Ein Klassiker – mein Herzenswunsch

14. Mai 2017 | von

Ich habe es getan! Ich habe mir einen langgehegten Traum erfüllt. Fast 20 Jahre lang bin ich drum herum geschlichen, hatte als Studentin schon gehofft, eines Tages mir diesen Wunsch erfüllen zu können, habe zwischenzeitlich immer wieder geflirtet, geschaut, verworfen und über mich selbst den Kopf geschüttelt, so etwas auch nur in Erwägung zu ziehen. Und dann? Dann wurde die Idee spontan Wirklichkeit. Und Schwups, war ich Hals über Kopf verliebt. In meinen ersten Burberry Trenchcoat.

Ein Burberry-Mantel in Hamburg

Soll ich? Oder soll ich nicht?

Ja, ich weiß. Es ist eigentlich verrückt, so viel Geld für ein Kleidungsstück auszugeben, das dann ja auch noch Gebrauchsgegenstand ist. Schmutzig werden kann. Einen Knopf verlieren könnte. Flecken, Falten, ja ja ja. Verena hatte ja bereits hier über die Sinnhaftigkeit von teuren Anschaffungen und den damit einhergehenden Diskussionen geschrieben. Sicher kann man diese Diskussion führen, aber hey: das kann man über viele Dinge. Und ob der Kauf von sechs Euro teuren Kleidern bei Günstig-Marken sinnvoller ist … nun ja.

Ich habe zumindest lange hin und her überlegt und dann ganz spontan an einem Samstagabend meinen Kopf und mein Herz verloren. Ist das nicht aber immer so? Die besten Dinge passieren eben spontan. Hier noch einmal einen lieben Dank an die netten Damen und Herren bei Burberry, die diesen Einkauf auch sehr angenehm gestaltet haben. Der Mantel hatte nicht nur viel zu lange Ärmel, sondern war außerdem auch oben rum zu eng. Mit dem Satz: „Wir wollen ja auch, dass diese Oberweite schön verpackt ist.“ Kam daraufhin eben kurz die Schneiderin vorbei. Eine Woche lang musste ich auf die Änderungen warten, bis ich dann endlich den Mantel abholen konnte. Das waren mal eben sieben Tage lang Schmetterlinge im Bauch. Gemischt mit Aufregung und Spannung.

Burberry-Mantel für Große Größen

Mein Fazit: Nur was man lässt, bereut man!

Kaum hatte ich den Trenchcoat endlich an, wollte ich ihn auch gar nicht mehr ausziehen. Ob ich denn wenigstens vor dem Zubettgehen den Mantel aufhängen würde? Mein Mann kennt mich eben nach elf Jahren. Ich trage den Mantel seitdem einfach ständig. Beim Einkaufen oder Bummeln, zu einer Jeans oder zum Kleid, meine anderen Mäntel und Jacken haben es seit diesem Kauf ein wenig schwer … Aber immerhin hat mein Mann das beste Argument zum Tragen gebracht: Würde ich den Mantel zehn Jahre an 100 Tagen im Jahr tragen, was man bei dem Hamburger Wetter auch kann, dann wäre doch der Preis pro Tag sehr gering … was soll ich sagen? Männliche Shoppinglogik – und ich habe NICHTS dagegen!

Hamburger Fotoshooting zwischen Containern

Welcher Trenchcoat passt zu Dir?

Alle Fotos © Norman Puzik

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