Selbstbräuner: Sommer aus der Tube

Selbstbräuner: auf Beine wird Spray gesprüht
Freitag, 13. April 2018, 12:06

Gebräunte Haut ohne die gefährliche UV-Strahlung? Hach, wie wunderbar, dass das geht. Mit dem Kosmetikprodukt Selbstbräuner seht ihr aus wie direkt aus dem Sommerurlaub kommend: ein sommerlicher Touch, der – in der richtigen Anwendung – easypeasy zu bekommen ist. Also kein panischer Sprint ins Solarium für eine knackige Sonnenbräune – es geht pflegend und ruckzuck mit einem Selbstbräuner. Wir zeigen euch, wie!

Selbstbräuner: 1x Sommer zum Mitnehmen

Selbstbräuner: gebräunte Hände im Sand/Wasser, orangenlackierte Fingernägel

Was sind Selbstbräuner eigentlich? Es handelt sich um ein Kosmetikprodukt, das die Haut dank des Wirkstoffs Dihydroxyaceton wie von der Sonne geküsst aussehen lässt: Beim Auftragen reagiert dieser mit der oberen Hautschicht und lässt einen Farbstoff entstehen, der die Haut färbt. Dieser Vorgang dauert sechs bis acht Stunden. Früher war der Geruch von Selbstbräuner unangenehm – heutzutage ist dies aber nicht mehr so. Um eine natürliche und insbesondere gleichmäßige Bräune zu bekommen, gilt es unterschiedliche Dinge zu beachten.

Worauf solltet ihr achten?

Verwendet für ein natürliches Ergebnis einen zu eurem Typ passenden Farbton. Wenn ihr ein sehr blasser Typ seid, benutzt Produkte mit einem geringen Selbstbräuner-Anteil. Achtet außerdem darauf, dass ihr eurem Hauttyp entsprechende Produkte verwendet: Trockene Haut braucht Feuchtigkeits-Produkte, für empfindliche Haut ist dagegen ein sanft wirkendes Produkt empfehlenswert. Neigt eure Haut zu Unreinheiten? Dann wählt einen Selbstbräuner, der die Poren nicht verstopft. Bei fettiger Haut empfehlen wir euch ein Bräunungs-Gel.

Aber Vorsicht: Ihr könntet allergisch auf Selbstbräuner reagieren – testet ihn deswegen vorher an einer kleinen Stelle.

Unterschiedliche Selbstbräuner-Arten

Ihr habt zahlreiche Möglichkeiten eure Haut zu bräunen: So könnt ihr zwischen Selbstbräuner-Lotion, -Creme, -Gel, -Tüchern, -Spray und Bräunungs-Duschen wählen. Je nach Hauttyp solltet ihr euch für ein Produkt entscheiden: Selbstbräuner-Lotions und -Cremes sind besonders für trockene Haut geeignet, Gele und Tücher hingegen für fettige Haut. Wir zeigen euch, was es für Produkte gibt und inwiefern sie sich voneinander unterscheiden.

Selbstbräuner-Lotion

Die Bräunungs-Lotion ist der Klassiker unter den Selbstbräunern. Der Vorteil ist, dass sie die Haut nicht nur durch den Bräunungs-Wirkstoff färbt, sondern ihr auch Feuchtigkeit spendet. Der Wirkstoff ist wesentlich schwächer dosiert als in anderen Selbstbräunern und somit besonders für diejenigen geeignet, die nur eine zarte Bräune wünschen.

Selbstbräuner-Creme

Habt ihr trockene Haut? Dann ist eine Bräunungs-Creme das Richtige für euch. Sie beinhaltet viele feuchtigkeitsbindende Substanzen wie zum Beispiel Panthenol und verhindert somit das Austrocknen der Haut.

Selbstbräuner-Gel

Bräunungs-Gel ist besonders für Ungeduldige bestens geeignet, da es sofort einzieht und keinen klebrigen Film auf der Haut hinterlässt. Das Gel ist sehr präzise aufzutragen, zwecks Vermeidung unschöner Flecken. Wenn ihr eher helle Haut habt, solltet ihr das Bräunungs-Gel vermeiden, da die Färbung sehr intensiv ist und Missgeschicke sofort auffallen. Ideal geeignet ist das Geld für fettige Haut.

Selbstbräuner-Tücher

Bräunungs-Tücher sind vor allem für unterwegs toll, da sie superhandlich sind. Sie bestehen aus einem Zellstoff, der in Selbstbräuner-Lotion getränkt wurde. Da ein Tuch nicht für den gesamten Körper ausreicht, wird häufig zwischen Gesichts- und Körper-Tüchern unterschieden. Der Nachteil von Bräunungs-Tüchern ist, dass ihr beim Auftragen möglichst schnell sein solltet, da sie beim Benutzen austrocknen. Außerdem ist es ratsam, eure Haut nach dem Auftragen mit einer Pflegelotion einzucremen, da die Tücher nur einen geringen Anteil an Pflegesubstanzen enthalten.

Selbstbräuner-Spray

Wenn ihr eine perfekte Bräune haben möchtet, sind Bräunungs-Sprays das absolute Must-have! Durch das feine Sprühen verteilt sich der Selbstbräuner gleichmäßig auf der Haut. Pluspunkt: Schwer erreichbare Körperteile wie beispielsweise der Rücken können problemlos eingesprüht werden. Nachteil des Selbstbräuner-Sprays ist, dass es von sehr trockenen Stellen intensiver aufgenommen wird als vom Rest des Körpers.

Selbstbräuner-Duschen

Eine Bräunungs-Dusche oder Spray Tanning ist eine professionelle Art, der Haut ein Sommer-Touch-up zu geben. Viele Kosmetikstudios bieten das Spray Tanning an. Das Ergebnis ist eine nahtlose Bräune: wie von der Sonne geküsst.

Selbstbräuner richtig auftragen – so gehts!

Um nicht mit einem fleckigen Ergebnis überrascht zu werden, solltet ihr vorher eure Haut richtig vorbereiten. Peelt sie zuerst und entfernt jegliche Hautschüppchen – besonders gilt dies für Knie, Fersen und Ellenbogen. Cremt anschließend eure Haut mit einer Feuchtigkeitscreme ein und beginnt dann mit dem Auftragen des Selbstbräuners an den Beinen. Tragt dabei einen Tanning-Handschuh, damit eure Hände später nicht gelb-orange sind, oder wascht – wenn ihr keinen Tanning-Handschuh besitzt – nach dem Auftragen sofort gründlich die Hände.

Durch kreisende Bewegungen verhindert ihr Streifen und somit ein fleckiges Ergebnis. Streicht nicht zu viel Selbstbräuner auf einmal auf die Haut – lieber mehrfach auftragen. Damit eure Hände ebenfalls gebräunt sind, gebt einen Klecks Selbstbräuner darauf und verreibt es zwischen den Handrücken. Lasst es nun lang genug einwirken und cremt anschließend eure Haut gut mit Bodylotion ein.

Selbstbräunungs-Fehler, die ihr vermeiden solltet

  1. Die falsche Vorbereitung: Ohne ein gutes Peeling kann sich der Selbstbräuner nicht ebenmäßig verteilen – das Ergebnis ist eine fleckige Haut!
  2. Das falsche Produkt: Achtet bei der Wahl des Produkts darauf, dass es zu eurer Haut passt.
  3. Falsche Pflege danach: Um möglichst lange etwas von eurer gebräunten Haut zu haben, solltet ihr heißes Duschen und langes Baden vermeiden. Cremt eure Haut außerdem immer wieder ein. On top: Bodylotion hat einen Mini-Anteil an Selbstbräuner – hält also doppelt gut!
  4. Rasur kurz vorher: Wenn ihr euch erst kurz vor dem Auftragen rasiert, kann es zu Hautirritationen kommen.
  5. Sport nach dem Auftragen: Wartet mit dem Sport bis der Selbstbräuner komplett aufgenommen wurde – ansonsten kann es zu einem fleckigen Ergebnis kommen.
  6. Ohne Handschuhe arbeiten: Verwendet einen Tanning-Handschuh, um eine ebenmäßige Bräune zu bekommen und gelbe Hände zu vermeiden.

SOS: Was tun bei Bräunungs-Missgeschicken

Solltet ihr mit dem Ergebnis doch nicht zufrieden sein, könnt ihr den Selbstbräuner entfernen, indem ihr eure Haut peelt und anschließend alkoholhaltiges Gesichtswasser auf die verfärbte Stelle gebt. Außerdem könnt ihr eine Zitronenhälfte auf die entsprechende Stellen drücken – die Fruchtsäure lässt die Farbe verblassen. Ein weiterer Beauty-Hack ist der Bronze Buffer – ein kleiner Schwamm mit weichen Zacken. Befeuchtet den Schwamm und „radiert“ damit Flecken weg.

Na, seid ihr auch im Sommer-Mood und wünscht euch gebräunte Haut? Dann wählt auf jeden Fall die richtige Farbe und das richtige Produkt. Achtet auf die Vorbereitung und Pflege danach! Vermeidet Sport direkt nach dem Auftragen sowie langes heißes Duschen. Berichtet uns von euren Erfahrungen – wir wünschen viel Spaß!

XX, Die Redaktion

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