Kaufberatung Rohrreiniger
Ruckzuck ist der Abfluss wieder frei
In deiner Dusche oder Spüle fließt das Wasser nicht mehr richtig ab? Mit einem Rohrreiniger machst du den Abfluss schnell wieder frei und beugst künftigen Verstopfungen vor.
Inhaltsverzeichnis
> Was sind Rohrreiniger und wofür brauche ich sie?
> Welche Arten von Rohrreinigungsmitteln gibt es?
> Wie wende ich Abflussreiniger richtig an? 5 Schritte
> Wie kann ich der Verstopfung von Rohren vorbeugen?
> Welche weiteren Putzmittel sollte ich im Haushalt haben?
Was sind Rohrreiniger und wofür brauche ich sie?
- Rohrreiniger sind Reinigungsmittel, mit denen du Verstopfungen in Abflussrohren beseitigen und vorbeugen kannst.
- Sie eignen sich für verstopfte Abflüsse von Duschen, Waschbecken, Badewannen oder Spülen, wenn sich organische Stoffe wie Haare, Fettablagerungen oder Lebensmittelreste festgesetzt haben.
- Der große Vorteil von Rohrreinigungsmitteln gegenüber mechanischen Methoden wie Rohrreinigungsspiralen ist, dass sie sehr einfach anzuwenden sind. Du musst keine Kraft aufwenden und brauchst kein handwerkliches Geschick.
- Wenn das Wasser nicht mehr richtig abfließt, gibst du einfach eine geringe Menge Rohrreinigungsmittel in den Abfluss und lässt es einwirken. Anschließend gut nachspülen – fertig.
- In der Regel wirken die Reinigungsmittel schnell und beseitigen auch unangenehme Gerüche, die aus dem Abfluss kommen.
Tipp: Wenn gar kein Wasser mehr durch den Abfluss fließt, solltest du Rohrreinigungsmittel nicht anwenden. Sie könnten das Problem noch verschlimmern. Ruf in diesem Fall am besten einen Fachbetrieb an. Das gilt auch, wenn Gegenstände festsitzen.
Welche Arten von Rohrreinigungsmitteln gibt es?
Chemische Rohrreiniger
Die meisten Rohrreiniger arbeiten chemisch. Sie enthalten in der Regel Natriumhydroxid (Ätznatron) oder Kaliumhydroxid. Diese Stoffe zersetzen organische Materialien wie Haare oder Speisereste durch eine chemische Reaktion. Solche Rohrreiniger gibt es als Granulat, Flüssigkeit oder Gel. Granulat enthält meist Aluminiumkörnchen, Nitrat und Natriumcarbonat. Sobald du Wasser zugibst, entsteht eine sehr starke Lauge, die besonders effektiv wirkt. Aber Vorsicht: Wenn du überdosierst, kann das Abflussrohr sehr heiß werden und kaputt gehen. Bei Gel und flüssigen Mittel besteht diese Gefahr nicht. Gel hat den Vorteil, dass es an den Rohrwänden haftet und dadurch länger einwirkt.
Tipp: Chemische Rohrreiniger sind zwar effektiv, bergen aber Risiken. Sie können deine Haut verätzen, wenn du damit in Kontakt kommst. Außerdem belasten sie die Umwelt. Daher solltest du sie immer streng nach Anleitung anwenden und möglichst sparsam dosieren.
Mikrobiologische Rohrreiniger
Wenn du nicht gleich die Chemiekeule schwingen willst, kannst du auch zu mikrobiologischen Abflussreinigern greifen. Sie enthalten Enzyme oder Mikroorganismen, die organische Stoffe wie Fette, Haare und Proteine auf natürliche Weise zersetzen. Solche Rohrreiniger sind umweltfreundlicher als chemische Reinigungsmittel und biologisch abbaubar. Allerdings wirken sie auch nicht so effektiv und es dauert länger, bis die Verstopfung beseitigt ist. Für leichte Verstopfungen oder zur Vorbeugung eignen sich biologische Abflussreiniger aber gut.
Tipp: Oft hilft bei leichten Verstopfungen auch ein einfaches Hausmittel: Gib vier Esslöffel Backpulver und 100 ml Essigessenz in den Abfluss. So erzeugst du eine Lauge, die organische Ablagerungen zersetzen kann.
Wie wende ich Abflussreiniger richtig an? 5 Schritte
- Denk zuerst an deine Sicherheit: Zieh dir Gummihandschuhe an und setz eine Schutzbrille auf, bevor du chemische Rohrreiniger anwendest. Achte darauf, dass du keine Spritzer auf die Haut oder in die Augen bekommst.
- Öffne das Fenster und sorg dafür, dass der Raum gut belüftet ist. Wenn der Rohrreiniger zu wirken beginnt, entstehen ätzende Dämpfe, die du nicht einatmen solltest.
- Gib die auf der Packung angegebene Menge an Rohrreiniger in den Abfluss. Bei Granulaten musst du außerdem etwas Wasser nachgießen. Achte auf die Dosierung: Zu viel Reinigungsmittel kann die Rohre beschädigen.
- Lass den Abflussreiniger so lange einwirken, wie es der Hersteller empfiehlt. Oft reichen schon wenige Minuten.
- Wenn die Einwirkzeit vorbei ist, spülst du gründlich mit viel heißem Wasser nach.
Wie kann ich der Verstopfung von Rohren vorbeugen?
- Damit es gar nicht erst zu verstopften Abflüssen kommt, kannst du einmal im Monat eine kleine Menge Rohrreiniger anwenden. Nimm zur Vorbeugung ein biologisches Mittel. Die Wirkung reicht aus und ist weniger umweltschädlich.
- Gieß einmal pro Woche kochendes Wasser in den Abfluss. Das löst leichte Ablagerungen und beseitigt Gerüche.
- Setz Abfluss-Siebe ein, die Haare und Essensreste auffangen. So verhinderst du, dass sie in den Abfluss gelangen und eine Verstopfung auslösen könnten.
- Reib Pfannen vor dem Spülen mit etwas Küchenkrepp aus, damit das restliche Öl oder Fett nicht ins Spülwasser und in den Abfluss gelangt. Fettablagerungen sind eine der häufigsten Ursachen für Rohrverstopfung in der Küche.
Welche weiteren Putzmittel sollte ich im Haushalt haben?
- Allzweckreiniger sind die Klassiker unter den Putzmitteln. Du kannst damit alle Oberflächen wie Tische, Regale und Böden sauber machen. Achte auf biologisch abbaubare Mittel, die die Umwelt schonen.
- Um Waschbecken, Duschkabine und Badewanne zu putzen, nimmst du am besten spezielle Badreiniger. Damit kannst du Kalkablagerungen und Seifenreste leicht lösen.
- Für die Toilette brauchst du einen WC-Reiniger. Er wirkt gegen Urinstein und Kalk und beseitigt unangenehme Gerüche. Mit einer gebogenen Flasche kommst du auch gut unter den Rand des WCs.
- Spiegel und Fenster bekommst du am besten mit Glasreiniger wieder strahlend sauber. Er löst nicht nur Schmutz, sondern verhindert auch, dass sich Schlieren bilden.
- Backst du gerne Kuchen oder machst häufig Lasagne, Pizza oder Auflauf? Wenn mal was überläuft und im Ofen anbackt, bekommst du diesen mit Backofenreiniger schnell wieder sauber.
Tipp: In der Rubrik Reinigung & Ordnung findest du noch viele andere nützliche Putzhelfer, zum Beispiel Mikrofasertücher, Reinigungsschwämme oder Bürsten.