Kann Konsum nachhaltig sein?

13. Dezember 2019 | von

Wie heißt es so schön? Es schla­gen zwei Herzen in mein­er Brust! Da ist ein­mal das Herz der Mode­blog­gerin, die sich stun­den­lang durch Fash­ion­stores im Inter­net fräsen kann und eine Must-have-Liste auf dem iPhone führt. Und dann ist da der Men­sch, der sor­gen­voll auf unsere Welt schaut und darauf, was wir mit ihr machen. Und der sich immer wieder fragt:

„Was kann ich tun, um unsere Welt lebens- und liebenswert für nach­fol­gende Gen­er­a­tio­nen zu erhal­ten – und zwar ohne mich in Sack und Asche zu kleiden?” 
Tipps zum nachhaltigen shoppen
„Konkret bedeutet das für mich: Ich ver­suche möglichst nach­haltig zu kon­sum­ieren. Was nicht ganz ein­fach ist, zugegeben, beson­ders wenn man über Mode blog­gt – und diesen Lifestyle natür­lich auch lebt.” 

Hier sind meine wichtigsten Tipps für möglichst nachhaltigen Konsum:

Bewusst kaufen

Ja, ich weiß, die Welt macht uns den Verzicht nicht ein­fach. Über­all – online wie offline – lock­en Ver­suchun­gen. Hier die schicke Tasche, die Herzk­lopfen verur­sacht. Dort das Paar Schuhe, das per­fekt zum neuen Kleid passen würde. Und über­haupt: Eine neue Jeans wäre auch mal wieder fäl­lig! Seien wir ehrlich: Wir brauchen nicht alles, was uns gefällt. Wir brauchen nur das Wenig­ste davon, nie­mand von uns friert. Und wir müssen auch nicht alles haben. Das soll­ten wir uns beim näch­sten Einkaufs­bum­mel vor Augen hal­ten. Kür­zlich las ich von ein­er Blog­gerin – zugegeben­er­maßen blog­gt sie über Nach­haltigkeit, dass sie sich für den Kauf eines neuen Stücks ein paar Wochen Zeit lässt. Ein paar Wochen, puh… Vielle­icht reichen ja schon ein paar Tage, um den Kau­fim­puls zu zügeln und richtig einzuschätzen.

Bewusstes Einkaufen Tipps und Vorschläge
Langlebige Produkte bewusst einkaufen

Gebraucht kaufen

Muss wirk­lich alles, wom­it wir uns umgeben, neu und unge­braucht sein? Ich finde: nein. Im Gegen­teil: Ich liebe es, Klei­dung und Acces­soires Sec­ond Hand zu kaufen. Erstens, weil es gün­stiger ist. Zweit­ens, weil keine neuen Ressourcen ver­braucht wer­den müssen. Drit­tens, weil ich Dinge mit Geschichte liebe – selb­st, wenn ich diese Geschichte nicht kenne. Es macht mir ein­fach Spaß, darüber zu sin­nieren, was eine Tasche, ein Kleid oder auch ein Tuch schon alles gese­hen haben mag. Im Inter­net gibt es jede Menge Plat­tfor­men für Sec­ond-Hand-Klam­ot­ten, mit­tler­weile sog­ar für Plus­size: www.lovelycurves.de

Gebraucht kaufen für die Umwelt

Lokal kaufen

Ja, auch bei mir kommt der Her­mes-Bote regelmäßig vor­bei. Und der DHL-Mann auch. Gut finde ich das nicht. Denn auch der Trans­port schadet der Umwelt. Und über­haupt: Müssen wir unsere Klam­ot­ten wirk­lich in Eng­land bestellen? Oder den USA? Gibt es nicht genug heimis­che Pro­duzen­ten und Händler? Und wenn man es ganz genau nehmen will: Warum müssen wir über­haupt bestellen? Warum gehen wir nicht ein­fach in den näch­sten Laden? Und kaufen dort Klei­dung, die zumin­d­est in Europa gefer­tigt wurde. Und wenn es doch der Inter­netkauf sein muss: Nach­haltig han­deln heißt auch, Klam­ot­ten nicht in zwei ver­schiede­nen Größen zu bestellen (denn zumin­d­est ein Teil muss dann wieder retourniert wer­den, was die Umwelt durch den Trans­port belastet) son­dern sich lieber genau abzumessen, um die richtige Größe zu ordern.

Die Umwelt schonen durch lokalen Einkauf

So, das sind meine drei wichtig­sten Tipps für nach­haltigeren Kon­sum. Sich­er, nur Kleinigkeit­en. Aber wenn jed­er von uns ein biss­chen etwas tut, wird schon etwas Größeres daraus. (OTTO und Soul­ful­ly möchte ich übri­gens aus­drück­lich danken, dass ich auch über solche The­men schreiben darf.)

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