Kiss me, baby! | Mundgeruch effektiv bekämpfen

Frau mit offenem Mund und pinkem Oberteil
Donnerstag, 20. April 2017, 16:11

Puh, Mundgeruch ist kein schönes Thema und doch sind wir alle irgendwann irgendwie davon betroffen, ob nun durch uns selbst oder durch unsere Mitmenschen. Hand aufs Herz… Wir alle denken doch hin und wieder, wenn jemand mit uns spricht: „Der stinkt aber aus dem Mund“ und gleichzeitig würden wir, wenn wir unsere Körpersprache nicht kontrollieren würden, am liebsten unsere Hand in Richtung Nase bewegen. Aber zum Glück ist da ja dieser automatische Mechanismus, der uns davor bewahrt, anderen ungeschont unsere Gedanken mitzuteilen – sei es verbal oder non-verbal. Viel schlimmer ist es noch, wenn wir selbst unter schlechtem Atem leiden und uns unwohl fühlen, sobald wir mit jemandem sprechen. Auch dann würden wir unsere Hand am liebsten in Richtung Gesicht bewegen, diesmal vor den Mund, um unser Gegenüber zu schützen. Am schlimmsten ist es, wenn wir unseren Freund küssen wollen und dies nicht können aufgrund von Mundgeruch. Oder wer von euch kennt nicht dieses beklemmende Gefühl am Morgen? Ihr seht, wir sitzen alle im selben Boot.

Aber: Wir können etwas dagegen tun! Wir verraten euch, woher Mundgeruch überhaupt kommt, welche Mittel helfen und welche ihr hingegen lieber meiden solltet.

How to: Mundgeruch Ursachen den Kampf ansagen

Was ist eigentlich Mundgeruch und woher kommt er?

In den meisten Fällen liegt die Ursache für Mundgeruch in unserer Mundhöhle, genauer gesagt auf unserer Zunge. Die raue Oberfläche der Zunge bietet mit ihren zahlreichen Vertiefungen Bakterien einen fruchtbaren Nährboden. Die Bakterien bilden durch ihre Ausscheidungen Schwefelverbindungen, die dann den unangenehmen Geruch ausmachen. Zusätzlich setzen sich Bakterien gerne in unseren Zahnzwischenräumen und unter schlecht sitzenden Kronen fest.

Wenn ihr trotz regelmäßigen Zähneputzens oft Mundgeruch habt, kann dies auch auf Entzündungen zurückzuführen sein, zum Beispiel der Nasennebenhöhlen, der Mandeln, der Mundschleimhaut oder des Zahnfleisches. Auch Karies kann zu Mundgeruch führen.

Mundgeruch, und nun? Unsere Tipps:

Mundhygiene gegen Mundgeruch

Ihr ahnt es bereits: Um Mundgeruch effektiv vorzubeugen, ist eine gründliche Mundhygiene unerlässlich. Dafür solltet ihr euch mindestens zweimal täglich die Zähne putzen und zusätzlich mindestens einmal am Tag Zahnseide oder Zwischenraum-Bürstchen verwenden. Lasst euch hierfür am besten während der professionellen Zahnreinigung beraten, die ihr zweimal im Jahr bei eurem Zahnarzt durchführen lassen solltet. Außerdem solltet ihr eure Zunge jeden Tag reinigen. Dafür gibt es in der Drogerie spezielle Zungenreiniger, mit denen ihr eure Zunge von Belag befreien könnt. Das Ergebnis ist eine rötlich oder rosa schimmernde Zunge. Gebt dazu einen kleinen Streifen Zahnpasta auf den Zungenreiniger und verteilt diese bei ausgestreckter Zunge von hinten nach vorne auf der Zunge. Dann zieht ihr das Gel bzw. die Zahnpasta vorsichtig mit der anderen Seite des Zungenreinigers ab.

Ebenso wichtig ist es, dass ihr eure Zähne zweimal im Jahr beim Zahnarzt auf Karies und Parodontitis untersuchen lasst, um auch dies als Ursache ausschließen zu können. Verbindet bei einem Zahnarzttermin am besten gleich die Routine-Untersuchung mit der professionellen Zahnreinigung.

Kaugummis für einen frischen Atem

Bestimmt greifen auch viele von euch bei einem unangenehmen Gefühl im Mund schnell zu Kaugummis. Diese geben uns aber nur kurzfristig ein gutes Gefühl und verschlimmern langfristig das Problem sogar. Die Speichelproduktion im Mund wird durch Kaugummikauen angeregt. Der Speichel desinfiziert und hält die Bakterien zunächst im Zaum. Zusätzlich überdeckt der Pfefferminzgeruch des Kaugummis den unangenehmen Geruch, der sich zuvor durch die Schwefelverbindungen der Bakterien im Mund gebildet hat. Vergeht der Pfefferminzgeruch jedoch, breitet sich der Mundgeruch wieder aus und verschlimmert sich meist noch, da sich der pH-Wert im Mund durch das Kaugummi  erhöht, sodass die Entstehung der Schwefelverbindungen begünstigt wird.

Mundspülungen gegen Mundgeruch

Mundspülungen empfehlen wir nur bei Zahnfleischentzündungen, da sie desinfizieren und somit helfen, die Entzündung zu behandeln. Von einer langfristigen Anwendung raten wir euch ab, da Mundspülungen nicht nur die unerwünschten Fäulnisbakterien abtöten, sondern auch die aeroben Bakterien, die für eine gesunde, schützende Mundflora essentiell sind. So können sich die unerwünschten Bakterien umso stärker vermehren und der Mundgeruch verstärkt sich im schlimmsten Fall noch durch die Mundspülung.

Gibt es Hausmittel gegen Mundgeruch?

Viel effektiver als Kaugummis und Mundspülungen sind bestimmte Hausmittel gegen Mundgeruch. Petersilie beispielsweise kann nach dem Verzehr von Knoblauch, nach dem Rauchen oder nach dem Trinken von Kaffee helfen. Das Kraut ist reich an ätherischen Ölen, deren Aromen unschöne Düfte überlagern können.

Ingwer hat eine ähnliche Wirkung. Hierfür einfach ein paar dünne Scheiben Ingwer in eine Tasse mit heißem Wasser geben und als Tee genießen. Alternativ könnt ihr den Ingwer auch pur kauen oder euch eine dünne Scheibe für ein paar Minuten auf die Zunge legen. Auch Schwarzer Tee hilft bei schlechtem Atem. Die im Schwarzen Tee enthaltenen Polyphenole hemmen das Wachstum der Fäulnisbakterien, die für den Mundgeruch verantwortlich sind. Den gleichen Effekt haben die in Naturjoghurt enthaltenen Milchsäurebakterien. Wichtig ist allerdings, dass den Naturjoghurt ungesüßt zu euch nehmt.

Alles in allem achtet also, wenn ihr Mundgeruch vorbeugen wollt, in erster Linie auf eine gründliche Mundhygiene. Diese sollte über das regelmäßige Zähneputzen hinausgehen. Kaugummis und Mundspülungen solltet ihr besser meiden, wenn ihr schlechten Atem verhindern wollt. Greift stattdessen lieber zu bewährten Hausmitteln. Dann steht netten Gesprächen und gemütlichen Stunden zu zweit nichts mehr im Wege. Viel Spaß dabei!

XX die Redaktion

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