Corona-Pandemie: 10 positive Folgen

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Stay home – das Coro­n­avirus hat unser Leben fest im Griff. Doch neben Verun­sicherung, Angst und soziale Iso­la­tion, bringt dieser Aus­nah­mezu­s­tand auch pos­i­tive Aspek­te mit sich.

Frau Mit Atemschutzmaske

Schulen und Kitas sind zu, Bars, Museen, Kinos, Fit­nessstu­dios und Spielplätze bleiben geschlossen und Flugzeuge bleiben zum Großteil auf dem Boden – seit dem Coro­n­avirus ist nichts mehr, wie es war. Um die weltweite Aus­bre­itung von COVID-19 zu ver­langsamen, riegeln sich nicht nur immer mehr Staat­en ab, auch wir wer­den dazu aufgerufen, uns sozial zu isolieren. Wo immer möglich sollen soziale Kon­tak­te ver­mieden wer­den. Maß­nah­men wie Home­of­fice unter­stützen den Rück­zug in die eige­nen vier Wände, aber ver­hin­dern nicht, dass viele Men­schen in eine Krise stürzen – sowohl pri­vat als auch wirtschaftlich. Was bleiben, sind Verun­sicherung, Exis­ten­zäng­ste und Ein­samkeit. Doch wo Schat­ten ist, ist in der Regel auch Licht: Die Pan­demie und das „Social Dis­tanc­ing“ ver­langsamen nicht nur unser Leben, son­dern brin­gen, ob du es glaub­st oder nicht, auch viele pos­i­tive Neben­ef­fek­te mit sich.

Positive Thinking – die guten Seiten der Corona-Pandemie:

1. Bessere Luft

Bessere Luft

Das Coro­n­avirus führt zu Flugstre­ichun­gen, ver­ringert das Verkehrsaufkom­men und ver­langsamt weltweit die Indus­trie. Die Folge? Es kommt zu viel weniger Treib­haus­gase­mis­sio­nen und so zur deut­lichen Verbesserung der Luftqual­ität. Satel­liten­bilder zeigen einen drastis­chen Rück­gang von Stick­stoff­diox­id in Chi­na. Und auch, wenn der Rück­gang der CO2-Emissionen nur eine tem­poräre Folge ist, so zeigt er zumin­d­est, was alles möglich ist und wie sich unser Ver­hal­ten unmit­tel­bar auf das Kli­ma auswirken kön­nen. Sowohl neg­a­tiv als auch pos­i­tiv. Die Pan­demie ist also eine gute Gele­gen­heit, das Fen­ster zu öff­nen und einen tiefen Atemzug zu nehmen. Je länger das öffentliche Leben lahm liegt, desto weniger Smog wabert durch unsere Städte. Vor allem in den touris­tis­chen Hotspots dieser Welt bekommt die Umwelt eine Ver­schnauf­pause. Trübe, schmutzige Kanäle in Venedig? Ohne die zahlre­ichen Kreuz­fahrtschiffe und Touris­ten­massen zeigt sich das Wass­er der Lagunen­stadt kristal­lk­lar. Sog­ar Fis­che sind zu sehen. Das sei zwar kein Indiz für eine bessere Wasserqual­ität, trotz­dem: In vie­len öffentlichen Räu­men unser­er Erde kehrt die Natur zurück. Und allein die Geschwindigkeit, mit der diese Verbesserun­gen geschehen, sollte uns zeigen, wie gewaltig unser Ein­fluss auf Natur und Kli­ma ist und wie sehr sich Umweltschutz lohnt. Außer­dem ist es vielle­icht ein Augenöffn­er: Sich ein biss­chen ein­schränken und nicht immer um die Welt zu jet­ten, ist gar nicht so schlimm, oder?

2. Flexible Arbeitszeiten

Flexible Arbeitszeiten

Das Coro­n­avirus zwingt uns zur sozialen Iso­la­tion. Doch nicht nur pri­vate Kon­tak­te sind weitest­ge­hend tabu, auch auf beru­fliche. Das trifft die Wirtschaft hart. Wie sollen Unternehmen weit­er­laufen, wenn die Mitar­beit­er nicht zur Arbeit kom­men sollen? Die Lösung: Home­of­fice. Auch Fir­men, in denen das zuvor nicht möglich war, denken um, wer­den kreativ und erhal­ten durch mobiles Arbeit­en ihren Betrieb aufrecht. Statt physis­che Tre­f­fen ste­hen nun Tele­fonate oder Videokon­feren­zen auf der Tage­sor­d­nung. Und so ver­wan­delt sich in der Corona-Krise die Couch oder der Küchen­tisch in ein Büro, statt des Business-Kostüms tra­gen wir einen Jog­gin­ganzug und statt langer Fahrten, um zur Arbeit zu kom­men, kön­nen wir jet­zt ein biss­chen länger schlafen. Selb­st­diszi­plin, lautet hier die Devise und trotz­dem: Das Home­of­fice ermöglicht mehr Frei­heit, Organ­i­sa­tion, Ver­trauen und Flex­i­bil­ität und bricht mit star­ren, ver­al­teten Unternehmensstruk­turen.

3. Mehr Zeit

Mehr Zeit Zum lesen

Während das öffentliche Leben weitest­ge­hend lah­mgelegt ist und „Social Dis­tanc­ing“ an der Tage­sor­d­nung ste­ht, dann bleibt am Ende des Tages viel mehr Zeit zur Ver­fü­gung. Statt uns zu lang­weilen, und auf Net­flix Serien zu „binge­watchen“, kön­nen wir diese zusät­zliche Zeit aber auch nutzen. Ein­er­seits für Dinge, die wir längst erledigt haben woll­ten, wie die Steuer­erk­lärung und Co., ander­er­seits aber auch für schöne Sachen: Endlich ein Buch zu Ende lesen, kreativ wer­den, mehr malen, mehr kochen, zu medi­tieren, oder wie wäre es mit einem Früh­jahrsputz (auch auf men­taler Ebene) oder den Garten auf Vor­der­mann brin­gen? Da wir uns während der Pan­demie sowieso zunehmend ein­schränken müssen, ist es eine gute Gele­gen­heit, um darü­ber nachzu­denken, was wir eigentlich brauchen und was nicht. So manch ein­er wird garantiert sein Kon­sumver­hal­ten in Frage stellen und, auch nach der Krise, ver­suchen ein biss­chen min­i­mal­is­tis­ch­er zu leben.

4. Weniger Verkehrsunfälle

Weniger Unfaelle

Wer in den let­zten Tagen mit dem Auto unter­wegs war, wird es wahrschein­lich bemerkt haben: Es ist deut­lich weniger los. Und die leeren Straßen brin­gen einen pos­i­tiv­en Neben­ef­fekt mit sich: Nicht nur, dass man schneller von A nach B kommt, son­dern vor allem weniger Verkehrsun­fälle. Zwar gibt es dazu noch keine genauen Zahlen, allerd­ings teil­ten mehrere Polizei­di­rek­tio­nen in Deutsch­land mit, dass es deut­lich weniger Ein­sätze gäbe bish­er.

5. Stärkung der Digitalisierung

Staerkung Der Digitalisierung

Dig­i­tale Errun­gen­schaften und die Ver­net­zung der Welt ermöglichen nicht nur, dass wir prob­lem­los von Zuhause aus arbeit­en kön­nen, son­dern ver­hil­ft uns auch pri­vat zu mehr Nor­mal­ität. Durch soziale Net­zw­erke oder Videoan­rufe kön­nen wir mit unseren Lieb­sten in Kon­takt bleiben. Aber die Dig­i­tal­isierung hil­ft auch beim Kampf gegen den Virus: Forsch­er aus aller Welt sind heutzu­tage so ver­net­zt, dass sie gemein­sam an ein­er Lösung arbeit­en. Außer­dem nutzen sie gezielt Tech­nik, um die Aus­bre­itung zu ver­ringern. In Süd­ko­rea gibt es beispiel­sweise eine App, die dabei hil­ft, die Infek­tions­ket­ten des Virus zu unter­brechen. Etwas Ähn­lich­es soll auch hierzu­lande auf den Markt geben, außer­dem gibt es ein Corona-Tracking, mit dem die Lage bess­er eingeschätzt wer­den soll.

6. Übung für den „Ernstfall“

Leer gekaufte Supermarkt regale

Schritt für Schritt hat sich das Leben um uns herum ver­langsamt. Tag für Tag gibt es neue (Hiobs-)Botschaften und über­all kam und kommt es der­weil zu Ham­sterkäufen. Wahrschein­lich sind wir uns einig, dass das über­mäßige Ein­deck­en von Nudeln, Klopa­pi­er und Co. abso­lut unnötig ist. Trotz­dem verdeut­licht es auch die Verun­sicherung der Bevölkerung. Man bere­it­et sich auf den Ern­st­fall vor. Und das ist nicht unbe­d­ingt falsch. Der Virus hat gezeigt, wie ver­let­zlich wir sind. Wog sich die Men­schheit jahrzehn­te­lang in einem Gefühl der Unbe­sieg­barkeit, gibt es nun eine Schwach­stelle, die uns alle bet­rifft: unsere Gesund­heit. Das Coro­na wird nicht die let­zte Epi­demie bleiben, mit der wir kon­fron­tiert sein wer­den. Das Coro­n­avirus hil­ft uns, uns die Augen zu öff­nen und uns auf den Ern­st­fall vorzu­bere­it­en. Wir sind nicht unver­wund­bar. Und hof­fentlich ler­nen wir aus dieser Krise. Wir soll­ten nicht ham­stern, aber wir soll­ten flex­i­bel bleiben und uns darauf ein­stellen, dass sich unser Leben für eine gewisse Zeit eben auch verän­dern kann. Außer­dem sagt man doch so schön: „Nichts ist umson­st“. Wenn wir das neuar­tige Virus in den Griff bekom­men, wer­den wir daraus einiges gel­ernt haben. Dieses Wis­sen wird sich mit Sicher­heit beim näch­sten Virus als nüt­zlich erweisen.

7. Mehr Achtsamkeit & Wertschätzung

Mehr Achtsamkeit

Das Social Dis­tanc­ing zwingt uns fast schon zu, uns mit uns selb­st zu beschäfti­gen. Ein guter Anlass, zum „In-sich-Gehen“, zu reflek­tieren und zu hin­ter­fra­gen. Und vielle­icht auch, um ein biss­chen Demut zu zeigen. Wir führen alle­samt ein sehr priv­i­legiertes Leben, es fehlt uns nahezu an nichts. Natür­lich nur solange wir auch gesund sind. Diese Krise bewahrheit­et ein­mal mehr die Worte von Arthur Schopen­hauer. Der deutsche Philosoph soll ein­mal gesagt haben: „Gesund­heit ist nicht alles, aber ohne Gesund­heit ist alles nichts.“ Der Virus zeigt uns, wie wichtig es ist, acht­sam zu sein und auf die eigene Gesund­heit zu acht­en. Ob gesun­des Essen oder mehr Bewe­gung – es gibt einiges, das wir tun kön­nen, damit wir gesund bleiben. Coro­na kann uns also zu mehr Acht­samkeit ver­helfen. Aber nicht nur uns selb­st gegenüber, son­dern auch unseren Mit­men­schen. Das Per­son­al in der Gesundheits- und Krankenpflege leis­tet ger­ade Unglaublich­es. Höch­ste Zeit, dafür zu sor­gen, dass die Arbeits­be­din­gun­gen dieser Men­schen zukün­ftig deut­lich verbessert wer­den und ihnen mehr Wertschätzung ent­ge­gen gebracht wird.

8. Bedeutung von Handhygiene

Handhygiene

Wir fühlen uns vielle­icht gelähmt und hil­f­los. Was kann man schon machen, damit der Virus bekämpft wird? Die Antwort lautet: eine Menge. Es kommt jet­zt auf jede und jeden Einzel­nen von uns an. Wichtig ist, dass wir uns an die Vor­gaben des Lan­des hal­ten, dass wir uns sozial isolieren und dass wir vor allem Hygien­e­maß­nah­men kon­se­quent ein­hal­ten. Hände sind die häu­fig­sten Überträger von Krankheit­en. Somit ist gründlich­es Hän­de­waschen eine der wichtig­sten Präven­tion­s­maß­nah­men im Kampf gegen die Aus­bre­itung von Coro­na. Wir müssen nicht alle Virolo­gen sein, um etwas zu bewirken. Und es ist doch irgend­wie schön zu wis­sen, dass so sim­ple Dinge einen so enorm großen Nutzen haben kön­nen, find­est du nicht? Also nicht vergessen: Min­destens 20 bis 30 Sekun­den lang die Hände mit Seife ein­reiben und anschließend abwaschen.

9. Mehr Hilfsbereitschaft & Solidarität

Solidaritaet staerken

Enkel nehmen Pod­casts für ihre Großel­tern auf, damit sich diese nicht so alleine fühlen, Nach­barn erledi­gen Einkäufe für die älteren Men­schen von nebe­nan und abends applaudieren die Leute von ihren Balko­nen, um dem Kranken­haus­per­son­al ihren Dank auszu­drück­en. Auch, wenn wir uns physisch nicht näh­ern sollen, sind wir uns derzeit näher als je zuvor. In sozialen Net­zw­erken posten die Men­schen Fotos von Zetteln, auf denen sie dazu aufrufen, sich an die Iso­la­tion­s­maß­nah­men zu hal­ten. Men­schen verabre­den sich mit ihren Fre­un­den über Skype und essen dort gemein­sam Abend­brot oder stoßen virtuell mit einem Bier an. Es wer­den Spende­nak­tio­nen ins Leben gerufen, um den­jeni­gen, die am meis­ten von der Krise betrof­fen sind, zu helfen, und täglich nehmen die Ange­bote zu. Eine ganze Welle der Sol­i­dar­ität und Hil­fs­bere­itschaft schwappt über das Land und hin­ter­lässt das rührende und bestärk­ende Gefühl der Gemein­schaft. Wir sind nicht allein – und wir sor­gen dafür, dass sich nie­mand alleine fühlt.

10. Baby-Boom

Babyboom

Zugegeben, ob ein Baby-Boom die pos­i­tive Folge dieser Krise sein wird, wird sich erst in kom­menden neun Monat­en zeigen. Aber schon ver­gan­gene Aus­nahme­si­t­u­a­tio­nen oder Katas­tro­phen haben gezeigt, dass das dur­chaus zu einem Anstieg der Geburten­rate führen kann. Sex ist schließlich die schön­ste Neben­sache der Welt und ger­ade in solchen Zeit­en, in denen man die Woh­nung nicht ver­lassen sollte, ein angenehmer Zeitvertreib.

Fazit

Fazit Corona Krise

Das Coro­n­avirus ist da – und wird es ver­mut­lich auch bleiben. Er bringt unseren All­t­ag und Sicher­heit zum wanken und schwanken, aber er ist auch eine Chance. Dieser Aus­nah­mezu­s­tand zeigt uns, worauf es wirk­lich ankommt und zwingt uns zur Besin­nung, gewis­ser­maßen auch zur Demut und zur Wertschätzung. Gle­ichzeit­ig weckt die Krise aber auch Ein­fall­sre­ich­tum und Kreativ­ität. Bere­its ver­gan­gene Pan­demien sorgten für segen­sre­iche Fortschritte. Nach der Pest verbesserten sich beispiel­sweise die Hygien­e­maß­nah­men und Häuser wur­den for­t­an aus Stein statt aus Lehm gebaut. Es liegt jet­zt an uns, dass Beste aus der Sit­u­a­tion zu machen und zu begreifen, dass wir füreinan­der ver­ant­wortlich sind. Unsere Auf­gabe dabei ist über­schaubar: Ruhe bewahren, Hände waschen, in den Ellen­bo­gen hus­ten und Abstand hal­ten. Also: Stay calm, stay safe, stay home.

Yoga-Achtsamkeitsübungen für den Alltag

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