Paris, toujours mon amour!

13. November 2018 | von

Paris, meine ganz neue Liebe…

Viele Jobs ver­lan­gen heutzu­tage, dass man reist. Früh am Mor­gen geht’s los, spät abends kommt man meis­tens zurück. Dazwis­chen liegen viele Tax­i­fahrten und Meet­ingräume. Vor zwei Wochen war ich das erste Mal in Paris, beru­flich, für eine Kon­ferenz mit Google. Und weil vor und nach der Kon­ferenz tat­säch­lich noch Zeit übrig blieb, wollte ich die Stadt erkunden.

Das Dilem­ma: Busi­nesstrips gehen ja meis­tens mit ein­er eher förm­lichen Garder­obe ein­her. Und die find­et meis­tens in einem Trol­ley Platz, den man dann den ganzen Tag hin­ter sich her ziehen muss.
Doch ich bin das erste Mal in Paris, ich will mir die Stadt ohne viel Bal­last anse­hen! Meine Idee: Ich fliege nur mit einem Ruck­sack. Und nicht mehr! Das heißt auch, ich muss mich dies­mal von mein­er bish­eri­gen Strate­gie ver­ab­schieden, lieber noch ein oder zwei Out­fits mehr einzu­pack­en. Und auch kein zweites oder drittes Extra­paar Schuhe. Und schon gar nicht den großen Schminkkoffer.

Auf den Fotos sehr Ihr übri­gens mich und mein Reise­out­fit noch vor mein­er Abreise nach Paris in Hamburg.

1_Paris_Melanie_

© Andrea Hufnagel

Als erstes brauchte ich also einen Ruck­sack. Meine Wahl fiel auf einen schö­nen, nicht zu großen, grauen Ruck­sack von Her­schel, der akzept­abel aussieht. Immer­hin geht es nach Paris. Feine Sei­den­blusen oder aufwendi­ge Klei­der kamen nicht in Frage – schließlich wollte ich im Hotel nicht noch Knit­ter­fal­ten aus­bügeln. Anstatt dessen entsch­ied ich mich für eine schwarze Hose im Jog­ging­ho­sen­stil, zwei Blusen und eine Jeans. Noch ein zweites Paar Schuhe, ein kleines Schmink­täschchen, Unter­wäsche und ein Nachthemd. Und siehe da – selb­st die Kam­era hat­te noch Platz!

6_Malanie_Aufbruch_Paris

© Andrea Hufnagel

4_Melanie_Paris.Collage

© Andrea Hufnagel

Wider Erwarten sind selb­st die Blusen fast unz­erknit­tert in Paris angekom­men, wie man auf dem Foto sehen kann. Aber eben nur fast. Mit Hil­fe eines alten Tricks sahen sie schließlich aus wie frisch gebügelt: Blusen auf einen Bügel hän­gen, Dusche heiß auf­drehen – der Wasser­dampf erledigt dann den Rest.

Melanie_Hotel

5_Melanie_Paris_Bett

© Andrea Hufnagel

 

Abends haben wir die Paris­er Gast­fre­undlichkeit genießen dür­fen. Am zweit­en Tag hat­ten wir wun­der­schönes Wet­ter und noch zwei tolle Stun­den in der Stadt, bevor abends der Flug nach Hause ging.
Vie­len Dank, Paris – das war ein tolles erstes Date.

Meine Ruck­sack­strate­gie ging hier auf: Mit wenig Gepäck muss man sich zum einen natür­lich nicht so viele Gedanken um das richtige Out­fit machen. Zum anderen kann man jed­erzeit die Stadt erkun­den und braucht sich keine Sor­gen zu machen, wo man seinen Kof­fer lässt oder ob man noch mal ins Hotel zurück kommt.

Paris ist eine wun­der­schöne Stadt und ich werde mit sehr viel mehr Zeit wiederkom­men. Die Anschläge vom 13. Novem­ber haben die Stadt der Liebe und der Mode in nur weni­gen Stun­den für immer verän­dert. Angst und Ter­ror waren auf ein­mal omnipräsent. Unsere Gedanken, auch bei OTTO, waren und sind bei den Opfern dieser Anschläge. In diesen Tagen find­et Paris nun langsam zur Nor­mal­ität zurück.

12_Eiffelturm

© Andrea Hufnagel

In Deutsch­land leucht­en ger­ade die Wei­h­nachtsmärk­te, Reisen zu den Lieb­sten wer­den geplant und immer schwingt die Frage mit: Ist das eigentlich sich­er? Doch darf uns der Ter­ror so läh­men und die Freude daran nehmen, ein­fach die schön­sten Eck­en dieser Welt zu ent­deck­en? Unsere Lieben und ein paar Sachen einzu­pack­en und los? Nein. Denn dann hätte der Ter­ror gewonnen.

Deshalb dieser Beitrag, der bere­its vor den Anschlä­gen geplant war und der zeigen soll, dass man jede Gele­gen­heit nutzen sollte, um schöne Momente zu genießen und die Welt zu ent­deck­en. Und: Man sollte sich nicht abhal­ten lassen, seine sieben Sachen (und, wenn möglich, seine Lieben) einzu­pack­en und ein­fach losz­u­fahren. Jede Reise ist es wert! Be soulfully!

Melanie_9_Paris_

© Andrea Hufnagel

2_Paris_Melanie_Schlegel

© Andrea Hufnagel

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