Schauspielerin Nadine Wrietz im Interview

29. März 2018 | von

Heute möchte ich Euch eine großar­tige Schaus­piel-Kol­le­gin von mir vorstellen: Nadine Wri­etz! Ich bewun­dere sie sehr, da sie mit viel Mut, Fan­tasie und Tal­ent auf sich aufmerk­sam gemacht hat. Sie ist eine echte Berliner­in und stand schon als Kinder­darstel­lerin für die Jugend­serie “Moski­to” vor der Kam­era. Heute ist Nadine Wri­etz ver­heiratet und lebt immer noch in Berlin.

Als Schaus­pielerin befind­et man sich ständig in Bewer­bungssi­t­u­a­tio­nen, wenn man auf Cast­ings geht und sich für eine neue Rolle vorstellt. Aber bevor man zum Cast­ing ein­ge­laden wird, muss man schon vorher bei Cast­ern auf­fall­en und genau das hat Nadine Wri­etz mit ihrem selb­st­gemacht­en Showreel geschafft. Dafür erhielt sie sog­ar den 1. Platz beim Self­made Shorty Fes­ti­val im Rah­men des Film­fests München. Woraufhin sie dann in mehr als 30 Pro­duk­tio­nen für Kino und TV mitwirkte.

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Nadine Wri­etz (rechts) mit Schaus­piel-Kol­le­gin Jes­si­ca Ginkel in der RTL-Serie “Der Lehrer” ©RTL/Frank Dicks

Inzwis­chen ist Nadine eine erfol­gre­iche deutsche Schaus­pielerin und ste­ht für diverse Fernsehse­rien, zum Beispiel für “Der Lehrer” (RTL), vor der Kam­era. Im let­zten Jahr war sie in “Dieses bescheuerte Herz” auf der Kinolein­wand zu sehen.

In einem kurzen Inter­view plaud­ert Nadine Wri­etz für Euch aus dem Bewerbungs-Nähkästchen.


Bei Schaus­pielerin­nen geht es vor­wiegend darum, kün­st­lerisch mit Map­pen und in Cast­ings oder beim Vor­sprechen zu überzeu­gen. Doch zumin­d­est in zwei Punk­ten ähneln diese Präsen­ta­tio­nen den meis­ten Bewer­bun­gen — auch in anderen Branchen: Wie man auf sich aufmerk­sam macht, aus der Vielzahl von Bewer­bun­gen her­aussticht und wie man sou­verän auftritt.

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Nadine Wri­etz in ihrer Rolle als Bar­bara Knop­mach­er in der RTL-Serie “Der Lehrer” ©RTL/Frank Dicks

Wie mache ich angemessen auf mich aufmerk­sam? Nadine Wri­etz gibt Tipps!

Wenn die Bewer­bung­sun­ter­la­gen mit allen ange­forderten Doku­menten sorgfältig und liebevoll aus­gear­beit­et sind, dann kommt die Kür: Dein gewiss­es Etwas! Gibt es eine ganz bes­timmte Sache, die Dich aus­macht, eine ganz beson­dere per­sön­liche oder fach­liche Qual­ität? Frag Fre­unde und Fam­i­lie, und über­lege Dir, wie diese Beson­der­heit in Deine Bewer­bung ein­fließen kann. Natür­lich kann nicht jed­er einen Film mit Gesang drehen und sich damit bewer­ben. Doch wenn Du ein gutes Auge und ein Gespür für Ästhetik hast, dann lasse das nicht uner­wäh­nt und ver­mit­tle dies durch Deine sehr gut aufgemacht­en Bewer­bung­sun­ter­la­gen. Erar­beite ein schönes, auch dig­i­tales Port­fo­lio Dein­er bish­eri­gen Arbeit­en. Qual­i­ta­tiv hochw­er­tige Bilder machen sich immer gut! Zeige in Dein­er Bewer­bung, wie Du das näch­ste Pro­jekt ver­wirk­lichen würdest. Lege Beispiel-Kalku­la­tio­nen, Grafiken und Mood-Bilder bei. Punk­te auch mit Dein­er eige­nen Präsen­ta­tion, indem Du zu einem guten Fotografen gehst. Lass Dir vorher ein schönes natür­lichen Make-up aufle­gen und Dir die Haare machen.

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Selb­st­be­wusst: Schaus­pielerin Nadine Wri­etz, porträtiert von Fotografin Mir­jam Knickriem

Wie trete ich sou­verän auf?

Wenn das Vorstel­lungs­ge­spräch anste­ht, begin­nt die Ner­vosität. Man fragt sich, was wollen die Arbeit­ge­ber von mir, was erwarten sie genau? Das ist natür­lich gut, denn man sollte sich sehr aus­führlich mit den Erwartun­gen auseinan­der­set­zen, sich aus­re­ichend informieren und sich auf viele Frage vor­bere­it­en. Doch wenn man sich zu sehr davon leit­en lässt, was das Gegenüber will, ver­biegt man sich und ver­gisst, das man auch selb­st etwas zu bieten hat! Und das ist die wichtig­ste Aus­gangs­ba­sis für ein Vorstel­lungs­ge­spräch. Ich habe etwas zu bieten und ich suche das beste Umfeld, in dem ich meine Fähigkeit­en richtig ein­set­zen kann. So bin ich als Bewer­berin selb­st­be­wusst und sehe mich auf Augen­höhe mit Per­son­alern. Um ein wirk­lich sou­veränes Bild von sich abzugeben, ist es auch sehr empfehlenswert, selb­st Fra­gen zu stellen und geschickt aus dem Vorstel­lungsmodus in ein gemein­sames Gespräch zu kom­men. Sou­verän, selb­st­be­wusst und höflich ist es auch, nach dem Vorstel­lungs­ge­spräch ein Dankeschön per Mail zu schick­en. Das hin­ter­lässt nicht nur einen guten Ein­druck, son­dern zeigt, dass Du auch später mit Kun­den und Kol­le­gen einen höflichen Umgang haben wirst.

Nutze die Chance ein­er neuen Bewer­bung, ver­suche zu zeigen, wer und wie Du bist, sei sehr gut vor­bere­it­et, auf viele Fra­gen gefasst und stelle auch Fra­gen! Mach Dir klar, dass auch Dein Gegenüber sich mit ihrer Fir­ma und ihrem Pro­jekt bei Dir vorstellen.

Viel Mut und Freude bei Dein­er näch­sten Bewerbung!

Titel­bild: ©Mir­jam Knickriem

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