Berufstätige
Mütter: Beruf,
Berufung, Traumberuf

4. Januar 2019 | von

Was steht dieses Jahr auf eurer Liste mit den guten Vorsätzen? Vielleicht wollt ihr ja beruflich noch mal richtig durchstarten? Sind wir doch mal ganz ehrlich: Wer von uns arbeitet eigentlich in seinem Traumjob? Dient euer tägliches „nine to five“ nur dazu, den Lebensunterhalt zu sichern, oder seid ihr in der glücklichen Lage, dass dahinter auch ein Stück Selbstverwirklichung steckt?

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Studium: INSTYLE statt BWL

Ich habe nach dem Abi erst mal ganz klassisch BWL in einem sogenannten dualen Ausbildungsgang studiert. Die sichere Bank, weil ich einfach noch nicht genau wusste, was ich eigentlich machen wollte. Bereits damals habe ich wohl innerlich geahnt, was später mal meine eigentliche Berufung sein sollte. In der Vorlesung (vor allem im Fach Steuerrecht) lag nämlich stets die aktuelle INSTYLE auf meinem Schoß und ich studierte statt Abschreibungstabellen lieber die neusten Trends und Designer-Biografien. Auf die Ausbildung folgte der erste Job in meinem Ausbildungsbetrieb, ein Auslands-Praktikum, ein neuer Job in meiner Heimatstadt, ein Fernstudium mit Schwerpunkt Management und schließlich zwei Kinder und zwei Elternzeiten. Und wie viele Mamas aus meinem Bekanntenkreis lockte mich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dann in den letzten Jahren in die undankbare Teilzeitfalle. Mit einer spannenden Aufgabe, für die aber gefühlt immer zu wenig Zeit bleibt, weil mittags die Kinder nach der Schule auch gerne wie halb verhungerte kleine Nimmersatt-Raupen ihr Mittagessen pünktlich auf dem Tisch haben wollen. Und den Haushalt hat bis dahin dann auch noch niemand für mich geschmissen. Das klassische Hamsterrad lässt grüßen.

Mir reicht’s – ich geh schaukeln

Für mich hat sich dann aber in 2018 einiges verändert. Nicht nur, dass ich 40 geworden bin, ich habe auch nach 13 Jahren meinen sicheren Job verloren. Ohne näher auf die genauen Umstände eingehen zu wollen, kann ich euch sagen: Das hat etwas mit mir gemacht. Und zwar im positiven Sinne. Normalerweise wäre ich vermutlich nie auf die Idee gekommen, meinen Beruf jemals in Frage zu stellen. Mein Plan war eher, in diesem Job und in dieser Firma in Rente zu gehen. Doch die gegebenen Umstände haben mich quasi zum Umdenken gezwungen. Wie könnte mein Leben ohne diesen Job aussehen? Was würde das für meine Familie und unsere finanzielle Situation bedeuten? Was möchte ich in meinem Leben eigentlich noch erreichen? Was macht mich überhaupt glücklich (außer Schaukeln…)?

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Love what you do – do what you love

Und als das Job-Ende konkret wurde, lag die Antwort für mich quasi direkt auf der Hand. Ich will bloggen. Meine Leidenschaft für das Schreiben und die Mode in einem Beruf zu vereinen, war immer mein heimlicher Traum, den ich ja nun auch schon seit ein paar Jahren stetig wachsend verfolge. Aber nie hätte ich gedacht, dass das tatsächlich auch mal mein „Beruf“ sein könnte. Aber warum eigentlich nicht? Zu bloggen fühlt sich für mich kein Stück wie Arbeit an. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen. Ich muss spannende Angebote nicht mehr aus Zeitgründen ablehnen und werde für das bezahlt, was mir ohnehin am meisten Spaß macht. Und ist es nicht das, was einen Traumberuf ausmacht?

„Mein neues Motto: Love what you do – do what you love.”

Hallo, Neuanfang!

Mein Neujahrs-Vorsatz für 2019 ist also echt mal etwas Neues. Ein echter beruflicher Neuanfang. Aber mich selbst neu erfinden? Muss ich gar nicht. Ich bin einfach nur noch mehr ich selbst. Vielleicht ein bisschen neuer positioniert und selbstbewusster vermarktet… Und genau das probiere ich jetzt einfach mal aus. Wünscht mir Glück!

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