kar­ri­ere­frau, Fre­undin, Tochter, Strand­fa­natik­erin, Ehe­frau, Couch-Pota­toe, Schwest­er…

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Aber wer davon bin jet­zt eigentlich „Ich“? Wer kommt denn da noch hin­ter­her? Oder steckt in jed­er Per­sön­lichkeit ein­fach ein Teil meines „Ichs“ und das „Ich“ selb­st ist nur die Summe daraus? Um nicht zu philosophisch zu wer­den, wid­men wir uns doch zunächst ein­er noch viel wichtigeren Frage:

Was ziehe ich bloß an?

Wie vielfältig muss meine Garder­obe sein? Denn mit gewis­sen Rollen wer­den eben auch ganz eigene Mode-Regeln oder gar Uni­for­men ver­bun­den:

Als Mama muss es vor allem prak­tisch sein: Sneak­ers, Jeans oder Jog­ging-Pants, fließen­des Oberteil, Jacke – fer­tig. Und eine große Schul­ter-Tasche für alle Taschen­tüch­er, Trinkpäckchen und Spielzeug.

Must-Haves für meinen Mama-Look:

Im Büro geht es dann schon etwas schick­er zu: Da bin ich in der Regel mit hohen Schuhen, Stoffhose, Bluse und Cardi­gan oder Blaz­er unter­wegs. Leder­hand­tasche und Per­lenohrringe inklu­sive.

Must-Haves für meinen Büro Look:

Der Mädels- oder Date-Abend erfordert gerne etwas mehr: Ein tief­eres Dekol­leté und unbe­d­ingt einen Hauch von Glitzer am Kra­gen oder State­ment-Schmuck.

Must-Haves in meinem Par­ty-Look:

Als Blog­gerin darf es wiederum etwas Beson­deres sein: Dann kommt auch schon mal das eine oder andere ange­sagte Trend-Piece an meinen Kör­p­er, das ich son­st nicht in meinem All­t­ag tra­gen würde.

Weil ich aber nicht für jede mein­er Per­sön­lichkeit­en einen eige­nen Klei­der­schrank besitze, gehe ich beim Klei­derkauf nach dem Baukas­ten-Prinzip vor. Dabei geht es darum, vielfältig ein­set­zbare Key-Pieces immer wieder für alle Lebensla­gen neu zu adap­tieren.

Wandelbare Key-Pieces sind der Schlüssel

  • Die Jog­ging-Pants passen näm­lich nicht nur gemütlich auf die Couch (und sind zum Sport eh viel zu schade). Sie sind in Kom­bi­na­tion mit ein­er schlicht­en, weißen Bluse und edlen Metal­lic-Sneak­ern näm­lich dur­chaus Büro-tauglich.
  • Das schicke „kleine Schwarze“ braucht längst keinen Red Car­pet Anlass mehr, um mal wieder aus dem Schrank geholt zu wer­den. Mit Chucks und Jeans-Jacke kann man es dur­chaus auch mal auf den Spielplatz aus­führen.
  • Der weit aus­gestellte, extrav­a­gante Streifen-Rock vom let­zten Blog­ger-Event passt auch super mit Bal­leri­nas und Glitzer-T-Shirt für den näch­sten Mädels-Abend.
  • Das Jeans-Kleid wird mit State­ment-Kette zu einem schö­nen Stil­bruch unter einem klas­sis­chen Büro-Blaz­er.
  • Dafür darf die eher sportliche Bomber-Jacke gerne mit auf den roten Tep­pich oder ins Büro. Sie ver­lei­ht schick­en Out­fits eine Spur cool­er Läs­sigkeit.
  • Das ele­gante Woll-Cape aus dem Büro fungiert nach­mit­tags schnell als überdi­men­sion­aler Schal beim schat­ti­gen Waldspazier­gang mit den Kindern.
  • Und die Chucks vom Spielplatz oder strahlend weiße Sneak­ers passen an einem lan­gen Büro-Tag auch wun­der­bar zum klas­sis­chen Hose­nanzug.

Ich ver­suche, meine Looks immer so zu kom­binieren, dass ich mich nicht 8 Mal am Tag umziehen muss. Dafür habe ich auch gar keine Zeit! Ich wech­sle oft nur die Schuhe oder tausche einen Blaz­er gegen eine State­ment-Kette – und schon kann es weit­erge­hen. Und wenn ein Kind doch mal mor­gens im Vor­beige­hen seine Rotz­nase an meinem Büro-Blüschen abwis­cht, kommt da halt eine dicke State­ment-Brosche drüber.

Aber wer davon bin denn jetzt „Ich“?

Ich denke, mein „Ich“ steckt wirk­lich in allen meinen oben genan­nten Per­sön­lichkeit­en. Aber nicht nur zum Teil, son­dern zu 100 Prozent. Denn meine einzel­nen Rollen sind (wie meine entsprechen­den Out­fits) eben keine Verklei­dun­gen oder übergestülpten Uni­for­men. Ich muss sie nicht spie­len oder erfüllen. Ich bin der Stil­bruch im Büro-Out­fit. Ich bin der Glitzer am Kra­gen des Mama-Pullis. Das ist mein Stil. Ich verklei­de mich nicht. Ich bin ein­fach ich!

Eure Julia

Letzte Kommentare (1)

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Lony
Dienstag, 25. Oktober 2016, 5:30 Uhr

Hach seufz, du Liebe… deinen Artikel kann ich wirk­lich so unterschreiben…nur das mit dem Spielplatz hat sich inzwis­chen erledigt, unsere Kids sind schon erwach­sen (leider…ich ver­misse die Zeit!!!… 😉 Ich mag Deinen Style übri­gens sehr! Liebe Grüße an Dich, Lony