Darf’s ein bisschen teurer sein?

23. November 2018 | von

Mein Plädoyer für ein Quäntchen Luxus.

Ich bin mal ehrlich: Ich liebe Luxus. Nicht nur, aber auch. So, jet­zt ist es raus.

In meinem Klei­der­schrank find­en sich neben ein­er stat­tlichen Anzahl von Low-Bud­get-Shirts, No-Name-Hosen und son­sti­gen Klam­ot­ten, die ich irgend­wann und irgend­wo gün­stig erstanden habe, auch eine Rei­he rel­a­tiv teur­er Design­er-Teile, die sich im Laufe der Jahre ange­sam­melt haben. Denn eines muss man den Luxu­steilen lassen: Sie hal­ten! Und sie hal­ten was aus. Und vor allem sehen sie auch ange­braucht noch toll aus (Aus­nah­men bestäti­gen die Regel). Was man von meinen Bil­lig-Sweatern und ‑Hosen nun nicht unbe­d­ingt behaupten kann (und auch hier bestäti­gen Aus­nah­men die Regel).

Luxusmode

Luxus gilt schnell als ober­fläch­lich – und über­flüs­sig. Warum eine Tasche für 500 Euro kaufen – eine für 50 Euro tut’s doch auch. Schuhe für 700 Euro? Darauf kann man doch auch nur … gehen. Was stimmt. Aber, so zeigt die Erfahrung, bess­er und beque­mer als auf der Low-Bud­get-Vari­ante, beson­ders bei höheren Absätzen. Und über­haupt Klam­ot­ten für Hun­derte von Euro … die gibt es (oft­mals von den teuren kopiert) in diversen Mod­eket­ten doch auch viel billiger.

Ich hinge­gen behaupte: Luxus ist dur­chaus nach­haltig. Das zeigt mir meine 50 Jahre alte Aign­er-Tasche, die ich regelmäßig trage oder eine alte Pra­da-Clutch, die mich trotz ihrer Schram­men immer noch beza­ubert. Von irgendwelchen Bil­lig-Hand­taschen kann ich das lei­der nicht behaupten.

Luxusmode

Wie über­all macht die Dosis das Gift – bei Luxus eben­so wie bei Dis­counter-Fash­ion. Die richtige Mis­chung hinge­gen macht einen Look bunt, lebendig, aus­drucksstark. Design­erteile gekon­nt und wie selb­stver­ständlich mit Gün­stigem zu mis­chen, das ist für mich wahre Kun­st. Luxus-Acces­soires werten gün­stige Klam­ot­ten dabei phänom­e­nal auf. Wer würde schon eine schwarze Tuni­ka für nur 29 Euro neben ein­er Design­er­tasche von Marni ver­muten oder Bil­lig-Jeans zu Luxus-High­heels. Sich nur in Luxus­bou­tiquen auszustaffieren und damit chic und styl­ish auszuse­hen, kann jed­er (einen aus­re­ichend großen Geld­beu­tel voraus­ge­set­zt). Densel­ben Effekt mit einem deut­lich kleineren Bud­get zu erre­ichen, das ist wirk­lich­er Stil.

Ein biss­chen Luxus ste­ht jed­er Frau. Lieber mal auf ein paar bil­lige Klam­ot­ten oder Acces­soires verzicht­en und sich stattdessen ein richtig gutes Teil kaufen. Ich ver­spreche: Diese Rech­nung geht auf.

Luxusmode

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