Aus dem Berufsalltag einer Businessfrau

13. September 2018 | von

Ich bin jetzt seit 4 Jahren bei OTTO und seit 14 Jahren in der Berufswelt. Gut, als Studentin habe ich auch gearbeitet und mir so mein Studium komplett finanziert (Danke BaFöG…, hat nicht so gut geklappt mit uns beiden …). Aber so richtig dabei bin ich jetzt also erst, seit ich 26 war.

Wusste ich mit 26 schon, was ich sein will, wenn ich 40 bin?

Um ehrlich zu sein, wusste ich es nicht. Ich hatte viele und tolle Ideen, was ich alles werden könnte. Und worauf ich Lust hätte. Tatsächlich bin ich etwas ganz anderes geworden. Nämlich keine Journalistin. Und keine Schauspielerin oder Sängerin (das wollte ich mit 12 werden).

Dafür mache ich heute Online Marketing in einem großen Unternehmen. Und habe daran einen Heidenspaß. Auch und vor allem, weil ich als Abteilungsleiterin Menschen führen darf, in viele ProzessenEinblicke gewährt bekomme und diese auch mitgestalten kann und darf.

Das heißt aber natürlich auch, dass ich viel an Schnittstellen unterwegs bin und in einer Menge Terminen sitze. Außerdem repräsentiere ich das Unternehmen immer wieder auch auf Veranstaltungen.

Und, ganz ehrlich, ich frage mich jedes Mal wieder: was, zum Kuckuck ziehe ich an!

Girlboss Erfahrung

Eine Zehntelsekunde reicht aus, um sich einen Eindruck seines Gegenübers zu machen. Dazu gehört natürlich auch die Optik. Und der erste Eindruck verändert sich auch meist im Laufe eines Gesprächs nicht mehr. Natürlich kennt jeder von uns Situationen und Personen, bei denen er sagt: „Ha, da habe ich aber ein gutes Gegenbeispiel! Da habe ich mich wirklich geirrt.“

Stelle ich mir Bewerbungsgespräche vor, so erwarte ich von meinen Bewerbern schon ein gewisses Augenmaß für ihr Outfit. Aber eben bitte nicht verkleiden. Und auch nichts anziehen, das stark von der Persönlichkeit ablenken kann. Zu jedem von uns gehört der modische Stil. Zu jedem von uns gehört aber auch der Wunsch, erst einmal zu gefallen und nicht sofort anzuecken. Vor allem dann, wenn es etwas zu erreichen gilt. Wo ist hier also ein gesundes Mittelmaß zwischen Kreativität, Laisser-faire und bewusster Garderobe für eine bestimmte Situation.

Girlboss Berufe
Girlboss Berufe

Mode kann auch zum Stilmittel der beruflichen Identität werden. Mark Zuckerberg trägt meist das gleiche graue T-Shirt. Steve Jobs kennen wir alle im schwarzen Rollkragenpullover. Und Anna Wintour trägt angeblich seit ihren Teenagerzeiten den gleichen unverkennbaren Bob. Ist das nun langweilig oder bewusst gewähltes, modisches Statement. Ganz sicher eher Zweites. Zum einen reduziert sich der Eindruck auf das Gesagte, nicht aber auf ein wildes Krawattenmuster oder stets neue Turmfrisuren. Zum anderen erzeugt eine gleichbleibende Komponente in der Garderobe auch eine Verlässlichkeit und wird so eben zum Statement. Dr. Otto und sein im Unternehmen immer wieder liebevoll zitierter Lederkoffer gehören ebenfalls dazu.

Girlboss Große Größen
Girlboss und Grosse Groessen

Habe ich für mich nun aber diesen Signature-Look gefunden? Nein. Suche ich danach? Auch nicht. Aber ich habe Looks, die zu jeder Gelegenheit passen und mir zumindest ein gutes Gefühl geben. Und ist das nicht das Wichtigste? Mit einem guten Gefühl aus der Tür und in einen Termin gehen. Und, ganz wichtig, meine Damen, auch sagen, was man zu sagen hat! Wenn ihr also ein Kleidungsstück habt, das Euer Selbstbewusstsein fördert: rein in die Klamotte! Damit ist zwar noch nichts entschieden, aber Ihr fördert den wichtigsten Gedanken von allen: „ich bin ich und das ist gut so!“

Und was soll dann noch schiefgehen! Stylt hier meinen Look nach:

Bruno Banani Streifenpullover Slim-Fit
Bruno Banani T-Shirt mit Statement-Print
Doris Streich Bleistiftrock »STRETCH« große Größen
Bruno Banani Strickponcho

Alle Fotos © Andrea Hufnagel

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