Neuer Rock – Neues Lebensgefühl

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Warum ich jetzt wieder Sommerröcke trage

Es ist einer dieser ersten wirklich warmen Tage. Ich stehe am Münchner Odeonsplatz und blinzle in die Sonne. Eine leichte Brise umspielt meine Beine, es fühlt sich gut an. Es fühlt sich nach Sommer an. Und: Es fühlt sich anders an. Denn erstmals seit Jahren (!!!) trage ich einen knielangen Rock. Keine leichte Sommerhose, kein schwingendes Maxikleid. Nichts, was meine Beine verhüllen würde. Nein, ich trage einen weiten Sommerrock, der sich im Wind leicht bauscht, während ich nach meinen Kolleginnen von den Lady.Bloggers Ausschau halte, mit denen ich gleich eine Fotostrecke rund um das Thema Röcke shooten will.

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Mit nur ein wenig Mut zur Lebensfreude

Dabei hätte ich fast wieder gekniffen. Wollte mich und meine Beine hinter einem Maxirock verstecken. Besenreisen gehören nicht auf Modefotos, lautete mein Argument. Ach was, wurde ich von meinen Lady.Bloggers-Kolleginnen überstimmt. Besenreiser werden überbewertet. Überhaupt: Besenreiser hätte doch letztlich fast jede Frau! Ich solle mich mal nicht so haben. Und so stand ich also in dieser warmen Brise – und konnte gar nicht glauben, dass ich jahrelang auf dieses Gefühl von nackten Beinen im Sommerwind verzichtet hatte!

Mit einem weiten, luftigen Sommerrock – das war ein ganz anderes Lebensgefühl! Wie war es überhaupt soweit gekommen, dass ich knielange – oder aus meiner Sicht eher kniekurze – Röcke komplett aus meinem Kleiderschrank verbannt hatte? Als Studentin hatte ich noch ausschließlich Röcke getragen. Weil ich fand, dass mich Hosen dick(er) aussehen ließen – was vom Ansatz her ebenso bescheuert war, wie später die kürzeren Röcke zu meiden. Schon damals plagten mich Besenreiser, dann kamen eins, zwei, drei Kinder – und sie wurden immer mehr. So viele, dass ich mich für mich für meine Beine schämte.

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Natürlich habe ich vieles ausprobiert. Veröden. Lasern. Camouflage. Bein-Make-up. Selbstbräuner. Aber was ich auch tat: Nichts half. Außer blickdichte Strümpfe. Irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt: dass es meine Beine gar nicht mehr gab. Ich trug Hosen oder Maxi. Maxi oder Hosen. Und wenn sich das Zeigen der Beine gar nicht vermeiden ließ: Strümpfe in 30 DEN, mindestens. Gruselig und unsexy, ja – aber immer noch besser als Besenreiser, fand ich.

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Und so wäre es wohl auch weitergegangen: Mein Leben zwischen Hosen, Maxilänge und dicken Strümpfen. Aber wie heißt es in dem Lied von Dionne Warwick so schön: That’s What Friends Are For! – Dafür hat man Freunde und Freundinnen. Für’s Meinung sagen, Mut machen und auch mal den Kopf zurechtrücken. Auch in letztlich so unwichtigen Fragen wie Besenreiser.

Der Sommer kann jetzt auf jeden Fall kommen. Meine nackten Beine und ich – wir freuen uns darauf!

Hier kannst Du den Look nachshoppen
Leserkommentare
2 Kommentare
AnneMaari schreibt am

Liebe Susanne,
30den – schon einiges. Trotzdem würde ich gerne tauschen: Krankheitsbedingt trage ich seit einigen Jahren Kompressionsstrümpfe. Damit ist die Optik bei den schönsten Sommerkleidern hin. (Ok, meine KLeiderzeit ist der Winter: blickdichte Strumpfhosen…)
Entweder Selbstbewußtsein oder Schwitzen oder Galgenhumor. Deshalb meine dringende Bitte an alle mit kräftigen Beinen, Besernreissern oder was weiß ich: Laßt Euch nicht die Freude am Tragen der allerschönsten Sommersachen nehmen und genießt das Gefühl, Euch schön zu fühlen.

Antworten

    Susi schreibt am

    Danke, liebe AnneMaari! Du hast total recht!!!!! Manchmal trage ich auch Kompressionstrümpfe, zum Beispiel wenn ich sehr lange am Schreibtisch sitze, und ich kenne das Gefühl!

    Dir alles Liebe!

    Antworten

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